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Erste Beobachtungen des Meteorstroms der Skulpturen

Wissenschaftler verfolgen Meteoriten von den Sculptoriden und entdecken dabei neue Infos über den Kometen 46P/Wirtanen.

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Inhaltsverzeichnis

Am 12. Dezember 2023 wurde ein neuer Meteorstrom namens Sculptorids erwartet, der vom Kometen 46P/Wirtanen verursacht wurde. Die Wissenschaftler waren sich unsicher, wie stark dieser Meteorstrom sein würde, aber allgemein dachte man, dass die Aktivität eher niedrig sein würde. Um ihr Verständnis der Meteoroiden aus diesem Strom zu verbessern, wurden Forscher in Australien, Neuseeland und anderen Gebieten gebeten, Beobachtungen zu machen.

Das Ziel war es, Daten über diesen neuen Meteorstrom zu sammeln, indem man das, was tatsächlich beobachtet wurde, mit dem, was vorhergesagt wurde, verglich. Dabei ging es darum, die Bahnen und Umläufe der Meteore zu beobachten, was helfen würde, zukünftige Vorhersagen zu verbessern.

Dafür wurden Videokameras des Global Meteor Network eingerichtet, um den Meteorstrom aufzuzeichnen. Mehrere Kameras an verschiedenen Standorten halfen dabei, die Bahnen der Meteore und ihre Umläufe zu berechnen. Einzelkamerabeobachtungen wurden genutzt, um zu messen, wie viele Meteore gesehen wurden.

Insgesamt wurden 23 Meteorbahnen der Sculptorids gemessen. Der Strom erreichte seine maximale Aktivität, die in der Anzahl der pro Stunde gesehenen Meteore gemessen wird, aber die genaue Zahl wurde nicht genannt. Die Meteore bewegten sich ziemlich langsam in der Atmosphäre mit etwa 15 Kilometern pro Sekunde. Deshalb waren sie schwerer als erwartet, mit einer durchschnittlichen Masse von 0,5 Gramm und einer Grösse von etwa 10 Millimetern. Das war viel grösser, als die Wissenschaftler vorhergesagt hatten.

Modelle des Meteoroidenstroms deuteten darauf hin, dass solche grossen Meteoroiden nur 2023 die Erde erreichen könnten, wenn sie eine sehr niedrige Dichte annehmen. Leider konnte diese Annahme die beobachtete Aktivität nicht erklären. Es schien, dass die beobachteten Daten besser zu höheren Dichten und einem breiteren Zeitrahmen für die Ejektion der Meteoroiden passten.

Vor der Mission der Raumsonde Rosetta galt der Komet 46P/Wirtanen als interessanter Kandidat wegen seiner einzigartigen Umlaufbahn und Merkmale. Es wurde festgestellt, dass er signifikantes Ausgasen hatte, was bedeutet, dass ein Komet Gas und Staub aufgrund der Erwärmung seiner Oberfläche abgibt. Der Komet kam 2018 der Erde nahe, was weitere Beobachtungen ermöglichte.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass ein grosser Teil der Oberfläche des Kometen aktiv war, was bedeutete, dass viel davon Gas und Staub produzierte. Ausserdem gab es Hinweise auf kleine Staubpartikel in der Koma des Kometen, die beim Eintritt in die Atmosphäre nachweisbar waren.

Die Umlaufbahn des Kometen 46P/Wirtanen brachte ihn auch sehr nahe zur Erde, was ihn zu einem Kandidaten für die Erzeugung eines Meteorstroms machte. Die Wissenschaftler prognostizierten in den Vorjahren eine niedrige Aktivität, aber es wurden keine Bestätigungen gemacht. Simulationen deuteten darauf hin, dass Teile des Kometen in früheren Jahren Meteoroiden ejectiert haben könnten, aber diese Partikel schienen die Erde nicht erfolgreich erreicht zu haben.

Für 2023 deuteten Modelle darauf hin, dass Partikel aus einem bestimmten Ejektionsstrahl der Erde begegnen würden. Aufgrund verschiedener Unsicherheiten konnten sie jedoch nur eine obere Grenze für die erwartete Anzahl an Meteoren angeben, die im Durchschnitt zehn pro Stunde nicht überschreiten sollte.

Das vorhergesagte Muster, wo die Meteore am Himmel erscheinen würden, war ebenfalls unsicher. Die besten Standorte zur Beobachtung dieser Meteore sollten in Australien, Neuseeland und den umliegenden Gebieten sein. Anfänglich wurde der Meteorstrom "Wirtanenids" genannt, aber später wurde er in Sculptorids umbenannt, was von der Internationalen Astronomischen Union genehmigt wurde.

Dieser Bericht konzentriert sich auf die ersten bestätigten Beobachtungen von Meteoren, die durch Staub des Kometen 46P/Wirtanen erzeugt wurden. Zuerst werden die Hardware und Methoden, die vom Global Meteor Network verwendet wurden, beschrieben, gefolgt von den Beobachtungen und deren Vergleichen mit den Vorhersagen.

Das Global Meteor Network ist eine Mischung aus professionellen und Amateurastronomen, die über 1.000 Videokameras auf der ganzen Welt betreiben. Im Südwestpazifik gibt es mehr als 200 Kameras, die von lokalen Gruppen in Neuseeland und Westaustralien betrieben werden. Jedes Kamerasystem besteht typischerweise aus einer Standardvideokamera, die mit einem speziellen Objektiv und einem kleinen Computer zur Datenverarbeitung kombiniert ist.

Die Kameras haben ein Sichtfeld, das dem menschlichen Sehen ähnelt, wodurch sie viele Sterne und Meteore jede Nacht erfassen können. Jede Kamera sendet ihre Daten an einen zentralen Server, wo die Trajektorien der Meteore und ihr Flux berechnet werden. Durch die Verwendung mehrerer Kameras können Forscher eine genauere Bahn für Meteor und ihre Umläufe erhalten.

Während der vorhergesagten Aktivität der Sculptorids war ein grosser Teil Neuseelands von Wolken bedeckt, während das Wetter in Australien hervorragend war. Jede Kamera in Australien beobachtete während der Nacht sehr wenige Sculptorid-Meteore, was zeigte, dass die Aktivität niedrig war.

Von den 23 gemessenen Meteoroidenbahnen kamen die meisten aus Australien, mit einer kleinen Anzahl aus Südkorea und Bulgarien. Die Forscher bestimmten den durchschnittlichen Standort, an dem die Meteore erschienen, und fanden Muster in den beobachteten Daten und den vorhergesagten Modellen.

Die Daten zeigten, wie schnell sich die Meteore beim Eintritt in die Atmosphäre bewegten, und die Forscher verglichen diese Ergebnisse mit den theoretischen Vorhersagen. Im Allgemeinen stimmten die Messungen eng mit den Modellen überein, aber es gab einige Abweichungen, insbesondere in der Rektaszension, welche die himmlische Koordinate ist, die hilft, Objekte am Himmel zu lokalisieren.

Zusätzlich zu den Daten des Global Meteor Network vermerkte eine andere Beobachtungsgruppe in Kanada vier Sculptorid-Meteore. Obwohl zwei Beobachtungen grosse Unsicherheiten aufwiesen, wurden die anderen zwei als genau angesehen. Dies bestätigte weiter, dass die beobachteten Meteore gut mit den Vorhersagen aus den Modellen übereinstimmten.

Die physikalischen Eigenschaften der Meteore wurden ebenfalls bewertet. Die Meteore erzeugen helle Spuren, wenn sie in die Atmosphäre eintreten, und ihre Höhen wurden gemessen. Die Helligkeit variierte, wobei einige Meteore heller waren als andere.

Basierend auf den gesammelten Daten analysierten die Wissenschaftler den Meteorstrom und berechneten seinen Populationsindex. Sie fanden heraus, dass es aufgrund der wenigen gesehenen Meteore schwierig war, den Index zu schätzen, aber sie wählten konservative Werte basierend auf früheren Forschungen.

Die beobachtete Aktivität erreichte zu einem bestimmten Zeitpunkt einen Höhepunkt, wobei eine bestimmte Anzahl von Meteoren in einem bestimmten Gebiet gemessen wurde. Der Meteorstrom war mehrere Stunden aktiv, wobei die Ergebnisse ein insgesamt niedriges Aktivitätsniveau anzeigten.

Das beobachtete Fluxprofil wurde mit Vorhersagen aus Modellen verglichen, die unterschiedliche Vorhersagen darüber zeigten, wann die maximale Aktivität auftreten würde. Die Dynamik der Stroms, einschliesslich wie sich die Partikel im Laufe der Zeit entwickeln, beeinflusste diese Vorhersagen stark.

Verschiedene Modelle zeigten, dass nur die kleinsten Meteoroiden aus dem Strahl 2023 gefunden werden würden, mit Grössen unter dem, was die Kameras zuverlässig erfassen konnten. Um dieses Problem anzugehen, verwendeten einige Modelle niedrigere Partikeldichten, die es grösseren Meteoroiden ermöglichten, die Erde zu erreichen.

Im Rahmen der Studie fanden die Forscher auch heraus, dass das Erhöhen des Zeitrahmens, in dem die Partikel ejected wurden, eine bessere Übereinstimmung mit den Beobachtungen ermöglichte. Diese Änderung half, das Timing und die Dauer des Meteorstroms genauer zu reproduzieren.

Zusammenfassend markierte der Sculptorids-Meteorstrom vom Kometen 46P/Wirtanen die ersten Beobachtungen von Meteoren aus einem neu identifizierten Strom. Während die Wissenschaftler schwache Aktivität vorhergesagt hatten, zeigten die tatsächlichen Beobachtungen niedrige Meteorzählungen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass zukünftige Studien durch Verfeinerung der Modelle und das Verständnis der Faktoren, die Meteorströme beeinflussen, verbessert werden könnten.

Diese Forschung trägt zum bestehenden Wissen über Meteorströme und deren Elternkometen bei und hilft, unser Verständnis dieser faszinierenden himmlischen Ereignisse zu erweitern. Die Kombination von Videodaten und Simulationen bietet ein klareres Bild vom Verhalten des Meteorstroms und den Materialien, die an seiner Entstehung beteiligt sind.

Die vom Global Meteor Network und anderen Gruppen aufgezeichneten Beobachtungen werden eine wichtige Rolle bei der Vorhersage zukünftiger Meteorströme spielen und das allgemeine Verständnis kosmischer Ereignisse verbessern. Mit besseren Daten und verfeinerten Modellen können Wissenschaftler weiterhin über das Universum und seine vielen Wunder lernen.

Originalquelle

Titel: Observations of the new meteor shower from comet 46P/Wirtanen

Zusammenfassung: A new meteor shower $\lambda$-Sculptorids produced by the comet 46P/Wirtanen was forecast for December 12, 2023. The predicted activity was highly uncertain, but generally considered to be low. Observations in Australia, New Zealand, and Oceania were solicited to help constrain the size distribution of meteoroids in the shower. This work aims to characterize the new meteor shower, by comparing the observed and predicted radiants and orbits, and to provide a calibration for future predictions. Global Meteor Network video cameras were used to observe the meteor shower. Multi-station observations were used to compute trajectories and orbits, while single-station observations were used to measure the flux profile. A total of 23 $\lambda$-Sculptorid orbits have been measured. The shower peaked at a zenithal hourly rate (ZHR) of $0.65^{+0.24}_{-0.20}$ meteors per hour at $\lambda_{\odot} = 259.988^{\circ} \pm 0.042^{\circ}$. Due to the low in-atmosphere speed of 15~km s$^{-1}$, the mean mass of observed meteoroids was 0.5~g ($\sim10$~mm diameter), an order of magnitude higher than predicted. The dynamical simulations of the meteoroid stream can only produce such large meteoroids arriving at Earth in 2023 with correct radiants when a very low meteoroid density of $\sim 100$~kg~m$^{-3}$ is assumed. However, this assumption cannot reproduce the activity profile. It may be reproduced by considering higher density meteoroids in a larger ecliptic plane-crossing time window ($\Delta T$ = 20 days) and trails ejected prior to 1908, but then the observed radiant structure is not reproduced.

Autoren: D. Vida, J. M. Scott, A. Egal, J. Vaubaillon, Q. -Z. Ye, D. Rollinson, M. Sato, D. E. Moser

Letzte Aktualisierung: 2024-02-12 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://arxiv.org/abs/2402.07769

Quell-PDF: https://arxiv.org/pdf/2402.07769

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

Vielen Dank an arxiv für die Nutzung seiner Open-Access-Interoperabilität.

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