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Fortschritte in der Schätzung der Fahrdynamik

Neue Methoden verbessern die Genauigkeit bei der Schätzung der Fahrzeugdynamik mithilfe von digitalen Zwillingen.

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Inhaltsverzeichnis

Im Bereich der Fahrzeugtechnik ist es super wichtig, die Fahrzeugdynamik genau einzuschätzen. Das bedeutet, zu verstehen, wie sich ein Fahrzeug unter verschiedenen Bedingungen bewegt und verhält. Traditionell haben die Techniken zur Schätzung der Fahrzeugdynamik ein gemeinsames Problem: Jede Bewegung des Fahrzeugs wird separat geschätzt. Das kann zu Ungenauigkeiten und Ineffizienzen führen, weil jeder Schätzer unabhängig arbeitet und seine eigenen Anpassungen braucht.

Um dieses Problem zu lösen, wurde ein neuer Ansatz namens Twin-in-the-Loop (TiL) Observer vorgeschlagen. Anstatt einfachere Modelle zu verwenden, um die Fahrzeugbewegungen zu schätzen, nutzt diese Methode einen digitalen Zwilling, also eine virtuelle Darstellung des Fahrzeugs, die sein Verhalten in Echtzeit simulieren kann. Dadurch sind genauere und gleichzeitige Schätzungen verschiedener Fahrzeugparameter möglich.

Das Problem mit aktuellen Schätzungstechniken

Seit den 80er Jahren arbeiten Autohersteller an Systemen, um zu steuern, wie sich Fahrzeuge verhalten, vor allem in schwierigen Situationen. Viele der wichtigen Signale, die für diese Systeme benötigt werden, sind jedoch nicht direkt messbar. Daher braucht man Geräte, die als Observer bezeichnet werden und diese versteckten Variablen schätzen können.

Aktuelle Methoden stützen sich oft auf einfachere Modelle, wie z.B. einspurige oder Viertelwagenmodelle, die nur eine begrenzte Sicht auf die Fahrzeugdynamik bieten. Viele separate Observer laufen gleichzeitig, jeder konzentriert sich auf unterschiedliche Aspekte der Fahrzeugleistung. Diese Observer laufen normalerweise auf speziellen elektronischen Steuergeräten (ECUs), was bedeutet, dass sie erhebliche Ressourcen und ständige Anpassungen erfordern.

Mit dem Fortschritt der Technologie haben Fahrzeuge jetzt viel mehr Rechenleistung zur Verfügung. Das ermöglicht es, komplexere Simulationen in Echtzeit durchzuführen. Diese Simulationen können nun detailliertere Verhaltensweisen von Fahrzeugen einbeziehen, was zur Idee führt, einen digitalen Zwilling in Schätzungssystemen zu verwenden. Das TiL-System ist ein neues Konzept, das diese Simulationen mit Echtzeitdaten kombiniert, um die Schätzgenauigkeit zu verbessern.

Vorteile der Verwendung einer TiL-Architektur

Die Verwendung einer TiL-Architektur bietet mehrere Vorteile:

  1. Integriertes System: Autohersteller nutzen bereits Fahrzeugsimulatoren für die Fahrzeugentwicklung. Mit dem TiL-Konzept können sie denselben Simulator für die Echtzeitkontrolle verwenden, ohne ein neues Modell erstellen zu müssen.

  2. Umfassende Schätzung: Ein einzelner Observer kann erstellt werden, um alle Fahrzeugzustände und relevanten Variablen gleichzeitig zu schätzen. Das bedeutet, dass nur ein System abgestimmt werden muss, statt mehrere.

  3. Umgang mit Komplexität: Der digitale Zwilling kann mit komplizierten Faktoren umgehen, wie z.B. Aerodynamik, die für Hochleistungsfahrzeuge entscheidend sind. Das ist etwas, womit einfachere Modelle Schwierigkeiten haben.

Die Komplexität des digitalen Zwillings stellt jedoch eine Herausforderung dar, da er wie eine Black Box funktioniert. Es gibt keine unkomplizierte mathematische Formulierung, die den Abstimmungsprozess leitet. Daher müssen alternative Methoden verwendet werden, um diesen Prozess zu verbessern.

Dimensionsreduktion in der Optimierung

Eine der grössten Herausforderungen bei der Abstimmung des TiL-Observers ist die hohe Dimensionalität des Optimierungsproblems. Bei der Abstimmung der Parameter kann es kompliziert werden, da es viele Variablen gibt, die angepasst werden müssen. Um dem entgegenzuwirken, sind Möglichkeiten erforderlich, die Anzahl der Dimensionen oder Parameter im Optimierungsprozess zu reduzieren.

Zwei Hauptstrategien können helfen, die Komplexität zu reduzieren: Merkmalsauswahl und Merkmalsextraktion.

  • Merkmalsauswahl: Diese Technik identifiziert und wählt eine Teilmenge relevanter Merkmale aus dem ursprünglichen Satz aus, wobei möglicherweise weniger wichtige Variablen ganz entfernt werden.

  • Merkmalsextraktion: Hier besteht das Ziel darin, neue Merkmale aus den vorhandenen zu erstellen. Anstatt Variablen zu entfernen, wird ein neuer niederdimensionaler Raum geschaffen, der die wesentlichen Elemente der ursprünglichen Daten erfasst.

In diesem Kontext werden oft lineare Ansätze verwendet, aber auch nicht-lineare Methoden können erforscht werden.

Sparse-Optimierungstechniken

Eine weitere Möglichkeit, das Dimensionsproblem zu bewältigen, ist die Sparse-Optimierung (SO). Sparse-Optimierung konzentriert sich darauf, Lösungen zu finden, die die Anzahl der nicht-null Parameter minimieren, wodurch das Problem einfacher wird. Forscher haben Sparse-Optimierung erfolgreich in verschiedenen Bereichen eingesetzt, einschliesslich der Bildbearbeitung und Datenkompression.

Eine beliebte Anwendung der Sparse-Optimierung ist die Matrixvollständigung, bei der das Ziel darin besteht, fehlende Daten in Matrizen zu ergänzen. Diese Technik minimiert den Rang oder versucht, die Komplexität des gesamten Problembereichs zu reduzieren.

Datengetriebene Verfahren

Das Ziel dieser Forschung ist es, effektive datengetriebene Methoden zu finden, um das Optimierungsproblem zu vereinfachen, ohne vorherige Kenntnisse über das System zu benötigen.

Überwachtes Dimensionalitätsreduzierung

Eine vorgeschlagene Methode namens Überwachtes Dimensionalitätsreduzierung (SDR) besteht aus einem zweistufigen Prozess. Zuerst werden die Optimierungsvariablen anhand ihrer Auswirkungen auf die Leistung bewertet. Der zweite Schritt konzentriert sich darauf, nur die relevantesten Parameter zu optimieren. Diese Methode vereinfacht das Optimierungsproblem, was es einfacher macht, gute Lösungen zu finden.

Unüberwachtes Dimensionalitätsreduzierung

Ein anderer Ansatz, der Unüberwachtes Dimensionalitätsreduzierung (UDR) genannt wird, nutzt Techniken wie die Hauptkomponentenanalyse (PCA), um die Anzahl der Parameter ohne vorherige Informationen über das System zu reduzieren. UDR kann helfen, die Funktion zu vereinfachen, indem eine handhabbarere Anzahl von Variablen verwendet wird.

Mit PCA beispielsweise wird ein hochdimensionales Problem in ein Problem mit weniger Dimensionen transformiert, was hilft, den Rechenaufwand zu reduzieren.

Kombination von Ansätzen

Forscher haben herausgefunden, dass es vorteilhaft ist, die Ansätze SDR und UDR zu kombinieren. Dadurch können sie sowohl die Dimensionalität reduzieren als auch die Leistung der relevanten Parameter verbessern. Dieser kombinierte Ansatz ermöglicht einen effizienten Optimierungsprozess, während grundlegende Merkmale der Fahrzeugdynamik beibehalten werden.

Praktische Tests und Implementierung

Um die Effektivität dieser Techniken zu validieren, wurden umfangreiche Tests mit einem Hochleistungsfahrzeug auf einer Rennstrecke durchgeführt. Die Leistung des Fahrzeugs wurde bis an ihre Grenzen getestet, wobei Daten zu verschiedenen dynamischen Aspekten gesammelt wurden. Die Tests umfassten Sensoren, die wichtige Fahrzeugoutputs wie Beschleunigung und Radgeschwindigkeiten messen.

Das Ziel war es, zu analysieren, wie gut verschiedene Techniken zur Dimensionsreduktion unter Stress abschnitten, mit einem Fokus darauf, wie genau das System die Fahrzeugdynamik in Echtzeit schätzen konnte. Die wichtigsten Ergebnisse zeigten, dass die Reduzierung der Dimensionen des Optimierungsproblems zu besseren Konvergenzraten, einer flüssigeren Leistung und verbesserter Genauigkeit führte.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Twin-in-the-Loop-Observer einen vielversprechenden Fortschritt in der Schätzung der Fahrzeugdynamik darstellt und die Möglichkeit bietet, Genauigkeit und Effizienz zu verbessern. Durch den Einsatz von Techniken zur Dimensionsreduktion und Optimierung können Forscher den Abstimmungsprozess für komplexe Fahrzeugmodelle optimieren.

Die Kombination aus überwachten und unüberwachten Strategien zeigt grosses Potenzial, komplexe Probleme zu vereinfachen und gleichzeitig wesentliche Daten zu bewahren, was letztendlich zu einer verbesserten Leistung in der Schätzung der Fahrzeugdynamik führt. Diese Forschung hebt die Balance hervor, die zwischen der Erhaltung der Tiefe der Fahrzeugsimulation und der Handhabung des Optimierungsprozesses besteht, um ihn verwaltbar und effizient zu gestalten.

Da die Technologie weiterhin voranschreitet, wird es entscheidend sein, diese fortschrittlichen Techniken zu nutzen, um die nächste Generation von Fahrzeugdynamiksystemen zu entwickeln und den Weg für smartere und zuverlässigere Automobiltechnologie zu ebnen.

Originalquelle

Titel: Automatic dimensionality reduction of Twin-in-the-Loop Observers

Zusammenfassung: State-of-the-art vehicle dynamics estimation techniques usually share one common drawback: each variable to estimate is computed with an independent, simplified filtering module. These modules run in parallel and need to be calibrated separately. To solve this issue, a unified Twin-in-the-Loop (TiL) Observer architecture has recently been proposed: the classical simplified control-oriented vehicle model in the estimators is replaced by a full-fledged vehicle simulator, or digital twin (DT). The states of the DT are corrected in real time with a linear time invariant output error law. Since the simulator is a black-box, no explicit analytical formulation is available, hence classical filter tuning techniques cannot be used. Due to this reason, Bayesian Optimization will be used to solve a data-driven optimization problem to tune the filter. Due to the complexity of the DT, the optimization problem is high-dimensional. This paper aims to find a procedure to tune the high-complexity observer by lowering its dimensionality. In particular, in this work we will analyze both a supervised and an unsupervised learning approach. The strategies have been validated for speed and yaw-rate estimation on real-world data.

Autoren: Giacomo Delcaro, Federico Dettù, Simone Formentin, Sergio Matteo Savaresi

Letzte Aktualisierung: 2024-01-18 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://arxiv.org/abs/2401.10945

Quell-PDF: https://arxiv.org/pdf/2401.10945

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

Vielen Dank an arxiv für die Nutzung seiner Open-Access-Interoperabilität.

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