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# Biologie# Zellbiologie

Erschwingliche SIM-Technologie für biowissenschaftliche Forschung

Neue Open-Source-Lösungen verbessern den Zugang zur Fluoreszenzmikroskopie für Forscher.

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Fluoreszenzmikroskopie ist ne coole Methode, um biologische Prozesse ganz genau zu untersuchen, bis runter auf Mikrometermassstab. Es hat die Sichtweise von Forschern in den Lebenswissenschaften total verändert. Aber es gibt immer noch ein paar Herausforderungen, die uns daran hindern, grosse Bereiche mit klaren Details und schnellen Geschwindigkeiten zu sehen. Neuere Bildgebungstools sind entwickelt worden, um diese Herausforderungen zu meistern, aber die brauchen oft viel Fachwissen und können ziemlich teuer sein für typische Labore in den Lebenswissenschaften.

Herausforderungen bei aktuellen Bildgebungstechniken

Forschung, besonders in der optischen Bildgebung, verlangt nach mehr Details, grösseren Flächen und schnelleren Analysen. Das ist wichtig, um zu verstehen, wie Viren mit ihren Wirten interagieren oder wie unser Immunsystem funktioniert. Leider brauchen viele hochmoderne Geräte hohe technische Fähigkeiten, um sie einzurichten oder zu bedienen. Andere, die kommerziell erhältlich sind, kommen mit hohen Preisschildern, was es schwer macht, bestehende Ausrüstung wiederzuverwenden.

Um eine bessere Auflösung zu erreichen, die über das hinausgeht, was als Beugungsgrenze bekannt ist, haben viele Forscher in den letzten zwanzig Jahren neue Methoden entwickelt. Diese Methoden beinhalten verschiedene Techniken, die oft spezielle fluoreszierende Farbstoffe und hohe Lichtintensitäten benötigen. Das kann lebende Zellen schädigen, was es schwierig macht, das Verhalten lebender Zellen genau zu beobachten.

Verständnis der strukturierten Beleuchtungsmikroskopie

Die strukturierte Beleuchtungsmikroskopie (SIM) ist so eine Methode. Es ist eine Weitwinkelbildgebungstechnik, die die Auflösung um den Faktor 2 verbessern kann. Sie benötigt weniger Photonen als andere Methoden, was sie super macht für die Bildgebung lebender Zellen, weil sie weniger Schaden anrichtet. SIM funktioniert, indem sie Lichtmuster auf fluoreszierende Proben strahlt und Bilder aus verschiedenen Positionen aufnimmt. Diese Daten werden dann auf einem Computer verarbeitet, um ein klareres Endbild zu erstellen.

Obwohl SIM eine theoretische Auflösungsgrenze hat, die ähnlich der eines konfokalen Mikroskops ist, bietet es ein besseres Signal-Rausch-Verhältnis, besonders wenn man sich feine Details ansieht. Das bedeutet, dass es schärfere Bilder von den Details, die wir untersuchen wollen, aufnehmen kann.

Neueste Entwicklungen in der strukturierten Beleuchtungsmikroskopie

Seit der Einführung von SIM haben viele seine Fähigkeiten verbessert, indem sie verschiedene Lichtmuster verwendet haben, um die Einrichtung zu vereinfachen oder die Datensammlung zu beschleunigen. Zu den jüngsten Fortschritten gehören der Einsatz von smarten Algorithmen wie Deep Learning für schnellere Bildverarbeitung oder photonischen Chips und andere kreative Tools zur Erzeugung von Lichtmustern.

Viele der heute existierenden Methoden, wie die, die teure optische Komponenten verwenden, können jedoch immer noch zu komplex für Labore sein, die sich nicht auf Optik spezialisiert haben. Das lässt viele Forscher ohne die Möglichkeit, diese leistungsstarken Bildgebungsverfahren zu nutzen.

Der Bedarf an Open-Source-Lösungen

Das Feld der "Open Microscopy" zielt darauf ab, diese Probleme anzugehen, indem es einfach nachzuvollziehende Baupläne für die Erstellung eigener Bildgebungssysteme bereitstellt. Das hilft, die Kosten für Labore niedrig zu halten, die auf fortschrittliche Bildgebungsmethoden zugreifen wollen. Unsere Arbeit trägt zu diesem Ziel bei, indem wir ein kostengünstiges Open-Source-SIM-Addon entwickeln, das an kommerzielle Mikroskope angeschlossen werden kann.

Indem wir die Ausrüstung erschwinglich und zugänglich machen, helfen wir Wissenschaftlern, wichtige Fragen in ihrer Forschung zu beantworten, ohne ein Vermögen für High-End-Ausrüstung ausgeben zu müssen.

Vorgeschlagene kostengünstige Lösung

Unser innovativer Ansatz umfasst die Erstellung eines SIM-Addons, das mit gängigen Fluoreszenzmikroskopen funktioniert. Dieses Addon besteht aus günstigen Komponenten und umfasst die notwendige Software für den Betrieb. Wir bieten detaillierte Anleitungen und Supportmaterialien, um sicherzustellen, dass Labore unser Design nachbauen und davon profitieren können.

Unser SIM-System nutzt ein digitales Mikromirrorgerät (DMD), um strukturierte Lichtmuster zu erzeugen. Dieses System verspricht, die Auflösung bis zu 1,5-mal besser als traditionelle Methoden zu verbessern. Mit klarer Dokumentation und einem einfachen Einrichtungsprozess hoffen wir, Barrieren abzubauen, die viele Wissenschaftler daran hindern, Superauflösungstechniken zu nutzen.

Mehrfarbige Bildgebung mit DMD-Technologie

Ein DMD ist ein Gerät, das Lichtmuster mit winzigen Spiegeln erzeugen kann. Es ist normalerweise in Projektoren zu finden und wurde kürzlich in verschiedenen wissenschaftlichen Anwendungen verwendet. Eine der Herausforderungen bei DMDs ist, dass sie meistens für spezifische Lichtarten entworfen sind, was es schwierig macht, sie mit mehreren Farben zu verwenden.

Um das zu überwinden, haben wir einen Weg entwickelt, DMDs für die mehrfarbige Bildgebung zu nutzen. Durch sorgfältige Planung der Winkel des einfallenden und ausgehenden Lichts können wir Probleme minimieren, die auftreten, wenn mehr als eine Farbe gleichzeitig verwendet wird.

Unser Ziel ist es, sicherzustellen, dass sowohl 488 nm als auch 635 nm Licht effektiv genutzt werden können, damit Forscher verschiedene fluoreszierende Farbstoffe anwenden können, um verschiedene biologische Prozesse zu beobachten.

Wichtige Merkmale unseres Setups

Das Design unseres SIM-Addons ist kompakt und anpassungsfähig, sodass es mit einer Vielzahl von bestehenden Mikroskopen funktioniert. Die Hardware-Einrichtung zielt darauf ab, Kosten, Benutzerfreundlichkeit und die Möglichkeit, eine verbesserte Auflösung zu erreichen, in Einklang zu bringen. Wir haben ein massgeschneidertes Gehäuse entworfen, das alle Komponenten an ihrem Platz hält, was die Montage einfach macht und die Zeit für die Ausrichtung minimiert.

Wir verwenden zwei verschiedene Laser, die Licht bei 488 nm und 635 nm emittieren. Diese Eingänge können gesteuert werden, um ihre Leistung anzupassen und die gesamten Bildgebungsfähigkeiten zu verbessern. Das Setup verwendet verschiedene Linsen und Spiegel, um das Licht präzise für optimales Imaging auszurichten.

Automatisierung und Benutzerfreundlichkeit

Wir haben unser System so programmiert, dass es in Echtzeit arbeitet. Das bedeutet, dass Forscher beim Beobachten von Experimenten mit lebenden Zellen fast sofort hochauflösende Bilder sehen können. Damit alles reibungslos läuft, wird unser System mit einer benutzerfreundlichen Software gesteuert, die alle Hardwarekomponenten, die am Bildgebungsprozess beteiligt sind, synchronisiert.

Für die Software haben wir ein Plugin entwickelt, das es Forschern ermöglicht, Experimente leicht zu starten und über eine grafische Schnittstelle zu steuern. Verschiedene Algorithmen zum Rekonstruieren von Bildern aus Rohdaten sind bereits integriert, was es einfach macht, Ergebnisse direkt nach der Datensammlung zu visualisieren.

Leistung und Ergebnisse

Unser Setup wurde mit biologischen Proben getestet, und wir fanden eine signifikante Erhöhung der Auflösung mit der SIM-Technik im Vergleich zu Standardmethoden. Mit speziellen Lichtmustern konnten wir eine Auflösung von etwa 120 nm erreichen, eine bemerkenswerte Verbesserung im Vergleich zu dem, was traditionell möglich war.

Neben einer besseren Auflösung ermöglicht unser Setup eine klarere Bildgebung von Zellstrukturen, indem es das Hintergrundrauschen reduziert. Das ist eine entscheidende Verbesserung für jeden, der Zellen untersucht, da es eine klarere Sicht auf die komplizierten Details der Zellanatomie ermöglicht.

Live-Zell-Bildgebungsmöglichkeiten

Eine der herausragenden Eigenschaften unseres Setups ist die Fähigkeit zur Live-Zell-Bildgebung. Wir haben unser System so gestaltet, dass lebende Zellen bei konstanter Temperatur gehalten werden, was entscheidend ist, um biologische Prozesse über Zeit genau zu beobachten.

In Tests haben wir erfolgreich Zeitraffer-Sequenzen lebender Zellen aufgenommen. Die Ergebnisse zeigten eine viel bessere Sicht auf die Zellaktivität im Vergleich zur Standard-Weitfeldbildgebung. Die optischen Schichtfähigkeiten von SIM machten es einfacher, spezifische Strukturen innerhalb der Zellen zu sehen und Einsichten darüber zu erhalten, wie sie sich in ihrer natürlichen Umgebung verhalten.

Fazit: Fortgeschrittene Bildgebung zugänglich machen

Wir glauben, dass unser Open-Source-SIM-Addon einen wichtigen Schritt darstellt, um fortschrittliche Bildgebungstechniken mehr Forschern zugänglich zu machen. Durch die Senkung der Kosten und die Vereinfachung des Einrichtungsprozesses können wir sicherstellen, dass mehr Labore Zugang zu Superauflösung-Bildgebungsmöglichkeiten erhalten.

Dieses Projekt bietet vielen Forschungsteams eine Möglichkeit, ihre bestehenden Mikroskope aufzurüsten, ohne umfangreiche optische Kenntnisse oder Budgets zu benötigen. Indem wir Zusammenarbeit und Wissensaustausch fördern, hoffen wir, die Qualität der wissenschaftlichen Forschung in den Lebenswissenschaften zu verbessern und wertvolle Werkzeuge für das Studium komplexer biologischer Fragen bereitzustellen.

Abschliessende Gedanken

Fluoreszenzmikroskopie ist ein mächtiges Werkzeug in der biologischen Forschung, aber der Zugang zu fortschrittlichen Bildgebungstechniken war durch Kosten und Komplexität eingeschränkt. Unser Ansatz bietet eine praktische Lösung, die nicht nur die Bildgebungsfähigkeiten verbessert, sondern auch hochwertige Forschungstools mehr Menschen zugänglich macht. Mit laufenden Entwicklungen sind wir gespannt, wie sich diese Technologie weiterentwickeln und der wissenschaftlichen Gemeinschaft zugutekommen kann.

Originalquelle

Titel: Fully-Automated Multicolour Structured Illumination Module for Super-resolution Microscopy

Zusammenfassung: In the rapidly advancing field of biological imaging, there is a great need for high-resolution imaging techniques that are both cost-effective and accessible, for example to better observe and understand dynamics in intracellular processes. Structured illumination microscopy (SIM) is the method of choice to achieve high axial and lateral resolution in living samples due to its optical sectioning and minimal phototoxicity. However, the high cost and complexity of conventional SIM systems limit their wide application. In our work, we present an open-source, fully-automated, two-color structured illumination module that is compatible with commercially available microscope stands. The compact design, consisting of low-cost single-mode fiber-coupled lasers and a digital micromirror device (DMD), is integrated into the open-source acquisition and control software (ImSwitch) in order to realize real-time super-resolution imaging. This developed system achieves up to a 1.55-fold improvement in lateral resolution compared to conventional wide-field microscopy. To rationally design this module, we developed a model to ensure optimal DMD diffraction per-formance using tilt and roll pixels, thus covering a wide range of low-cost video projectors for use in coherent SIM setups. Our goal is to democratize SIM-based super-resolution microscopy by providing both comprehensive open-source documentation and a modular software framework that works with various hardware components (e.g. cameras, stages) and reconstruction algorithms. In this way, we try to upgrade as many devices as possible to the super-resolution realm.

Autoren: Benedict Diederich, H. Wang, P. T. Brown, J. Ullom, D. P. Shepherd, R. P. Heintzmann

Letzte Aktualisierung: 2024-07-08 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.07.04.601961

Quell-PDF: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.07.04.601961.full.pdf

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

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