Wie Tiere lernen, Gerüche mit Belohnungen zu verknüpfen
Studie zeigt, wie Gehirnregionen auf Belohnungen und Gerüche reagieren.
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Inhaltsverzeichnis
Tiere können ihr Verhalten basierend auf ihren Erfahrungen mit verschiedenen Gerüchen ändern. Diese Fähigkeit, das, was sie riechen, mit ihrem Handeln zu verknüpfen, ist ein wichtiger Forschungsbereich in den Neurowissenschaften. Forscher haben Modelle entwickelt, die erklären, wie Tiere diese Assoziationen lernen, aber wir müssen noch verstehen, wie das Gehirn diese Verbindungen herstellt, insbesondere auf der Ebene der Gehirnzellen. Einige Wissenschaftler haben nach Gehirnsignalen gesucht, die anzeigen, wann ein Tier mit einer Belohnung rechnet, wie zum Beispiel wenn das Gehirn Dopamin ausschüttet. Das kann jedoch schwer zu interpretieren sein, weil viele Signale im Gehirn überlappen.
Ein neuer Ansatz zur Untersuchung von Gehirnarealen
Um besser zu verstehen, wie die Gehirne von Tieren Belohnungshinweise kodieren, schlagen wir eine Methode vor, die vergleicht, wie verschiedene Teile des Gehirns Belohnungssignale verarbeiten. Wir haben uns speziell angeschaut, wie die Hirnstruktur, die als olfaktorisches Tuberkel (OT) bekannt ist, mit einem anderen Bereich, dem ventralen Pallidum (VP), interagiert, wenn es um Belohnungen und Gerüche geht.
Das olfaktorische Tuberkel ist ein Teil des Gehirns, der bei der Verarbeitung von Gerüchen hilft und aus drei Zellschichten besteht. Die Zellen im OT verwenden spezielle Rezeptoren, die auf Dopamin reagieren, eine Chemikalie, die mit Belohnungen in Zusammenhang steht. Es erhält Eingaben von verschiedenen Gehirnbereichen, die für die Verarbeitung von Plänen und Emotionen verantwortlich sind, und hat eine starke Verbindung zum VP. Studien legen nahe, dass das OT eine Rolle bei der Verarbeitung von Belohnungen spielt. Zum Beispiel ändert sich das Verhalten der Tiere in Reaktion auf einen Geruch, wenn dieser mit einer Belohnung gekoppelt ist.
Das VP ist der Zielbereich für Signale, die aus dem OT kommen. Es hat verschiedene Arten von Neuronen, die sowohl auf positive als auch auf negative Belohnungen reagieren können. Das VP ist bekannt dafür, dass es entscheidend für die Verarbeitung von Belohnungen ist, aber es gibt immer noch Debatten darüber, welche spezifischen Arten von Informationen diese Neuronen vermitteln.
Neuronalen Reaktionen
Untersuchung von Verbindungen undIn dieser Studie wollten wir herausfinden, wie sich die Verbindungen zwischen OT und VP verändern, wenn Tiere lernen, Gerüche mit Belohnungen zu assoziieren. Wir haben zunächst klar gemacht, dass der Hauptausgang vom OT zum VP geht und nicht zu anderen Gehirnbereichen wie dem VTA, wie zuvor angenommen. Das deutet darauf hin, dass die Verbindung vom OT zum VP perfekt ist, um zu studieren, wie Belohnungshinweise zwischen verschiedenen Gehirnteilen verarbeitet werden.
Mit einer Technik namens Calcium-Imaging haben wir die Aktivität von Neuronen im OT und VP aufgezeichnet, während die Tiere lernten, verschiedene Gerüche mit Belohnungen zu assoziieren. Wir fanden heraus, dass während die VP-Neuronen Belohnungssignale auf einfache Weise kodierten, die Informationen des OT viele Details über die spezifischen Gerüche enthielten.
Experimentaufbau
Um unsere Experimente durchzuführen, verwendeten wir einen klassischen Konditionierungsansatz. Den Tieren wurden verschiedene Gerüche präsentiert, und nach jedem Geruch erhielten sie entweder eine Belohnung wie Zuckerlösung, etwas Neutrales wie einen Luftstoss oder gar nichts. Wir strukturierten die Experimente so, dass jeder Geruch mit unterschiedlichen Ergebnissen gepaart war, sodass wir sehen konnten, wie die Neuronen im Laufe der Zeit reagierten.
Wir konzentrierten uns darauf, die Aktivität spezifischer Neuronen im OT und VP mit fortgeschrittenen Bildgebungstechniken zu verfolgen. Das erlaubte uns zu sehen, wie sich die Einstellungen zu den Gerüchen änderten, während die Tiere lernten. Wir beobachteten Verhaltensweisen wie Lecken, um zu sehen, ob die Tiere lernten, Belohnungen basierend auf den Gerüchen zu erwarten, die sie begegneten.
Beobachtung von Verhaltensänderungen
Als das Training fortschritt, bemerkten wir, dass die Tiere besser darin wurden, im Voraus zu lecken, um Zucker zu erwarten, während die Gerüche gepaart waren. Am sechsten Tag des Trainings passten die Tiere ihr Leckverhalten schnell an die neuen Belohnungshinweise an.
Wir zeichneten die neuronale Aktivität während des Trainings auf und entdeckten, dass während die VP-Neuronen auf belohnende Gerüche stark reagierten, die OT-Neuronen mehr auf die Identität der Gerüche fokussiert waren als auf die damit verbundenen Belohnungen. Das deutet darauf hin, dass das VP besonders gut darin ist, zu signalisieren, wenn eine Belohnung erwartet wird, während das OT komplexere Informationen über die Gerüche selbst kodiert.
Analyse neuronaler Reaktionen
Um weiter zu erkunden, wie diese verschiedenen Gehirnregionen Belohnungssignale kodierten, quantifizierten wir die Aktivitätsniveaus der Neuronen, die auf jeden Geruch reagierten. Wir fanden heraus, dass ein grösserer Prozentsatz der VP-Neuronen auf belohnende Gerüche reagierte als die OT-Neuronen. Das zeigt, dass das VP eine bedeutende Rolle bei der Reaktion auf erwartete Belohnungen spielt, während die OT-Neuronen ein variableres Reaktionsmuster zeigten.
Durch die Untersuchung der neuronalen Reaktionen konnten wir deutliche Cluster von Neuronen im VP sehen, die stark auf belohnende Gerüche reagierten. Andererseits war die Aktivität im OT breiter verteilt und zeigte weniger Konsistenz in der Reaktion auf denselben Geruch.
Fazit und Implikationen
Aus unseren Ergebnissen schliessen wir, dass das VP stärker darauf fokussiert ist, Belohnungen zu signalisieren, während das OT ein detailliertes Verständnis der Geruchsidentität bietet. Diese Studie zeigt, wie verschiedene Teile des Gehirns zusammenarbeiten, um Assoziationen zwischen Gerüchen und Belohnungen zu bilden, was entscheidend für das Verständnis von Tierverhalten und vielleicht sogar von menschlichem Verhalten im Zusammenhang mit Lernen und Entscheidungsfindung ist.
Unsere Arbeit trägt zu dem wachsenden Forschungskorpus darüber bei, wie das Gehirn lernt, sensorische Eingaben mit Verhaltensreaktionen zu verbinden, und hebt die Bedeutung spezifischer Gehirnstrukturen bei der Verwaltung dieser Prozesse hervor. Zukünftige Studien in diesem Bereich könnten weitere Einblicke in die Komplexität von Lernen und Gedächtnis im Gehirn liefern.
Titel: Transformation of valence signaling in a striatopallidal circuit
Zusammenfassung: The ways in which sensory stimuli acquire motivational valence through association with other stimuli is one of the simplest forms of learning. Though we have identified many brain nuclei that play various roles in reward processing, a significant gap remains in understanding how valence encoding transforms through the layers of sensory processing. To address this gap, we carried out a comparative investigation of the anteromedial olfactory tubercle (OT), and the ventral pallidum (VP) - 2 connected nuclei of the basal ganglia which have both been implicated in reward processing. First, using anterograde and retrograde tracing, we show that both D1 and D2 neurons of the anteromedial OT project primarily to the VP and minimally elsewhere. Using 2-photon calcium imaging, we then investigated how the identity of the odor and reward contingency of the odor are differently encoded by neurons in either structure during a classical conditioning paradigm. We find that VP neurons robustly encode reward contingency, but not identity, in low-dimensional space. In contrast, the OT neurons primarily encode odor identity in high-dimensional space. Although D1 OT neurons showed larger responses to rewarded odors than other odors, consistent with prior findings, we interpret this as identity encoding with enhanced contrast. Finally, using a novel conditioning paradigm that decouples reward contingency and licking vigor, we show that both features are encoded by non-overlapping VP neurons. These results provide a novel framework for the striatopallidal circuit in which a high-dimensional encoding of stimulus identity is collapsed onto a low-dimensional encoding of motivational valence.
Autoren: Cory M Root, D. Lee, N. Lau, L. Liu
Letzte Aktualisierung: 2024-07-18 00:00:00
Sprache: English
Quell-URL: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2023.08.01.551547
Quell-PDF: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2023.08.01.551547.full.pdf
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
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