Die Nutzung von Sprachmodellen zur Untersuchung der menschlichen Entscheidungsfindung
Dieser Artikel untersucht, wie Sprachmodelle uns dabei helfen können, menschliche Entscheidungen zu verstehen.
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Inhaltsverzeichnis
Grosse Sprachmodelle (LLMs) haben ein paar Ähnlichkeiten gezeigt, wie sie und Menschen Entscheidungen treffen. Das hat Wissenschaftler dazu gebracht, darüber nachzudenken, ob LLMs uns helfen können, zu verstehen, wie Menschen denken. Allerdings gibt's grosse Herausforderungen, die man beachten muss. LLMs lernen aus viel mehr Informationen, als Menschen normalerweise sehen. Sie könnten auch mit Daten trainiert worden sein, die direkt aus menschlichen Handlungen in bestimmten Aufgaben stammen. Wegen dieser Gründe ist es schwer zu sagen, woher diese Verhaltensähnlichkeiten kommen.
Dieser Artikel präsentiert einen neuen Weg, um LLMs besser zu nutzen, um menschliches Entscheidungsverhalten zu verstehen. Der Ansatz hat zwei Teile: Erstens schaut er sich Aufgaben an, die sowohl LLMs als auch rationale Denker machen, um ein Problem zu lösen; zweitens untersucht er die spezifischen Arten von Aufgaben, die LLMs helfen, mehr wie Menschen zu handeln. Wir konzentrieren uns darauf, wie Menschen Entscheidungen treffen, die Risiko und Zeit betreffen, wobei ein wichtiger Teil darin besteht, mit Zahlen zu rechnen.
Entscheidungsfindung und Berechnungen
Wenn man Entscheidungen trifft, vor allem riskante, muss ein intelligentes System den erwarteten Wert der Wahl herausfinden. Das bedeutet, zu berechnen, was man von einem Glücksspiel erwarten kann, basierend auf den möglichen Ergebnissen und deren Wahrscheinlichkeiten. Einfacher gesagt, wenn man die Wahrscheinlichkeit zu gewinnen oder zu verlieren kennt, kann man bessere Entscheidungen treffen.
Bei intertemporalen Entscheidungen ist es wichtig, zu bestimmen, wann man Belohnungen bekommt. Hier muss man berechnen, wie viel zukünftige Belohnungen heute wert sind. Menschen folgen oft keinen strengen Regeln, wenn sie diese Entscheidungen treffen, weshalb es wichtig ist, zu studieren, wie Entscheidungen getroffen werden.
Einige LLMs wie GPT-3 zeigen Verhaltensweisen, die den Menschen ähnlich sind, wenn es um solche Entscheidungen geht. Allerdings gibt es eine Lücke, wenn es darum geht, wie LLMs menschliche Entscheidungen darstellen. Das wirft Fragen auf, wie wir LLMs dazu bringen können, Entscheidungen wie Menschen zu treffen.
Die Rolle von synthetischen Daten
Um dieses Problem anzugehen, haben wir synthetische Datensätze mit mathematischen Gleichungen erstellt. Ziel war es, ein kleines Sprachmodell zu schulen, um einfache Rechnungen durchzuführen. Dieses Modell, das wir Arithmetic-GPT genannt haben, wurde mit einem Datensatz trainiert, der reale Situationen nachahmt.
Unser Modell wurde darauf trainiert, alle Arten von einfacher Arithmetik zu bewältigen. Nach dem Training haben wir das Modell eingefroren, um zu bewerten, wie gut es mit Wahlaufgaben umgehen kann und wie seine Entscheidungen im Vergleich zu denen von Menschen aussehen. Dabei ging es darum herauszufinden, ob das Modell menschliches Verhalten bei Entscheidungsaufgaben vorhersagen kann.
Wir haben auch verschiedene Arten von Datenverteilungen betrachtet. Zum Beispiel kann die Art und Weise, wie Wahrscheinlichkeiten und Werte verteilt sind, beeinflussen, wie Entscheidungen getroffen werden. Durch das Studium dieser Verteilungen, insbesondere von denen, die reale Situationen widerspiegeln, fanden wir heraus, dass das Modell menschliche Entscheidungen besser vorhersagen konnte.
Trainingsdetails und Methoden
Wir haben eine spezifische Methode verwendet, um unsere synthetischen Datensätze zu erstellen, wobei der Fokus darauf lag, zahlreiche Gleichungen mit Addition, Subtraktion und Multiplikation zu generieren. Das Modell lernte aus diesen Gleichungen, um die grundlegenden Prinzipien hinter der Entscheidungsfindung zu begreifen.
Das Training beinhaltete die Verwendung einer grossen Anzahl von Beispielen, um das Modell richtig mit Berechnungen zu schulen. Wir haben verschiedene Versionen der Trainingsdaten erstellt, um herauszufinden, welche am effektivsten war, um dem Modell zu helfen, besser bei Entscheidungsaufgaben abzuschneiden.
Um zu verstehen, wie gut unser Modell abschneidet, haben wir es mit verschiedenen anderen Methoden verglichen, die versuchen, menschliche Entscheidungen zu erklären. Zum Beispiel betrachteten wir traditionelle Modelle, die seit Jahrzehnten verwendet werden, um zu erklären, wie Menschen Entscheidungen unter Risiko und Zeitdruck treffen.
Ergebnisse der Modellvergleiche
Als wir analysierten, wie gut die Vorhersagen unseres Modells mit menschlichen Entscheidungen übereinstimmten, waren die Ergebnisse vielversprechend. Arithmetic-GPT zeigte eine gute Übereinstimmung mit den tatsächlichen Entscheidungen der Menschen. Es schnitt besser ab als einige traditionelle Methoden aus der Psychologie und Ökonomie, was darauf hindeutet, dass das Training mit der richtigen Art von Daten den Modellen helfen kann, menschliches Entscheidungsverhalten besser zu verstehen.
Wir haben auch untersucht, wie andere Modelle abgeschnitten haben. Einige wurden direkt mit Datensätzen trainiert, die auf menschlichem Verhalten basieren, während andere unterschiedliche Ansätze hatten. Im Allgemeinen hatte unser Modell mit synthetischen Daten eine starke Leistung und zeigte, dass die Art und Weise, wie wir Modelle trainieren, eine grosse Rolle spielt.
Verständnis menschlicher Verhaltensweisen
Wir haben uns etwas Zeit genommen, um zu schauen, warum unser Modell menschliche Verhaltensweisen effektiv erfassen könnte. Ein Grund könnte sein, wie wir die Daten für das Training vorbereitet haben. Indem wir Daten verwendet haben, die echten Situationen ähneln, schien das Modell ähnliche Muster zu lernen, die Menschen bei Entscheidungen zeigen.
Die Vergleiche zeigten, dass die Art und Weise, wie Wahrscheinlichkeiten und Werte in unseren Trainingsdatensätzen präsentiert werden, dem Modell geholfen hat, starke Verbindungen zu menschlichem Verhalten herzustellen. Durch die Analyse der Gewichte und Funktionen des Modells fanden wir heraus, dass es viele bekannte Theorien aus der Verhaltensökonomie replizierte.
Implikationen für die kognitive Wissenschaft
Diese Ergebnisse sind bedeutend für Forscher, die versuchen, menschliche Kognition zu verstehen. Sie weisen auf einen Weg hin, wie man studieren kann, wie Menschen Entscheidungen treffen, insbesondere wie sie Risiken und Belohnungen abwägen. Während traditionelle Ansichten von Menschen als völlig rationalen Wesen nicht standhalten, deutet unser Modell darauf hin, dass die Verwendung von computergestützten Aufgaben im Training helfen könnte, die Lücke zwischen menschlichem Verhalten und maschinellem Lernen zu schliessen.
Es öffnet auch die Tür für zukünftige Studien, die verschiedene Entscheidungsbereiche jenseits von Risiko- und Zeiteinstellungen erkunden können. Die Fähigkeit, das Training des Modells an verschiedene Entscheidungsstile anzupassen, könnte zu neuen Erkenntnissen in der Psychologie und kognitiven Wissenschaft führen.
Einschränkungen und zukünftige Richtungen
Trotz der positiven Ergebnisse gibt es immer noch Hürden, die in dieser Forschungsrichtung überwunden werden müssen. Zum einen kann die Art der verwendeten Daten zum Trainieren von LLMs stark variieren, und nicht alle Modelle werden ideal trainiert. Der Zugang zu Trainingsdaten für grössere Modelle ist oft begrenzt, was es schwierig macht, ihre Entscheidungsprozesse vollständig zu verstehen.
Zukünftige Forschungen können daran arbeiten, die Arten von Daten, die im Training verwendet werden, zu erweitern. Indem sie vielfältigere Datensätze und möglicherweise andere Trainingstechniken untersuchen, können Wissenschaftler bessere Wege finden, menschliches Denken und Problemlösung zu modellieren.
Ein weiteres Verbesserungsgebiet ist die Grösse und Architektur des Modells. Aktuelle Experimente basierten auf einer spezifischen Struktur und Methode, aber das Erkunden anderer Rahmenbedingungen könnte zu anderen Ergebnissen führen. Die Schätzung der minimalen Grösse, die nötig ist, damit das Modell effektiv im Vergleich zur menschlichen Entscheidungsfindung funktioniert, könnte weitere Einblicke bieten.
Fazit
Zusammenfassend haben die jüngsten Fortschritte mit LLMs Möglichkeiten geschaffen, unser Verständnis der menschlichen Kognition zu erweitern. Der Ansatz mit Arithmetic-GPT zeigt, wie das Trainieren von Modellen mit fokussierten, relevanten synthetischen Datensätzen zu kraftvollen Werkzeugen führen kann, um menschliches Entscheidungsverhalten zu erkunden. Diese Forschung eröffnet neue Wege, um zu untersuchen, wie wir denken, Entscheidungen treffen und wie Maschinen möglicherweise diese Prozesse spiegeln können. Während wir weiterhin unsere Methoden verfeinern und mit verschiedenen Techniken experimentieren, könnten wir sogar tiefere Verbindungen zwischen maschinellem Lernen und menschlichem Denken entdecken.
Titel: Language Models Trained to do Arithmetic Predict Human Risky and Intertemporal Choice
Zusammenfassung: The observed similarities in the behavior of humans and Large Language Models (LLMs) have prompted researchers to consider the potential of using LLMs as models of human cognition. However, several significant challenges must be addressed before LLMs can be legitimately regarded as cognitive models. For instance, LLMs are trained on far more data than humans typically encounter, and may have been directly trained on human data in specific cognitive tasks or aligned with human preferences. Consequently, the origins of these behavioral similarities are not well understood. In this paper, we propose a novel way to enhance the utility of LLMs as cognitive models. This approach involves (i) leveraging computationally equivalent tasks that both an LLM and a rational agent need to master for solving a cognitive problem and (ii) examining the specific task distributions required for an LLM to exhibit human-like behaviors. We apply this approach to decision-making -- specifically risky and intertemporal choice -- where the key computationally equivalent task is the arithmetic of expected value calculations. We show that an LLM pretrained on an ecologically valid arithmetic dataset, which we call Arithmetic-GPT, predicts human behavior better than many traditional cognitive models. Pretraining LLMs on ecologically valid arithmetic datasets is sufficient to produce a strong correspondence between these models and human decision-making. Our results also suggest that LLMs used as cognitive models should be carefully investigated via ablation studies of the pretraining data.
Autoren: Jian-Qiao Zhu, Haijiang Yan, Thomas L. Griffiths
Letzte Aktualisierung: 2024-05-29 00:00:00
Sprache: English
Quell-URL: https://arxiv.org/abs/2405.19313
Quell-PDF: https://arxiv.org/pdf/2405.19313
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.
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