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# Elektrotechnik und Systemtechnik# Robotik# Systeme und Steuerung# Systeme und Steuerung

Eine neue Art, Roboterarme zu steuern

Innovative Augensteuerungsoberfläche hilft Menschen mit Lähmung, unabhängig zu sein.

― 6 min Lesedauer


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Inhaltsverzeichnis

Menschen mit Lähmungen, besonders die, die ihre Arme oder Beine nicht bewegen können, haben oft Schwierigkeiten im Alltag. Die brauchen Hilfsmittel, die ihnen helfen, ein bisschen mehr Unabhängigkeit zurückzugewinnen. Eine vielversprechende Lösung sind unterstützende Roboterarme. Diese Geräte können den Nutzern helfen, Dinge aufzuheben und zu bewegen, wodurch sie alltägliche Aufgaben einfacher erledigen können.

Aber die Steuerung dieser Roboterarme ist nicht so einfach. Nutzer mit Lähmungen haben oft eine eingeschränkte Möglichkeit, mit traditionellen Steuerungssystemen umzugehen. Daher ist es wichtig, einen einfachen und effektiven Weg zu finden, diese Geräte zu steuern, um die Autonomie der Nutzer zu verbessern.

Neueste Fortschritte in der Augenverfolgungstechnologie haben Türen für blickbasierte Steuersysteme geöffnet. Diese Systeme ermöglichen es den Nutzern, Roboter mit ihren Augenbewegungen zu steuern. Dieser Artikel stellt eine neue Schnittstelle namens Diegetic Graphical User Interface (D-GUI) vor. Dieser Ansatz erlaubt es den Nutzern, mit Roboterarmen durch einfache visuelle Hinweise in ihrer Umgebung zu interagieren.

Die Herausforderung der Lähmung

Tetraplegie ist eine Erkrankung, bei der eine Person die Fähigkeit verliert, alle vier Gliedmassen aufgrund von Verletzungen oder Krankheiten zu bewegen. Das kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Selbst mit Fortschritten im Gesundheitswesen sind Menschen mit Tetraplegie oft auf andere angewiesen, um alltägliche Aktivitäten durchzuführen. Diese Abhängigkeit kann zu emotionalem und finanziellem Stress sowohl für die betroffene Person als auch deren Familien führen.

Trotz besserer Gesundheitsresultate für Menschen mit Tetraplegie bleibt der Bedarf an langfristiger Pflege hoch. Viele Menschen benötigen umfangreiche Unterstützung, um grundlegende Aufgaben wie Essen, Ankleiden und Halten von Gegenständen zu erledigen. Traditionelle Hilfsvorrichtungen können helfen, fehlen jedoch oft die benutzerfreundlichen Steuerungen, die für Menschen mit schweren Mobilitätseinschränkungen nötig sind.

Unterstützende Robotik

Unterstützende Robotik zielt darauf ab, Menschen mit Behinderungen ein Stück Unabhängigkeit zurückzugeben. Roboterarme können Aufgaben erledigen wie das Aufheben von Gegenständen, beim Füttern helfen oder sogar Haushaltsarbeiten übernehmen. Die Herausforderung liegt jedoch darin, wie die Nutzer mit diesen Maschinen interagieren.

Die meisten bestehenden robotischen Systeme basieren auf Tasten oder Joysticks zur Steuerung der Bewegungen. Für Menschen mit Tetraplegie oder ähnlichen Zuständen können diese Steuerungen zu komplex oder sogar unmöglich zu nutzen sein. Diese Einschränkung zeigt den Bedarf an natürlichen und zugänglichen Steuerungsmechanismen.

Augenverfolgungstechnologie

Augenverfolgungstechnologie hat das Potenzial, die Kluft zwischen Nutzern mit eingeschränkter Mobilität und unterstützenden Geräten zu überbrücken. Indem wir verfolgen, wohin eine Person schaut, können wir diese Bewegungen in Befehle für den Roboterarm umsetzen. Systeme zur Augenverfolgung haben in verschiedenen Bereichen, einschliesslich Kommunikationshilfen und Rollstuhlsteuerung, vielversprechende Ergebnisse gezeigt.

Diese Systeme können weniger invasiv sein und benötigen weniger Training als traditionelle Motorinterfaces. Die meisten Menschen mit Tetraplegie behalten eine gute Kontrolle über ihre Augenbewegungen, wodurch Augenverfolgung eine praktikable Option zur Steuerung von Robotergeräten darstellt.

Einführung der Diegetic Graphical User Interface

Die Diegetic Graphical User Interface (D-GUI) ist ein neues System, das entwickelt wurde, um die Robotsteuerung für Nutzer mit eingeschränkter Mobilität zu vereinfachen. Im Gegensatz zu traditionellen grafischen Benutzeroberflächen auf Bildschirmen verwendet die D-GUI physische Symbole, die in der realen Welt platziert sind. Dieser Ansatz erlaubt es den Nutzern, direkt mit dem Roboter durch ihren Blick zu interagieren.

Mit D-GUI sind physische Tasten in die Umgebung oder direkt in den Roboter eingebettet. Nutzer können diese Tasten einfach durch Hinschauen aktivieren. Diese Methode verringert die Notwendigkeit für komplexe Augenbewegungen und macht die Interaktion intuitiver.

Wie D-GUI funktioniert

Das D-GUI-System verwendet eine Augenverfolgungsbrille mit einer Kamera, um zu erkennen, wo der Nutzer hinschaut. Das System erkennt physische Tasten, die spezifische Marker haben. Wenn der Nutzer für einen kurzen Moment auf eine Taste schaut, löst das System die mit dieser Taste verbundene Aktion aus.

Die Tasten können leicht verschoben oder geändert werden, je nach den Vorlieben des Nutzers, und ermöglichen so ein personalisiertes Erlebnis. Diese Flexibilität ist entscheidend, um die einzigartigen Bedürfnisse jeder Person zu berücksichtigen.

Testen des Systems

Um die Effektivität der D-GUI zu bewerten, wurde eine Studie durchgeführt, an der Teilnehmer aus verschiedenen Hintergründen und Altersgruppen teilnahmen. Jeder Teilnehmer nutzte das System, um eine standardisierte Aufgabe abzuschliessen, die als Yale-CMU-Berkeley (YCB) Block Pick and Place-Protokoll bekannt ist. Dieser Test misst, wie genau und effizient Nutzer Blöcke mit dem Roboterarm aufheben und platzieren können.

Die Teilnehmer berichteten, dass sie das System einfach zu bedienen fanden. Viele erzielten hohe Genauigkeitswerte mit minimalem Training. Die durchschnittliche Leistung zeigte, dass die Nutzer den Roboterarm kompetent mit der D-GUI steuern konnten.

Nutzererfahrung

Das Feedback der Teilnehmer deutete auf eine positive Nutzererfahrung hin. Die meisten fanden die Schnittstelle intuitiv und berichteten über eine geringe kognitive Belastung während der Nutzung. Sie fühlten sich sicher in ihrer Fähigkeit, den Roboterarm effektiv zu steuern.

Die Teilnehmer erwähnten auch, dass das Layout der Tasten für mehr Komfort und Benutzerfreundlichkeit angepasst werden könnte. Einige schlugen vor, visuelles Feedback einzuführen, um anzuzeigen, wann eine Aktion ausgelöst wurde, was das Gesamterlebnis verbessern könnte.

Die Zukunft der unterstützenden Robotik

Die D-GUI stellt einen bedeutenden Fortschritt in der unterstützenden Robotik dar. Sie geht auf mehrere zentrale Herausforderungen ein, mit denen Nutzer mit Lähmungen konfrontiert sind. Indem sie sich auf eine intuitive, bildschirmlose Schnittstelle konzentriert, erhöht das System die Zugänglichkeit für Menschen mit schweren Mobilitätseinschränkungen.

In Zukunft ist weitere Forschung nötig, um die Technologie zu verfeinern und ihre Anwendungen in verschiedenen Szenarien zu erkunden. Zukünftige Entwicklungen könnten die Integration komplexerer Aufgaben und die Verbesserung der Feedbacksysteme umfassen, um den Nutzern eine bessere Kontrolle und Sicherheit zu geben.

Fazit

Assistive Technologie ist entscheidend, um die Lebensqualität von Menschen mit Lähmungen zu verbessern. Die Diegetic Graphical User Interface stellt eine vielversprechende Innovation in diesem Bereich dar. Indem sie die Steuerung durch natürliche Augenbewegungen ermöglicht, befähigt sie die Nutzer, ihre Autonomie und Unabhängigkeit in ihren täglichen Aktivitäten zurückzugewinnen. Das positive Feedback der Nutzer hebt das Potenzial dieses Systems hervor, ein wertvolles Werkzeug in der unterstützenden Robotik zu werden. Fortgesetzte Forschung und Entwicklung werden helfen, ihre Anwendungen zu erweitern und das Nutzererlebnis zu verbessern.

Durch Fortschritte wie die D-GUI können wir einer Zukunft entgegenblicken, in der Menschen mit Behinderungen mehr Möglichkeiten haben, mit der Welt um sie herum zu interagieren, was letztlich zu mehr Inklusion und Unabhängigkeit führt.

Originalquelle

Titel: Diegetic Graphical User Interfaces and Intuitive Control of Assistive Robots via Eye-gaze

Zusammenfassung: Individuals with tetraplegia and similar forms of paralysis suffer physically and emotionally due to a lack of autonomy. To help regain part of this autonomy, assistive robotic arms have been shown to increase living independence. However, users with paralysis pose unique challenging conditions for the control of these devices. In this article, we present the use of Diegetic Graphical User Interfaces, a novel, intuitive, and computationally inexpensive approach for gaze-controlled interfaces applied to robots. By using symbols paired with fiducial markers, interactive buttons can be defined in the real world which the user can trigger via gaze, and which can be embedded easily into the environment. We apply this system to pilot a 3-degree-of-freedom robotic arm for precision pick-and-place tasks. The interface is placed directly on the robot to allow intuitive and direct interaction, eliminating the need for context-switching between external screens, menus, and the robot. After calibration and a brief habituation period, twenty-one participants from multiple backgrounds, ages and eye-sight conditions completed the Yale-CMU-Berkeley (YCB) Block Pick and Place Protocol to benchmark the system, achieving a mean score of 13.71 out of the maximum 16.00 points. Good usability and user experience were reported (System Usability Score of 75.36) while achieving a low task workload measure (NASA-TLX of 44.76). Results show that users can employ multiple interface elements to perform actions with minimal practice and with a small cognitive load. To our knowledge, this is the first easily reconfigurable screenless system that enables robot control entirely via gaze for Cartesian robot control without the need for eye or face gestures.

Autoren: Emanuel Nunez Sardinha, Marcela Munera, Nancy Zook, David Western, Virginia Ruiz Garate

Letzte Aktualisierung: 2024-01-08 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://arxiv.org/abs/2401.03944

Quell-PDF: https://arxiv.org/pdf/2401.03944

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

Vielen Dank an arxiv für die Nutzung seiner Open-Access-Interoperabilität.

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