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# Biologie# Systembiologie

Auswirkungen elektrischer Stimuli auf Entzündungen

Untersuchen, wie elektrische Ströme Entzündungen in gesunden und entzündeten Zellen beeinflussen.

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Die Nutzung von physikalischen Reizen in der Therapie ist ein vielfältiges Studienfeld. Diese Vielfalt kommt aus unterschiedlichen Gründen, unter anderem aus verschiedenen Ansätzen biologischen Wissens und einem Mangel an einheitlichen Methoden. Das macht es schwer, Ergebnisse zu vergleichen und Erkenntnisse in praktische Behandlungen umzusetzen. Unsere aktuellen Diskussionen zeigen, wie diese Probleme in medizinischen Gesprächen auftauchen. Wir glauben, dass ein klareres Verständnis der Auswirkungen physikalischer Reize wertvoll sein kann, insbesondere in Bezug auf Entzündungen.

Erstellung eines 3D-Modells

Um diese Herausforderungen zu bewältigen, haben wir ein einfaches 3D-Modell entwickelt, das menschliche Zellen auf eine bestimmte Weise angeordnet enthält. Das Modell hat menschliche Fibroblasten (Zellen, die helfen, das Bindegewebe zu bilden), die in einer Kollagenstruktur eingebettet sind, mit menschlichen Keratinozyten (Hautzellen) oben drauf. Dieses Setup ermöglicht es uns, unsere Experimente zu standardisieren. Mit diesem Modell wollen wir beobachten, wie verschiedene physikalische Reize die Entzündung beeinflussen.

Arten von Reizen

Wir haben uns entschieden, vier Arten von elektrischen Strömen zu testen: zwei Gleichstrom (DC)-Typen bei 1 Volt und 5 Volt sowie zwei Wechselstrom (AC)-Typen bei 5 Volt mit Frequenzen von 10 Hz und 100 Hz. In allen Tests werden wir sowohl normale (gesunde) als auch entzündete Bedingungen betrachten. Wir werden Messungen zu drei wichtigen Zeitpunkten vornehmen: vor jeder Behandlung, eine Stunde nach der Behandlung und 48 Stunden nach der Behandlung.

Erste Ergebnisse

Frühe Analysen zeigen, dass die AC-Typen keinen signifikanten Einfluss auf Entzündungen haben. Sie beeinflussen jedoch das Zellwachstum, abhängig vom Zustand des Modells und der verwendeten Frequenz. Im Gegensatz dazu hat sich gezeigt, dass der 5-Volt-DC-Typ hilft, Entzündungen zu lösen, während der 1-Volt-DC-Typ anscheinend einen verlängerten Zustand der Entzündung in gesunden Proben verursacht. Diese Studie erweitert frühere Arbeiten, die verschiedene Effekte elektrischer Reize auf verschiedene Zelltypen und Bedingungen betrachteten.

Das Experiment-Setup

Um unser 3D-Modell zu erstellen, haben wir mehrere Komponenten gemischt, darunter Kollagen, Wasser und menschliche Fibroblasten, um eine gelartige Substanz zu bilden. Diese wurde zum Aushärten gebracht, um eine dermale Schicht zu schaffen. Nach drei Tagen haben wir menschliche Keratinozyten in die obere Schicht gegeben. Dieses Modell wurde zwei Wochen lang gehalten, um sicherzustellen, dass die Zellen richtig wachsen.

Um Entzündungen zu simulieren, haben wir eine bekannte entzündliche Substanz (TNF-α) in das Modell gegeben, bevor wir unsere elektrischen Reize anwendeten. Wir haben die Bedingungen sorgfältig kontrolliert, um die Zellen gesund und aktiv zu halten, indem wir regelmässig das Medium gewechselt haben. Die elektrische Stimulation wurde einmal zu Beginn des Experiments mit sterilen Akupunkturnadeln angewendet.

Analysetechniken

Wir haben fortschrittliche Techniken verwendet, um zu analysieren, wie die unterschiedlichen Bedingungen die Genexpression und die Stoffwechselaktivität beeinflussten. Wir haben RNA aus den Proben extrahiert und sequenziert, um zu überprüfen, welche Gene unter verschiedenen Bedingungen aktiv waren. Für den Stoffwechsel haben wir NMR-Spektroskopie genutzt, um Veränderungen im Wachstumsmedium zu verstehen und verschiedene Metaboliten zu identifizieren, die während des Experiments vorhanden oder genutzt wurden.

Ergebnisse

Die Ergebnisse zeigten deutliche Unterschiede darin, wie die elektrischen Ströme die Zellen basierend auf ihrem Zustand (gesund vs. entzündet) und dem verwendeten Stromtyp beeinflussten. Bei den gesunden Proben führten nur ein Typ von Gleichstrom (DC1) und Wechselstrom mit höherer Frequenz (AC100) zu bleibenden Veränderungen in der Entzündungsaktivität.

Interessanterweise führte der DC1 zu erhöhten Entzündungen und Aktivität bestimmter Immunfunktionen, während der AC100 einige zelluläre Prozesse, die mit der Immunantwort verbunden sind, zu unterdrücken schien, was darauf hinweist, dass unterschiedliche Formen von Strom gegensätzliche Effekte auf die Entzündung haben können.

Andererseits, als wir uns die entzündeten Proben ansahen, erhöhten alle Arten von elektrischen Strömen vorübergehend die Entzündungsaktivität zur ein-Stunden-Marke, aber dieser Effekt liess nach 48 Stunden nach, mit Ausnahme des 5-Volt-Gleichstroms (DC5), der weiterhin Effekte zeigte, die mit der Wundheilung verbunden sind.

Zeitabhängige Effekte

Als wir betrachteten, wie sich die Effekte über die Zeit veränderten, fanden wir heraus, dass die entzündeten Proben über die Dauer des Experiments einen Rückgang einiger Marker, die mit dem Zellwachstum verbunden sind, zeigten. Das deutet darauf hin, dass, während Entzündungen einige anfängliche Reaktionen stimulieren mögen, sie letztendlich zu einem Rückgang der effektiven Heilung im Laufe der Zeit führen.

Bei den gesunden Proben beobachteten wir, dass die Gleichstromtypen nachhaltigere Effekte auf inflammatorische Marker hatten, was auf einen Weg hindeutet, der über die Zeit zu einem pro-inflammatorischen Zustand führt, selbst wenn die anfängliche Stimulation nicht vorhanden war.

Unterschiede basierend auf dem Zustand

Der Zustand der Proben - ob gesund oder entzündet - hatte einen signifikanten Einfluss auf die Reaktion auf die elektrische Stimulation. In unseren Erkenntnissen zeigten die entzündeten Proben im Allgemeinen ausgeprägtere Unterschiede in den zellulären Reaktionen im Vergleich zu den gesunden Proben.

Zum Beispiel stellten wir fest, dass die Wechselströme (AC) im Allgemeinen zu reduzierten Massen von Entzündungen in entzündeten Proben führten, im Gegensatz zu ihren Effekten auf gesunde Proben, bei denen sie manchmal die zelluläre Aktivität in Bezug auf die Entzündung erhöhten.

Zukünftige Richtungen

Angesichts der Ergebnisse dieser ersten Untersuchung gibt es mehrere zukünftige Richtungen für diese Forschungsrichtung. Erstens ist es wichtig, andere Spannungen und Frequenzen für sowohl Gleich- als auch Wechselströme zu erkunden, um umfassendere Daten darüber zu sammeln, wie sie unterschiedliche Gewebszustände beeinflussen.

Zweitens wird es von Vorteil sein, die genauen biologischen Mechanismen hinter den beobachteten Effekten zu untersuchen. Dies könnte beinhalten, auch andere Faktoren wie die Rolle verschiedener Immunzellen oder Stoffwechselwege zu betrachten.

Zuletzt wird es notwendig sein, diese Laborergebnisse in praktische Therapien zu übersetzen, was weitere Tests in komplexeren biologischen Systemen erfordert, idealerweise in klinischen Studien, die die Sicherheit und Wirksamkeit von Elektrotherapie zur Behandlung von entzündlichen Erkrankungen beim Menschen bewerten.

Fazit

Zusammenfassend hebt diese Forschung das komplexe Zusammenspiel zwischen elektrischen Reizen und biologischen Reaktionen in verschiedenen Gewebszuständen hervor. Obwohl es noch viel zu lernen gibt, deuten die Ergebnisse darauf hin, dass elektrische Therapie eine Rolle bei der Behandlung von Entzündungen spielen könnte, insbesondere unter bestimmten Bedingungen. Eine fortgesetzte Erkundung in diesem Bereich könnte zu effektiveren Behandlungsoptionen für Patienten mit entzündlichen Erkrankungen führen.

Originalquelle

Titel: Differential Anti-Inflammatory Effects of Electrostimulation in a Standardized Setting

Zusammenfassung: The therapeutic usage of physical stimuli is framed in a highly heterogeneous research area, with variable levels of maturity and of translatability into clinical application. In particular, electrostimulation is deeply studied for its application on the autonomous nervous system, but less is known about the anti-inflammatory effects of such stimuli beyond the inflammatory reflex. Further, reproducibility and meta-analyses on existing results are extremely challenging, owing to the limited rationale on dosage and experimental standardization. In this work we propose a series of controlled experiments on the effects of electrical stimuli (in direct and alternate current) delivered on a standardized 3D bioconstruct constituted by fibroblasts and keratinocytes in a collagen matrix. Transcriptomics backed by metabolomics at selected time points allow to obtain a first systematic overview of the biological functions at stake, highlighting the differential anti-inflammatory potential of such approaches, with promising results for 5V direct current stimuli. We hope that our results will trigger an interest and a facilitation in the study of the anti-inflammatory effects of physical stimuli, highlighting not only the potential but also the limitations of such approaches, offering, ultimately, solid evidence for future translation into the clinic.

Autoren: Christine Nardini, B. Di Pietro, S. Villata, S. Dal MOnego, M. Degasperi, V. Ghini, T. Guarnieri, A. Plaksienko, Y. Liu, V. Pecchioli, L. Manni, L. Tenori, D. Licastro, C. Angelini, L. Napione, F. Frascella

Letzte Aktualisierung: 2024-07-10 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.07.05.602081

Quell-PDF: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.07.05.602081.full.pdf

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

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