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# Gesundheitswissenschaften # Onkologie

Automatisierung der Klassifikation von Krebsstudien mit KI

Ein neuer Klassifikator nutzt KI, um die Analyse von Onkologie-Studien zu optimieren.

Fabio Dennstädt, Paul Windisch, Irina Filchenko, Johannes Zink, Paul Martin Putora, Ahmed Shaheen, Roberto Gaio, Nikola Cihoric, Marie Wosny, Stefanie Aeppli, Max Schmerder, Mohamed Shelan, Janna Hastings

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KI in der Krebsforschung KI in der Krebsforschung Klassifizierung von Onkologie-Studien. Ein neues KI-Tool verwandelt die
Inhaltsverzeichnis

In den letzten Jahren gab's einen riesigen Anstieg an biomedizinischer Forschung, die veröffentlicht wird. Mit diesem massiven Wachstum ist es echt eine Herausforderung geworden, schnell all die wissenschaftlichen Infos zu finden und zu verstehen, die Ärzten helfen können, Entscheidungen über die Patientenversorgung zu treffen. Das gilt besonders in der Onkologie, dem Bereich der Medizin, der sich mit Krebs beschäftigt. In diesem schnelllebigen Feld gelten randomisierte kontrollierte Studien (RCTs) als die beste Möglichkeit, um solide Beweise für Entscheidungen zu sammeln.

Die Bedeutung der Klassifizierung von Studiendaten

Die Klassifizierung von Daten aus klinischen Studien ist echt wichtig, weil die Diagnose und Behandlung von Krebs oft verschiedene Klassifizierungssysteme benötigt. Diese Systeme können Tumorstadien umfassen, die zeigen, wie weit sich der Krebs ausgebreitet hat (wie TNM), molekulare und genetische Klassifikationen und Risikobewertungen wie den Gleason-Score für Prostatakrebs. Ausserdem werden Gesundheits-Skalen wie der ECOG- oder Karnofsky-Performance-Status verwendet. Wenn man dann die Vielzahl an Settings und Zielen der unterschiedlichen Studien dazunimmt, wird's kompliziert. Studien können sich auf verschiedene Ergebnisse konzentrieren, wie das Gesamtüberleben, das progressionsfreie Überleben oder sogar Qualitätsmessungen der Lebensqualität.

Bei so vielen Infos da draussen wird es unmöglich, alles manuell im Auge zu behalten. Da kommt Technologie ins Spiel. Man hat angefangen, natürliche Sprachverarbeitung (NLP) zu nutzen, um Klinische Studien automatisch zu klassifizieren und spezifische Fragen darüber zu beantworten.

Die Herausforderung, Schritt zu halten

Jedes Jahr werden unzählige Studien veröffentlicht, und allein auf ClinicalTrials.gov – einer offiziellen Datenbank für klinische Studien – gibt es etwa eine halbe Million registrierte Studien. Ein grosser Teil davon ist in der Onkologie. Eine automatisierte Klassifizierung von Onkologiestudien könnte echt hilfreich sein. Dadurch würden systematische Reviews und Meta-Analysen, also Wege zur Synthese von Forschungsergebnissen, viel einfacher werden und die Studien wären aktueller.

Aktuelle Werkzeuge und ihre Mängel

Momentan gibt's einige Tools wie Trialstreamer, die eine Mischung aus maschinellem Lernen und regelbasierten Methoden verwenden, um mit RCTs zu arbeiten. Diese Tools haben recht gut darin abgeschnitten, wichtige Details aus wissenschaftlichen Abstracts herauszuholen. Sie können Studien mit hoher Genauigkeit klassifizieren, indem sie Techniken wie das Fein-Tuning von maschinellen Lernmodellen nutzen. Aber da ist noch Luft nach oben.

Stell dir ein System vor, das nicht nur eine Studie klassifiziert, sondern jede Frage dazu beantworten kann, ohne dass man jedes Mal spezielle Anpassungen vornehmen muss. Das könnte richtig was verändern. Die Herausforderung ist, dass viele klassische NLP-Methoden, wie einfache Textklassifizierungsmodelle, Schwierigkeiten haben, mit der Vielzahl an Aufgaben umzugehen, die sie bewältigen müssen.

Die grossen Sprachmodelle kommen ins Spiel

Grosse Sprachmodelle (LLMs) können riesige Mengen an Text durchforsten und Einblicke liefern, wie wir sie bisher nicht gesehen haben. Sie haben vielversprechende Ergebnisse bei verschiedenen Aufgaben gezeigt, wie medizinische Themen zu beantworten, klinische Dokumente zusammenzufassen und nützliche Daten aus grossen, unstrukturierten Texten zu extrahieren.

In einem aktuellen Projekt haben Forscher ein Framework entwickelt, das LLMs nutzt, um Titel und Abstracts automatisch zu screenen. Dieses System zeigte ermutigende Ergebnisse in verschiedenen medizinischen Bereichen.

Die Aufgabe, onkologische Studien zu klassifizieren

In einem Folgeprojekt wollten die Forscher herausfinden, ob sie einen allgemeinen Klassifizierer entwickeln könnten. Dieses Tool sollte verschiedene Fragen zu onkologischen Studien mithilfe von Texten aus Publikationen beantworten. Ziel war es, den Klassifizierungsprozess einfach und flexibel zu gestalten.

So funktioniert der allgemeine Klassifizierer

Das Team hat einen einfachen Ansatz entwickelt, um LLMs zu verwenden, um beliebigen Text in Kategorien zu klassifizieren, die die Nutzer definieren. So läuft's:

  1. Kategorien definieren: Nutzer legen die Klassifizierungskategorien fest.
  2. Eingabetext: Das Modell nimmt zwei Eingaben auf: eine Beschreibung der Aufgabe und den eigentlichen Text zur Klassifizierung.
  3. LLM ausführen: Das Modell verarbeitet den Text und generiert eine Ausgabe.
  4. Kategorien bestimmen: Die Ausgabe wird entweder direkt auf Übereinstimmung mit einer der festgelegten Kategorien geprüft oder mit Methoden wie regulären Ausdrücken analysiert.

Eine coole Funktion dieses Systems ist, dass es das Modell zwingt, immer eine gültige Antwort zu geben, indem es aus definierten Kategorien auswählt. Allerdings können die modernsten Modelle ressourcenintensiv sein, also haben die Forscher manchmal Cloud-Computing-Dienste genutzt, um die schwere Arbeit zu erledigen.

Verschiedene Modelle testen

Um ihr Framework zu bewerten, haben die Forscher verschiedene Open-Source-LLMs getestet, die sich in Design und Trainingsdaten unterscheiden. Die eingesetzten Modelle umfassen eine Mischung aus generativen Modellen, die in menschlichen Benchmarks besser abschneiden als bekannte Modelle wie GPT-3.5. Sie haben diese Modelle lokal und in der Cloud ausgeführt.

Wie Datensätze zur Bewertung verwendet wurden

Für diese Forschung wurden verschiedene Datensätze von Menschen erstellt, die onkologische Studien klassifiziert haben. Es gab vier Datensätze mit insgesamt etwa 2.163 Studien zu verschiedenen Klassifizierungsaufgaben. Die Aufgabe, die Studien zu klassifizieren, wurde auf binäre Fragen vereinfacht, die mit „ja“ oder „nein“ beantwortet werden konnten. Das erleichterte die Evaluierung, wie gut der Klassifizierer abgeschnitten hat.

Bewertung der Klassifizierungsleistung

Die Leistung des Klassifizierers wurde anhand von Genauigkeit, Präzision, Rückruf und anderen Metriken bewertet. Die Forscher fanden heraus, dass sie bei lokal betriebenen Modellen eine hohe Genauigkeit mit nur sehr wenigen ungültigen Antworten erreichen konnten. Die Ergebnisse zeigten beeindruckende Zahlen, besonders bei bestimmten Modellen, die für die meisten Fragen über 90% Genauigkeit erreichten.

Insgesamt haben die Ergebnisse gezeigt, dass der allgemeine Klassifizierer klinische Studien effektiv analysieren und Fragen dazu beantworten kann.

Vergleich mit traditionellen Methoden

Während sich die Technologie weiterentwickelt, zeigen LLMs eine verbesserte Performance im Vergleich zu traditionellen maschinellen Lernansätzen. Automatisierte Systeme zur Sortierung und Analyse von Forschungspapieren werden immer wichtiger, da das Volumen der medizinischen Literatur weiter zunimmt.

Die Ergebnisse dieser Studie deuten darauf hin, dass ein allgemein einsetzbares Klassifizierungstool mit LLMs Fragen zu klinischen Studien effektiv bearbeiten kann, ohne umfangreiche Änderungen für spezifische Aufgaben zu benötigen, was ein riesiger Gewinn ist.

Einschränkungen und zukünftige Richtungen

Obwohl die Ergebnisse dieser Forschung ermutigend sind, gibt es einige Einschränkungen. Erstens erfordert der Ansatz erhebliche Rechenleistung. Ausserdem wurden nur eine begrenzte Anzahl an binären Fragen behandelt, sodass die Anwendbarkeit auf breitere Aufgaben möglicherweise eingeschränkt ist.

Es ist auch wichtig zu beachten, dass die Evaluation dieser Modelle neue Datensätze erfordert, die die Modelle noch nicht gesehen haben. Die Modelle werden mit riesigen Mengen an Text trainiert, also müssen sie an frischen Daten getestet werden, um ihre Effektivität zu messen.

Trotz dieser Einschränkungen sind die Forscher optimistisch, was das Potenzial von LLMs bei der Analyse medizinischer Literatur angeht. Sie glauben, dass diese Systeme in der Onkologie von unschätzbarem Wert sein könnten, wo die Einsätze hoch sind und die Informationen schnell kompliziert werden können.

Fazit

Der entwickelte allgemeine Klassifizierer bietet eine vielversprechende Möglichkeit, die Klassifizierung von onkologischen Studien und anderen relevanten Texten zu automatisieren. Er stellt einen flexiblen Rahmen bereit, der sich an verschiedene Bedürfnisse anpassen kann. Auch wenn es noch Herausforderungen zu meistern gibt, sieht die Zukunft für LLM-basierte Klassifizierungswerkzeuge im Bereich medizinischer Forschung vielversprechend aus. Mit dem Fortschritt dieser Technologien könnten sie Forschern Zeit sparen, riesige Datenmengen besser verwalten und letztlich zu besseren Entscheidungen in der Patientenversorgung beitragen.

Die Zukunft der Klassifizierung medizinischer Forschung

Wenn wir in die Zukunft blicken, können wir weitere Entwicklungen im Bereich der LLMs und ihrer Anwendungen im Gesundheitswesen erwarten. Die Hoffnung ist, dass diese Werkzeuge weiterhin fortschreiten und noch grössere Genauigkeit und Zuverlässigkeit bieten. Das bedeutet, dass Ärzte bald mächtigere Ressourcen zur Verfügung haben könnten, um informierte Entscheidungen über Behandlungen und Interventionen zu treffen.

Abschliessende Gedanken

In einer Welt, in der die Krebsforschung rasant expandiert, wird es immer wichtiger, effektive automatisierte Systeme zur Klassifizierung und Analyse von Daten zu haben. Mit dem anhaltenden Wachstum der biomedizinischen Literatur könnten Werkzeuge wie das in dieser Forschung entwickelte eine entscheidende Rolle dabei spielen, Forschern zu helfen, durch das Rauschen hindurchzusehen und die wertvollen Einblicke zu finden, die zählen – ganz so, als hätte man einen vertrauten Führer, der die besten Wege durch ein Labyrinth von Informationen kennt.

Also, auch wenn wir noch nicht an dem Punkt sind, an dem Computer menschliches Urteil ersetzen können, lenken uns die Fortschritte bei LLMs definitiv in die richtige Richtung. Wer weiss? Vielleicht helfen uns diese Modelle eines Tages, komplexe medizinische Fragen zu klären, und die einzige Herausforderung, die dann bleibt, ist die Entscheidung, was man zum Mittagessen essen möchte!

Originalquelle

Titel: Application of a general LLM-based classification system to retrieve information about oncological trials

Zusammenfassung: PurposeThe automated classification of clinical trials and medical literature is increasingly relevant, particularly in oncology, as the volume of publications and trial reports continues to expand. Large Language Models (LLMs) may provide new opportunities for automated diverse classification tasks. In this study, we developed a general-purpose text classification framework using LLMs and evaluated its performance on oncological trial classification tasks. Methods and MaterialsA general text classification framework with adaptable prompt, model and categories for the classification was developed. The framework was tested with four datasets comprising nine binary classification questions related to oncological trials. Evaluation was conducted using a locally hosted version of Mixtral-8x7B-Instruct v0.1 and three cloud-based LLMs: Mixtral-8x7B-Instruct v0.1, Llama3.1-70B-Instruct, and Qwen-2.5-72B. ResultsThe system consistently produced valid responses with the local Mixtral-8x7B-Instruct model and the Llama3.1-70B-Instruct model. It achieved a response validity rate of 99.70% and 99.88% for the cloud-based Mixtral and Qwen models, respectively. Across all models, the framework achieved an overall accuracy of >94%, precision of >92%, recall of >90%, and an F1-score of >92%. Question-specific accuracy ranged from 86.33% to 99.83% for the local Mixtral model, 85.49% to 99.83% for the cloud-based Mixtral model, 90.50% to 99.83% for the Llama3.1 model, and 77.13% to 99.83% for the Qwen model. ConclusionsThe LLM-based classification framework exhibits robust accuracy and adaptability across various oncological trial classification tasks. The findings highlight the potential of automated, LLM- driven trial classification systems, which may become increasingly used in oncology.

Autoren: Fabio Dennstädt, Paul Windisch, Irina Filchenko, Johannes Zink, Paul Martin Putora, Ahmed Shaheen, Roberto Gaio, Nikola Cihoric, Marie Wosny, Stefanie Aeppli, Max Schmerder, Mohamed Shelan, Janna Hastings

Letzte Aktualisierung: 2024-12-05 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2024.12.03.24318390

Quell-PDF: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2024.12.03.24318390.full.pdf

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

Vielen Dank an medrxiv für die Nutzung seiner Open-Access-Interoperabilität.

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