Hassreden entgegentreten: Eine globale Herausforderung
Dieser Artikel untersucht die Gesetze gegen Hassrede und die Erkennungsmethoden weltweit.
Katerina Korre, John Pavlopoulos, Paolo Gajo, Alberto Barrón-Cedeño
― 6 min Lesedauer
Inhaltsverzeichnis
- Was ist Hassrede?
- Die rechtliche Landschaft
- Der Bedarf an einem einheitlichen Rahmen
- Forschungsfragen
- Datensammlung
- Annotierungsprozess
- Die Herausforderungen der Annotation
- Machine Learning Modelle
- Leistungsbewertung
- Herausforderungen in der Modellperformance
- Die Rolle von grossen Sprachmodellen
- Fazit und zukünftige Arbeiten
- Ethische Überlegungen
- Abschliessende Gedanken
- Originalquelle
- Referenz Links
Hassrede ist ein ernstes Problem in der heutigen Gesellschaft. Es ist nicht nur ein Online-Problem; es kann echte Konsequenzen im wirklichen Leben nach sich ziehen. Länder versuchen, damit umzugehen, indem sie Gesetze erlassen, die Hassrede als strafbare Handlung einstufen. Diese Gesetze variieren jedoch von Land zu Land, was es Online-Plattformen erschwert, Meldungen über Hassrede effektiv zu verwalten.
Was ist Hassrede?
Hassrede ist jede Art von Kommunikation, die Menschen oder Gruppen aufgrund ihrer Rasse, Religion, Geschlecht oder anderer Merkmale herabwürdigt, belästigt oder zu Gewalt anstiftet. Sie kann in vielen Formen auftreten: Online-Kommentare, Beiträge in sozialen Medien oder sogar Reden. Die Herausforderung ist, dass was eine Person als Hassrede betrachtet, von einer anderen möglicherweise ganz anders gesehen wird. Diese Subjektivität macht es schwer, eine klare, universelle Definition zu erstellen.
Die rechtliche Landschaft
Unterschiedliche Länder haben unterschiedliche Gesetze zur Hassrede, und es gibt drei Hauptansätze zur Definition:
-
Inhaltsbasiert: Dieser Ansatz betrachtet die Sprache selbst. Wenn die Worte allgemein als beleidigend gelten, fallen sie in diese Kategorie.
-
Intention-basiert: Diese Methode konzentriert sich auf die Absicht des Sprechers. Wenn jemand darauf abzielt, Hass oder Gewalt gegen eine bestimmte Gruppe zu schüren, gilt das als Hassrede.
-
Schaden-basiert: Diese Perspektive betrachtet den Schaden, der dem Opfer zugefügt wird, wie emotionales Leid oder soziale Ausgrenzung.
Diese Ansätze haben eines gemeinsam: Sie zielen alle darauf ab, Individuen und Gemeinschaften vor schädlicher Sprache zu schützen.
Der Bedarf an einem einheitlichen Rahmen
Einen universellen Rahmen zur Erkennung von Hassrede zu schaffen, wird dadurch kompliziert, dass es keine einheitliche Definition gibt. Verschiedene Kulturen interpretieren Sprache und Kontext unterschiedlich. Zum Beispiel könnte ein Witz in einem Kontext beleidigend sein und in einem anderen nicht. Deswegen wenden sich Forscher den bestehenden Gesetzen zur Hassrede zu. Diese Gesetze können eine klarere Grundlage für das Verständnis dessen bieten, was strafbare Hassrede ausmacht.
Forschungsfragen
Um das Problem der Erkennung von Hassrede anzugehen, stellen sich bestimmte Fragen:
- Wie beeinflusst die Verwendung rechtlicher Definitionen die Übereinstimmung unter Experten bei der Identifizierung von Hassrede?
- Spiegeln sich die Unterschiede in der Expertenübereinstimmung in der Leistung von Machine-Learning-Modellen zur Erkennung von Hassrede wider?
- Können die durch Machine-Learning-Modelle generierten Daten die Erkennung von strafbarer Hassrede verbessern, angesichts der Schwierigkeiten bei der Datensammlung?
Datensammlung
Um diese Fragen zu beantworten, sammeln Forscher Daten aus Fällen von Hassrede aus drei Ländern: Griechenland, Italien und dem Vereinigten Königreich. Durch die Analyse der Gesetze und die Konsultation von Experten erstellen sie einen Datensatz, der sowohl dem Verständnis der rechtlichen Implikationen als auch der Verbesserung der Methoden zur Erkennung von Hassrede dient.
Annotierungsprozess
Der Datensatz umfasst verschiedene Beispiele dafür, was als Hassrede angesehen werden könnte. Experten in Recht und Kriminologie bewerten diese Beispiele basierend auf den nationalen Gesetzen. Jeder Experte überprüft die gleichen Fälle und kennzeichnet sie je nach ihrer Einschätzung, ob die Hassrede strafbar ist oder nicht. Der Prozess ist zeitaufwendig und erfordert ein tiefes Verständnis der Gesetze in jedem Land.
Die Herausforderungen der Annotation
Im Laufe des Annotierungsprozesses stimmen Experten oft nicht überein. Diese Inkonsistenz kann zu Verwirrung darüber führen, was Hassrede ausmacht. Einige Fälle sind klar, aber andere erfordern umfassende Recherchen, um Sprache und Absicht zu interpretieren. Faktoren wie Kontext, Timing und aktuelle Ereignisse spielen eine bedeutende Rolle dabei, wie Hassrede wahrgenommen wird. Experten haben oft unterschiedliche Meinungen basierend auf ihren eigenen Hintergründen und Erfahrungen.
Machine Learning Modelle
Sobald der Datensatz erstellt ist, wenden sich die Forscher Machine-Learning-Modellen zu, um die Daten zu analysieren. Verschiedene vortrainierte Modelle werden eingesetzt, um zu sehen, ob sie in der Lage sind, Hassrede akkurat zu identifizieren. Das Ziel ist nicht nur, den Erkennungsprozess zu automatisieren, sondern auch sicherzustellen, dass diese Modelle die Nuancen der Gesetze, auf denen sie trainiert werden, verstehen.
Leistungsbewertung
Nach dem Training der Modelle bewerten die Forscher deren Leistung, indem sie Fehlerraten messen. Niedrigere Fehlerraten deuten auf eine bessere Leistung hin. Die Modelle werden zahlreichen Tests unterzogen, um zu überprüfen, wie gut sie Hassrede basierend auf den rechtlichen Rahmenbedingungen jedes Landes interpretieren.
Herausforderungen in der Modellperformance
Trotz der Fortschritte im Bereich des Machine Learning haben Modelle immer noch Schwierigkeiten, die subtileren Aspekte der Hassrede zu erfassen. Sie neigen dazu, übermässig vorsichtig zu sein und kennzeichnen Fälle oft als "nicht strafbar". Diese Zögerlichkeit spiegelt die Komplexität wider, mit der menschliche Experten konfrontiert sind, wenn es darum geht, was als Hassrede gilt.
Die Rolle von grossen Sprachmodellen
Forscher experimentieren auch mit grösseren Sprachmodellen, um deren Effektivität bei der Erkennung von Hassrede zu untersuchen. Diese Modelle werden mit verschiedenen Techniken getestet, um zu sehen, ob sie die Genauigkeit der Klassifizierung von Hassrede verbessern können. Die Ergebnisse zeigen jedoch, dass diese Modelle oft die rechtlichen Nuancen, die menschliche Experten verstehen, nicht berücksichtigen.
Fazit und zukünftige Arbeiten
Die Erkennung von Hassrede ist eine komplizierte Aufgabe, die rechtliche, soziale und linguistische Herausforderungen vereint. Diese Studie beleuchtet die Bedeutung rechtlichen Wissens bei der Entwicklung von Machine-Learning-Algorithmen, die in der Lage sind, Hassrede genau zu erkennen. Es ist jedoch klar, dass der menschliche Input in diesem Prozess unverzichtbar bleibt.
In Zukunft planen die Forscher, ihre Studien auszuweiten, um Gesetze aus weiteren Ländern und verschiedenen kulturellen Perspektiven einzubeziehen. Durch kontinuierliche Verfeinerung dieser Methoden streben sie an, ein effektiveres System zur Identifizierung und Bekämpfung von Hassrede zu schaffen.
Ethische Überlegungen
Beim Arbeiten an der Erkennung von Hassrede ist es wichtig, ein Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Meinungsfreiheit und der Verhinderung von Schaden zu wahren. Die Forscher halten sich an ethische Richtlinien und berücksichtigen die realen Auswirkungen ihrer Studie, um sicherzustellen, dass ihre Arbeit nicht unbeabsichtigt die Rechte von Einzelpersonen verletzt.
Letztendlich zielt diese Forschung darauf ab, den Online-Raum sicherer zu machen und gleichzeitig die Rechte der Nutzer auf verschiedenen Plattformen zu respektieren. Das Ziel ist es, ein Umfeld zu fördern, in dem respektvolle Diskussionen gedeihen können, frei von Hass und Diskriminierung.
Abschliessende Gedanken
Die Erkennung von Hassrede ist wie ein sich bewegendes Ziel zu treffen. Mit sich entwickelnder Sprache und gesellschaftlichen Normen ist die Herausforderung anhaltend. Doch durch die Kombination von rechtlichem Wissen mit fortschrittlicher Technologie können wir Fortschritte bei der besseren Erfassung und Bewältigung dieses kritischen Themas in unserer Welt machen. Schliesslich sollten wir nur eines hassen: den Hass selbst!
Originalquelle
Titel: Hate Speech According to the Law: An Analysis for Effective Detection
Zusammenfassung: The issue of hate speech extends beyond the confines of the online realm. It is a problem with real-life repercussions, prompting most nations to formulate legal frameworks that classify hate speech as a punishable offence. These legal frameworks differ from one country to another, contributing to the big chaos that online platforms have to face when addressing reported instances of hate speech. With the definitions of hate speech falling short in introducing a robust framework, we turn our gaze onto hate speech laws. We consult the opinion of legal experts on a hate speech dataset and we experiment by employing various approaches such as pretrained models both on hate speech and legal data, as well as exploiting two large language models (Qwen2-7B-Instruct and Meta-Llama-3-70B). Due to the time-consuming nature of data acquisition for prosecutable hate speech, we use pseudo-labeling to improve our pretrained models. This study highlights the importance of amplifying research on prosecutable hate speech and provides insights into effective strategies for combating hate speech within the parameters of legal frameworks. Our findings show that legal knowledge in the form of annotations can be useful when classifying prosecutable hate speech, yet more focus should be paid on the differences between the laws.
Autoren: Katerina Korre, John Pavlopoulos, Paolo Gajo, Alberto Barrón-Cedeño
Letzte Aktualisierung: 2024-12-08 00:00:00
Sprache: English
Quell-URL: https://arxiv.org/abs/2412.06144
Quell-PDF: https://arxiv.org/pdf/2412.06144
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.
Vielen Dank an arxiv für die Nutzung seiner Open-Access-Interoperabilität.
Referenz Links
- https://www.latex-project.org/help/documentation/encguide.pdf
- https://www.cfr.org/backgrounder/hate-speech-social-media-global-comparisons
- https://www.theguardian.com/uk-news/2016/dec/07/racist-troll-guilty-harassing-labour-mp-luciana-berger-joshua-bonehill-paine
- https://www.coe.int/en/web/no-hate-campaign/no-hate-speech-movement
- https://www.theguardian.com/technology/2016/may/31/
- https://commission.europa.eu/law/law-topic/data-protection/data-protection-eu_en
- https://futurefreespeech.com/global-handbook-on-hate-speech-laws/
- https://github.com/google-research/bert/blob/master/multilingual.md