Einfluss von sozioökonomischen Faktoren auf die Herzgesundheit bei Kindern
Eine Studie zeigt, wie frühe Bildung das Risiko für Herzkrankheiten beeinflusst.
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Inhaltsverzeichnis
- Die Bedeutung von frühen Lebensfaktoren
- Überblick über die Studie
- Gesundheitsrisiken messen
- Erkenntnisse zur sozioökonomischen Lage
- Blutdruck-Trends
- Veränderungen in der Körperzusammensetzung
- Einblicke in Risikofaktoren für Herzgesundheit
- Auswirkungen auf Gesundheitspolitik
- Einschränkungen und Überlegungen
- Fazit
- Originalquelle
- Referenz Links
Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) sind ein grosses Gesundheitsproblem und die häufigste Todesursache weltweit. Das Risiko, an CVD zu erkranken, beginnt schon früh im Leben und zieht sich von der Kindheit bis ins Erwachsenenalter. Forschungen zeigen, dass sozioökonomische Faktoren eine grosse Rolle beim Risiko für CVD spielen, wobei Menschen aus einkommensschwächeren Verhältnissen ein höheres Risiko haben, an der Krankheit zu erkranken. Trotz jahrelanger Forschung bleibt die Prävention von CVD eine grosse Herausforderung, besonders nach der Covid-Pandemie, die diese Ungleichheiten in der Gesundheit wahrscheinlich noch verstärkt hat.
Die Bedeutung von frühen Lebensfaktoren
Zu verstehen, wie sozioökonomische Faktoren die Gesundheit über die Zeit beeinflussen, kann wichtige Einblicke geben, wann diese Ungleichheiten entstehen und wie sie sich verändern, während sich Menschen entwickeln. Viele Studien haben untersucht, wie Faktoren wie Körperfett in der frühen Lebensphase mit dem sozioökonomischen Status zusammenhängen. Während einige nur das Gewicht betrachtet haben, haben nur wenige andere wichtige Faktoren wie Blutdruck und Cholesterinwerte zusammen analysiert.
Zum Beispiel hat die Forschung gezeigt, dass Ungleichheiten im Körperfett etwa im Alter von vier Jahren sichtbar werden und mit dem Alter der Kinder zunehmen. Dieser Trend wurde in einer Studie beobachtet, die Kinder von der Geburt bis zum Zehnjährigen verfolgt hat. Eine andere Studie, die sich mit Kindern im Alter von sieben bis siebzehn Jahren befasste, stellte ebenfalls fest, dass wirtschaftliche Nachteile mit höherem Körperfett in dieser Zeit verbunden waren.
Überblick über die Studie
Dieser Artikel bespricht eine Studie, die untersucht hat, wie sozioökonomische Faktoren neun verschiedene Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Herzkrankheiten von der Geburt bis zum achtzehnten Lebensjahr beeinflussen. Die Daten stammen aus einer grossen, laufenden Studie in Südwestengland und umfassten verschiedene Gesundheitsmessungen, die in unterschiedlichen Altersstufen vorgenommen wurden.
Die Forschung konzentrierte sich auf eine Gruppe von Erstgeborenen, deren Mütter ihren Bildungsstand angegeben haben. Diese Bildung wurde als Mass für den sozioökonomischen Status verwendet, ein Schlüsselfaktor für das Risiko von Gesundheitsproblemen.
Gesundheitsrisiken messen
In der Studie wurden mehrere Gesundheitsrisiken gemessen, wie Körperfett und Muskelmasse, Blutdruck, Herzfrequenz und Blutzuckerspiegel. Diese Messungen wurden mit Methoden wie Röntgen und Blutuntersuchungen zu verschiedenen Altersstufen durchgeführt.
Diese Forschung umfasste eine grosse Anzahl von Kindern, was die Genauigkeit der Erkenntnisse verbesserte. Eltern füllten Fragebögen aus, und die Kinder nahmen an Kliniken für Gesundheitsbewertungen teil. Die Studie wurde ethisch genehmigt, und die Teilnehmer gaben ihr Einverständnis zur Nutzung ihrer Daten.
Erkenntnisse zur sozioökonomischen Lage
Der Bildungsstand wurde zur Bewertung der sozioökonomischen Lage verwendet. Mütter, die weniger als eine Grundausbildung hatten, wurden als sozial benachteiligt betrachtet, während Mütter mit Hochschulabschlüssen als sozial besser gestellt galten.
Die Studie fand heraus, dass es deutliche Unterschiede bei den Gesundheitsrisikofaktoren gab, die auf den Bildungsstand der Mütter zurückzuführen waren. Zum Beispiel hatten Mädchen mit besser ausgebildeten Müttern in der Regel weniger Körperfett als solche, deren Mütter die Grundausbildung nicht abgeschlossen hatten. Dieser Unterschied war bereits im Alter von neun Jahren sichtbar und setzte sich bis zum achtzehnten Lebensjahr fort.
Im Gegensatz dazu zeigten Jungen erst im Alter von achtzehn Jahren einen signifikanten Unterschied im Körperfett, wenn ihre Mütter einen Hochschulabschluss hatten. Das hebt einen besorgniserregenden Trend hervor, wie sich sozioökonomische Faktoren unterschiedlich auf die Gesundheit von Jungen und Mädchen auswirken.
Blutdruck-Trends
Ähnliche Muster wurden bei den Blutdruckmessungen gefunden. Mädchen mit besser ausgebildeten Müttern hatten von Anfang an niedrigeren systolischen und diastolischen Blutdruck. Diese Unterschiede wurden ausgeprägter, je näher sie dem achtzehnten Geburtstag kamen.
Bei Jungen zeigte der Blutdruck anfangs ein ähnliches Muster, aber als sie achtzehn wurden, waren die Unterschiede basierend auf dem Bildungsniveau weniger deutlich. Das deutet darauf hin, dass die frühen Lebenserfahrungen zwar wichtig sind, aber der Einfluss von Schule und Freundschaften während der Jugend verändern kann, wie sozioökonomische Faktoren die Gesundheit von Jungs beeinflussen.
Veränderungen in der Körperzusammensetzung
Die Forschung untersuchte auch Veränderungen in der fettfreien und Fettmasse. Obwohl es Unterschiede basierend auf dem Bildungsstand der Mütter gab, waren die Muster nicht so klar. Mädchen zeigten erst im Alter von achtzehn Jahren Vorteile in der fettfreien Masse, während Jungen kontinuierlich von der Kindheit bis zur Jugendzeit eine höhere fettfreie Masse hatten, wenn ihre Mütter besser ausgebildet waren.
Einblicke in Risikofaktoren für Herzgesundheit
Die Studie bietet ein tieferes Verständnis dafür, wie Risikofaktoren für Herzkrankheiten von der sozioökonomischen Lage von der Kindheit bis zur Jugend beeinflusst werden. Besonders die Erkenntnisse zeigen, dass die frühe Lebensphase eine entscheidende Zeit für die Entstehung von Gesundheitsungleichheiten ist, die mit sozioökonomischen Faktoren verbunden sind.
Die Forschung weist darauf hin, dass Mädchen am Ende der Jugend grösseren sozioökonomischen Ungleichheiten in der Gesundheit ausgesetzt sind als Jungen. Solche Unterschiede könnten Aufschluss darüber geben, warum Frauen im späteren Leben oft stärker von Herzkrankheiten betroffen sind.
Auswirkungen auf Gesundheitspolitik
Angesichts dieser Ergebnisse könnten gezielte Präventionsmassnahmen in der frühen Lebensphase helfen, diese Ungleichheiten in der Gesundheit zu verringern. Politiken, die darauf abzielen, die Bildung zu verbessern und Ressourcen für Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status bereitzustellen, könnten dazu beitragen, die Gesundheitsunterschiede im Zusammenhang mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu verringern.
Einschränkungen und Überlegungen
Obwohl diese Studie wichtige Trends und Zusammenhänge zwischen sozioökonomischen Faktoren und Gesundheit im Laufe der Zeit aufzeigt, hat sie auch Einschränkungen. Einige Teilnehmer hatten fehlende Daten, und die in die Analyse einbezogenen Personen stammten tendenziell aus Familien mit höherem Bildungsstand. Das könnte bedeuten, dass die Ergebnisse möglicherweise nicht die Erfahrungen aller Kinder vollständig repräsentieren.
Zukünftige Forschung ist nötig, um diese Trends weiter zu untersuchen und die zugrunde liegenden Mechanismen zu verstehen, die diese Unterschiede verursachen. Faktoren wie Freundschaftseinflüsse, Schulumgebungen und familiäre Unterstützungsstrukturen während der Jugend könnten alle eine Rolle bei den gesundheitlichen Ergebnissen spielen.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sozioökonomische Ungleichheiten in der Gesundheit früh auftreten und langfristige Auswirkungen bis zur Jugend haben können. Die Studie zeigt, dass Mädchen stärker von diesen Ungleichheiten betroffen sind als Jungen, insbesondere in Bezug auf Körperfett und Blutdruck. Diese Disparitäten durch gezielte Präventionsstrategien in der Kindheit anzugehen, könnte zu besseren gesundheitlichen Ergebnissen und niedrigeren Risiken für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Zukunft führen.
Titel: Sex-specific socioeconomic inequalities in trajectories of anthropometry, blood pressure and blood-based biomarkers from birth to 18 years: a prospective cohort study
Zusammenfassung: BackgroundEvidence on when socioeconomic inequalities in conventional cardiometabolic risk factors emerge and how these change over time is sparse but important in identifying pathways leading to socioeconomic inequalities in cardiovascular disease (CVD). We examine socioeconomic inequalities in trajectories of cardiometabolic risk factors across childhood and adolescence. MethodsData were from offspring of the Avon Longitudinal Study of Parents and Children (ALSPAC), born in 1991/1992. Socioeconomic position (SEP) was measured using maternal education from questionnaires administered to mothers at 32-weeks gestation. Cardiometabolic risk factors were measured from birth/mid-childhood to age 18 years (y) and included fat and lean mass (9y-18y), systolic and diastolic blood pressure (SBP, DBP), pulse rate and glucose (7y-18y), high-density lipoprotein cholesterol (HDL-c), non-HDL-c and triglycerides (birth-18y). We examined the sex-specific associations between SEP and trajectories of risk factors using linear spline multilevel models. ResultsAmong 6,517-8,952 participants with 11,948-42,607 repeated measures, socioeconomic inequalities in fat mass were evident at age 9y and persisted throughout adolescence, with graded associations across levels of SEP among females only. By 18y, fat mass was 12.32% (95% Confidence Interval (CI):6.96,17.68) lower among females and 7.94% (95% CI:1.91,13.97) lower among males with the highest SEP compared to the lowest. Socioeconomic inequalities in SBP and DBP trajectories were evident at 7y, narrowed in early adolescence and re-emerged between ages 16y-18y, particularly among females. Socioeconomic inequalities in lipid trajectories emerged, among females only, between birth and 9y in non-HDL-c, 7y and 18y in HDL-c and 9y and 18y in triglycerides while inequalities in glucose emerged among males only between ages 15y-18y. ConclusionPrevention targeting the early life course may be beneficial for reducing socioeconomic inequalities in CVD especially among females who have greater socioeconomic inequalities in cardiometabolic risk factors than males at the end of adolescence.
Autoren: Kate N O'Neill, M. Ahmed, L. M. O'Keeffe
Letzte Aktualisierung: 2023-09-28 00:00:00
Sprache: English
Quell-URL: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2023.09.27.23296220
Quell-PDF: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2023.09.27.23296220.full.pdf
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
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