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DungeonMaker: Die Zukunft der hybriden Brettspiele

Eine einzigartige Mischung aus Handwerk und Automatisierung verbessert das Brettspielerlebnis.

― 7 min Lesedauer


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Inhaltsverzeichnis

Brettspiele sind seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil in vielen Haushalten und bieten soziale Interaktion und fesselndes Gameplay. Mit dem Aufkommen der Technologie hat sich ein neues Genre namens Hybrid-Brettspiele entwickelt. Diese Spiele kombinieren traditionelle physische Elemente mit digitalen Komponenten und verbessern so das gesamte Spielerlebnis. Ein innovatives Beispiel für dieses Konzept ist ein Spiel namens DungeonMaker, das Handwerk und Automatisierung vereint, um ein einzigartiges Erlebnis zu schaffen.

Was sind Hybrid-Brettspiele?

Hybrid-Brettspiele zielen darauf ab, das taktile Gefühl traditioneller Brettspiele mit den Vorteilen digitaler Verbesserungen zu kombinieren. Diese Spiele nutzen physische Teile wie Würfel und Tokens zusammen mit digitalen Werkzeugen, wie Apps oder Computersystemen, um das Gameplay zu optimieren und mehr Tiefe hinzuzufügen. Zum Beispiel könnte ein Spiel eine App verwenden, um Regeln zu verwalten oder Punkte zu berechnen, wodurch die Last für die Spieler verringert wird.

Trotz ihres Potenzials haben viele Hybrid-Brettspiele die beiden Komponenten nicht vollständig integriert. Oft interagieren die physischen und digitalen Elemente nicht sinnvoll miteinander. Diese Einschränkung mindert das Erlebnis, das die Spieler haben könnten, und lässt viele Möglichkeiten ungenutzt.

Der Bedarf an Integration

In traditionellen Brettspielen managen die Spieler sowohl die physischen als auch die digitalen Aspekte selbst. Das beinhaltet, Figuren auf einem Brett zu bewegen und gleichzeitig die eigenen Statistiken im Auge zu behalten. Im Gegensatz dazu haben Hybrid-Spiele Schwierigkeiten, diese beiden Elemente effektiv zu verbinden.

Herausforderungen der digitalen-physikalischen Synchronisation

Eine grosse Herausforderung besteht darin, die digitalen und physischen Elemente synchron zu halten. Zum Beispiel, wenn sich die Figur eines Spielers im digitalen Raum bewegt, muss er denselben Zug manuell auf dem physischen Brett durchführen. Dieser Prozess kann umständlich sein und schränkt das Erlebnis ein.

Personalisierungsprobleme

Ein weiteres Problem ist der Mangel an Personalisierung bei physischen Figuren. Spieler verwenden oft Standardfiguren und -bretter, was ihre Bindung an diese Elemente einschränkt. In vielen digitalen Spielen können Spieler ihre Charaktere umfassend anpassen, was zu einer tieferen Verbindung führt. Hybrid-Spiele hingegen verpassen oft diese Gelegenheit.

Begrenzte Auswirkungen im Spiel

Schliesslich bieten Hybrid-Brettspiele selten dauerhafte Effekte aus dem Gameplay – Aktionen im Spiel haben oft keine physischen Konsequenzen. Der Mangel an physischem Risiko kann die gesamte Aufregung und Immersion, die Spieler empfinden könnten, verringern.

DungeonMaker: Ein neuer Ansatz

Um diese Lücken zu schliessen, wurde DungeonMaker als Hybrid-Brettspiel entwickelt, das Handwerk und Automatisierung eng miteinander verbindet. Das Spiel ermöglicht es den Spielern, ihre einzigartigen Elemente zu erstellen, während ein Laserschneider die Spielstücke und Brettelemente manipuliert.

Spielübersicht

DungeonMaker bietet ein kooperatives Tabletop-Rollenspiel-Erlebnis, bei dem die Spieler in einem Dungeon gefangen sind und zusammenarbeiten müssen, um zu entkommen. Jeder Spieler steuert eine personalisierte Figur, die sie mit einem 3D-Druckstift gestalten können. Während die Spieler im Spiel vorankommen, sammeln sie Hinweise, interagieren mit Feinden und stellen Waffen her, um ihnen bei der Flucht zu helfen.

Erstellen und Personalisieren

Spieler können Waffen und andere Gegenstände mit dem 3D-Druckstift erstellen. Das Spiel bewertet diese gefertigten Gegenstände und gibt ihnen spielrelevante Statistiken. Dieser Aspekt bringt Personalisierung und physische Kreation ins Spiel.

Automatisierte Figurenbewegung

Eine der aufregenden Funktionen von DungeonMaker ist, dass der Laserschneider die Figuren der Spieler basierend auf den gegebenen Befehlen bewegen kann. Diese Automatisierung fügt eine Schicht von Aufregung hinzu und reduziert die manuelle Handhabung, sodass die Spieler sich mehr auf Strategie und Teamarbeit konzentrieren können.

Physische Konsequenzen

Ein einzigartiger Aspekt von DungeonMaker ist das Potenzial für physischen Schaden an Figuren. Wenn ein Spieler einen Kampf verliert, kann der Laserschneider seine Figur beschädigen. Dieses Element fügt ein greifbares Risiko hinzu, das das emotionale Erlebnis des Gameplays steigern kann.

Das Spielerlebnis

Um zu bewerten, wie DungeonMaker die Spielerlebnisse verändert, wurde eine Nutzerstudie mit Gruppen von drei Teilnehmern durchgeführt. Sie spielten Szenarien, die zwischen 30 und 50 Minuten dauerten, und gaben Feedback zu ihren Erfahrungen.

Fesselndes Gameplay

Die Teilnehmer fanden das Spiel fesselnd und unterhaltsam. Viele äusserten, dass der Handwerksaspekt ein neues Level von Aufregung hinzufügte. Sie schätzten es, Waffen für ihre Figuren herstellen zu können, anstatt nur auf vorgegebene Spielsteine zurückzugreifen.

Verbindung zu Figuren

Die Teilnehmer berichteten von einer stärkeren Verbindung zu ihren Figuren, nachdem sie personalisierte Gegenstände geschaffen hatten. Der Akt, etwas Einzigartiges für ihren Avatar zu kreieren, förderte die Bindung. Sie äusserten den Wunsch, ihre gefertigten Gegenstände auch nach dem Ende des Spiels zu behalten und sahen sie als Andenken.

Neugier und Erkundung

Das Spiel weckte auch die Neugier der Spieler, insbesondere bei denen, die mit der Fertigungstechnologie nicht vertraut waren. Diese Erkundung führte zu Diskussionen darüber, was sie erschaffen könnten, und viele zeigten Interesse daran, Fertigungsgeräte in der Zukunft zu nutzen.

Kooperatives Erlebnis

Zusammenarbeit war ein zentrales Thema während des Gameplays. Die Teilnehmer strategisierten häufig zusammen und teilten ihre Gedanken dazu, wie sie Herausforderungen bewältigen könnten, was ihr Gesamterlebnis verbesserte. Das Spiel förderte Teamarbeit, was das Erlebnis angenehmer machte.

Beobachtungen aus der Studie

Während der Studie wurden verschiedene Beobachtungen notiert, die die Stärken und Herausforderungen des Spiels hervorhoben.

Faktoren für den Genuss

Die Spieler erwähnten immer wieder ihren Genuss an den Handwerkelementen und der Interaktion mit dem Laserschneider. Die Neuheit, dass eine Maschine Figuren bewegt und Materialien schneidet, erzeugte Aufregung und liess die Spieler während der Sitzungen jubeln und lachen.

Herausforderungen im Spieltempo

Obwohl die Spieler die Automatisierung genossen, bemerkten sie auch, dass sie das Spieltempo verlangsamte. Das Warten auf die Maschine, um Befehle auszuführen, reduzierte manchmal den Gesamtfluss des Spiels. Dies wurde jedoch oft durch die Interaktionen gemildert, die während dieser Wartezeiten stattfanden.

Umgang mit Unsicherheit

Die Spieler äusserten eine Mischung aus Aufregung und Nervosität bezüglich Kämpfen und dem Potenzial für Schaden. Diese Dynamik erzeugte Spannung, fügte aber auch strategische Ebenen hinzu. Die Teilnehmer mussten die Risiken und Belohnungen abwägen, die mit Kämpfen verbunden waren, was den Entscheidungsprozess komplexer machte.

Designüberlegungen für Hybrid-Brettspiele

Basierend auf den Erkenntnissen aus DungeonMaker entstanden mehrere Designüberlegungen, die anderen Entwicklern von Hybrid-Brettspielen helfen können, ansprechende Erfahrungen zu schaffen.

Spielerautonomie durch physikalische Ausdrucksformen fördern

Spieler sollten Kontrolle über die physischen Elemente im Spiel durch sinnvolle Interaktionen erhalten. Das Erstellen einzigartiger Stücke, die das Gameplay beeinflussen, kann die Autonomie erhöhen und den Spielern ermöglichen, sich kreativ auszudrücken.

Risiko und Belohnung ausbalancieren

Die Einbeziehung physischer Risiken ins Gameplay kann das Erlebnis steigern. Spieler sind oft durch greifbare Konsequenzen motiviert, und sinnvolle Belohnungen für das Eingehen von Risiken können das Engagement erhöhen.

Kontinuität im Gameplay annehmen

Spiele, die eine fortlaufende Charakterentwicklung und Evolution der Handlung ermöglichen, können das Spielerengagement vertiefen. Die Spieler sollten ein Gefühl von Fortschritt erleben, weshalb es wichtig ist, Gelegenheiten für Wachstum und Veränderung im Spiel zu schaffen.

Nachhaltigkeit im Spieldesign berücksichtigen

Designer sollten Materialien und Nachhaltigkeit bei der Erstellung hybrider Spiele berücksichtigen. Das Gleichgewicht zwischen dem Nervenkitzel der Zerstörung und der Fähigkeit, Elemente wiederherzustellen oder zu reparieren, kann vorteilhaft sein. Dieser Ansatz verbessert nicht nur das Gameplay, sondern fördert auch das Umweltbewusstsein.

Transparenz und Undurchsichtigkeit nutzen

Das Finden des richtigen Gleichgewichts zwischen Transparenz und Undurchsichtigkeit in den Spielmechaniken ist entscheidend. Während die Spieler schätzen, zu wissen, wie ihre gefertigten Gegenstände bewertet werden, kann ein gewisses Mass an Geheimnis und Unvorhersehbarkeit die Aufregung steigern.

Spielerische Interaktion erleichtern

Die Förderung spielerischer Interaktionen mit Fertigungsgeräten kann Technologie zugänglicher machen. Den Spielern zu ermöglichen, auf eine unterhaltsame und immersive Weise mit Geräten zu interagieren, kann Interesse wecken, ohne sie mit technischen Details zu überfordern.

Fazit

DungeonMaker stellt eine aufregende Evolution im Bereich der Hybrid-Brettspiele dar. Durch die Integration von Handwerk und Automatisierung bietet es den Spielern ein fesselndes und personalisiertes Erlebnis. Die Ergebnisse der Nutzerstudie zeigen, dass diese Elemente Verbindungen zum Spiel fördern und eine aufregendere Spielatmosphäre schaffen.

Während sich die Welt der Brettspiele weiterhin entwickelt, können die Lehren aus DungeonMaker zukünftige Entwicklungen im hybriden Gaming anleiten. Mit den fortlaufenden Fortschritten in der Technologie ist das Potenzial für innovative Spielerlebnisse riesig und ermutigt die Spieler, neue Bereiche von Kreativität und Zusammenarbeit zu erkunden.

Originalquelle

Titel: DungeonMaker: Embedding Tangible Creation and Destruction in Hybrid Board Games through Personal Fabrication Technology

Zusammenfassung: Hybrid board games (HBGs) augment their analog origins digitally (e.g., through apps) and are an increasingly popular pastime activity. Continuous world and character development and customization, known to facilitate engagement in video games, remain rare in HBGs. If present, they happen digitally or imaginarily, often leaving physical aspects generic. We developed DungeonMaker, a fabrication-augmented HBG bridging physical and digital game elements: 1) the setup narrates a story and projects a digital game board onto a laser cutter; 2) DungeonMaker assesses player-crafted artifacts; 3) DungeonMaker's modified laser head senses and moves player- and non-player figures, and 4) can physically damage figures. An evaluation (n=4x3) indicated that DungeonMaker provides an engaging experience, may support players' connection to their figures, and potentially spark novices' interest in fabrication. DungeonMaker provides a rich constellation to play HBGs by blending aspects of craft and automation to couple the physical and digital elements of an HBG tightly.

Autoren: Evgeny Stemasov, Tobias Wagner, Ali Askari, Jessica Janek, Omid Rajabi, Anja Schikorr, Julian Frommel, Jan Gugenheimer, Enrico Rukzio

Letzte Aktualisierung: 2024-03-14 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://arxiv.org/abs/2403.09592

Quell-PDF: https://arxiv.org/pdf/2403.09592

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

Vielen Dank an arxiv für die Nutzung seiner Open-Access-Interoperabilität.

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