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# Biologie# Evolutionsbiologie

Die Rolle von Membranen in den Ursprüngen des Lebens

Untersuchen, wie Membranen die frühen Phasen des Lebens auf der Erde geprägt haben.

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Inhaltsverzeichnis

Das Leben auf der Erde ist einzigartig, weil es eine spezielle Vorliebe für bestimmte Formen von Molekülen hat. Insbesondere haben die ZUCKER, die in unserem genetischen Material wie DNA und RNA vorkommen, eine rechtshändige Drehung. Die meisten Aminosäuren, die die Bausteine der Proteine sind, haben dagegen eine linkshändige Drehung. Das wirft die Frage auf, wie das Leben entstanden ist und warum es sich für diese speziellen Formen entschieden hat.

Die Herausforderung der Chiralität

Der Begriff Chiralität bezieht sich darauf, dass manche Moleküle in zwei Formen existieren können, die Spiegelbilder voneinander sind, ähnlich wie linke und rechte Hände. In der Natur werden diese beiden Formen als Enantiomere bezeichnet. Die meisten Organismen verwenden nur eine dieser Formen, was einen homochiralen Zustand schafft. Zum Beispiel sind die Zucker in DNA und RNA immer rechtshändig, während die Aminosäuren in Proteinen meist linkshändig sind.

Forscher haben vorgeschlagen, dass bestimmte nicht-lebende chemische Prozesse Mischungen dieser chiralen Moleküle erzeugen könnten, viele dieser Mischungen bestehen jedoch zu gleichen Teilen aus jedem Enantiomer, was als racemische Mischungen bekannt ist. Das wirft Fragen auf, wie das Leben in solchen Situationen eine Form bevorzugen konnte.

Die Ursprünge des Lebens: Eine chemische Perspektive

Unser Verständnis vom Beginn des Lebens hat sich weiterentwickelt, basierend auf Experimenten, die zeigen, dass bestimmte nicht-lebende chemische Bedingungen die Bausteine des Lebens erzeugen können, darunter verschiedene Zucker und Aminosäuren. Ein bekanntes Experiment hat Ribose, einen wichtigen Zucker, unter Bedingungen erzeugt, die den frühen Bedingungen der Erde ähneln.

Weitere Forschungen deuten darauf hin, dass es in frühen Lebensformen verschiedene Wege zum Abbau von Zuckern gab, was darauf hindeutet, dass diese Prozesse von dem gemeinsamen Vorfahren allen Lebens genutzt worden sein könnten. Zusätzlich deuten frühe chemische Simulationen darauf hin, dass einige der notwendigen Bausteine für das Leben, wie Glykolyse-Zwischenprodukte, natürlich in den Ozeanen der Erde entstanden.

Die Rolle von Membranen im frühen Leben

Ein bedeutender Schritt in der Entwicklung des Lebens war die Schaffung von Barrieren, die chemische Prozesse von der Umgebung isolieren konnten. Diese Barrieren, genannt Membranen, ermöglichten es frühen Lebensformen, wichtige Moleküle zu sammeln und zu bewahren.

Die Membranen, die aus Fettsäuren, einer Art von Lipid, gebildet wurden, konnten notwendige Chemikalien einkapseln und Umgebungen mit unterschiedlichen chemischen Eigenschaften schaffen. Diese Kompartimentierung erlaubte es dem frühen Leben, unterschiedliche Reaktionen innerhalb der Zellen zu entwickeln, was einen Vorteil beim Wettbewerb um Ressourcen verschaffte.

Allerdings haben Fettsäure-Membranen Einschränkungen, besonders in salzigen Bedingungen, die ihre Struktur schädigen können. Das deutet darauf hin, dass eine Evolution hin zu verschiedenen Arten von Membranen nötig war.

Eine Geschichte von zwei Membranarten

Momentan haben alle bekannten lebenden Zellen Membranen, die hauptsächlich Phospholipide nutzen, eine andere Art von Lipid. Diese Membranen kommen in verschiedenen Formen vor, abhängig von ihren Bausteinen. Zum Beispiel verwenden Bakterien und Eukaryoten eine Art von Phospholipid, während Archaea eine andere verwenden. Die spezifische Struktur dieser Phospholipide beeinflusst, wie sie steuern, was in die Zellen hinein und herausgeht.

Einige Experimente deuten darauf hin, dass archaea-ähnliche Membranen durchlässiger für wichtige Metaboliten sein könnten im Vergleich zu bakteriellen Membranen. Diese Durchlässigkeit könnte eine Schlüsselrolle in der frühen Evolution des Lebens gespielt haben, indem sie es den Zellen ermöglichte, selektiv essentielle Moleküle aufzunehmen.

Untersuchung der Membrandurchlässigkeit

Um zu studieren, wie verschiedene Arten von Membranen die Aufnahme wichtiger Verbindungen beeinflussen, führten Wissenschaftler Experimente mit speziell gestalteten Vesikeln durch, die diese Membranen nachahmen. Indem sie diese Vesikel verschiedenen Zuckern und Aminosäuren aussetzten, konnten die Forscher beobachten, wie effektiv sie es ermöglichten, dass diese Verbindungen hindurch gelangen.

Diese Tests konzentrierten sich sowohl auf Zucker als auch auf Aminosäuren und untersuchten, ob die Membranen eine Vorliebe für ein Enantiomer über das andere zeigten. Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass bestimmte Membranen die Aufnahme von D-Ribose und D-Desoxyribose-Zuckern, die für die Bildung von DNA und RNA entscheidend sind, bevorzugten. Im Gegensatz dazu zeigten die hybriden Membranen eine starke Vorliebe für L-Alanin, eine Art von Aminosäure.

Die Ergebnisse der Studien

Die Ergebnisse deuteten darauf hin, dass frühe Lebensformen Membranen mit spezifischen chemischen Eigenschaften genutzt haben könnten, um bestimmte Formen von Zuckern und Aminosäuren zu bevorzugen. Das hätte die Bildung von DNA, RNA und Proteinen erleichtert, was letztendlich zur Evolution des Lebens, wie wir es heute kennen, führte.

Die Studie zeigte, wie entscheidend die Chemie der Membranen dafür ist, welche Arten von Molekülen in die Zelle gelangen können. Noch wichtiger ist, dass die Präsenz einer hybriden Membran es dem Leben ermöglicht haben könnte, eine Vorliebe für spezifische Enantiomere zu entwickeln und somit den Weg für die chiralen Eigenschaften zu ebnen, die wir heute im Leben sehen.

Schlussfolgerungen und zukünftige Richtungen

Die Forschung beleuchtet, wie das Leben aus einfachen chemischen Prozessen entstanden sein könnte und wie bestimmte Umweltfaktoren die Auswahl der Bausteine beeinflussten. Diese Arbeit hebt die Bedeutung von Membranen in der frühen Zell-Evolution hervor und deutet darauf hin, dass Unterschiede in der Membranstruktur einen signifikanten Einfluss darauf gehabt haben könnten, welche Moleküle frühen Lebensformen zur Verfügung standen.

In Zukunft wollen Wissenschaftler untersuchen, wie verschiedene Arten von Membranen die Entwicklung metabolischer Prozesse beeinflusst haben. Durch weitere Studien zu Membranen und ihren Eigenschaften können Forscher unser Verständnis über die Ursprünge des Lebens und die komplexen Beziehungen zwischen verschiedenen biologischen Komponenten erweitern.

Auswirkungen auf das Verständnis der Ursprünge des Lebens

Das Wissen, das aus diesen Studien gewonnen wurde, hilft, eine der entscheidenden Fragen der Biologie zu beantworten: Wie ist das Leben entstanden? Durch den Fokus auf die chemischen Prozesse und die Rollen der Membranen können Forscher ein klareres Bild davon entwickeln, wie einfache Moleküle in die komplexen Lebensformen evolvierten, die wir heute sehen. Das Zusammenspiel von Chemie, Struktur und Funktion bietet wertvolle Einblicke in die natürlichen Prozesse, die das Leben auf der Erde geprägt haben.

Abschliessende Gedanken zu den Bausteinen des Lebens

Die Ursprünge des Lebens durch die Linse von Zuckern, Aminosäuren und Membranchemie zu untersuchen, bietet eine einzigartige Perspektive darauf, wie die ersten lebenden Organismen entstanden sein könnten. Die komplizierten Details der molekularen Struktur, der chiralen Auswahl und der Membraneigenschaften offenbaren viel über die frühen Phasen des Lebens.

Diese Erkundung verbessert nicht nur unser Verständnis der biologischen Evolution, sondern regt auch die Neugier auf die Bedingungen an, die notwendig sind, damit Leben gedeihen kann, sowohl auf der Erde als auch möglicherweise anderswo im Universum. Die fortwährende Studie dieser grundlegenden Bausteine und ihrer Interaktionen bleibt entscheidend, um die Geheimnisse der Anfänge des Lebens und des evolutiven Weges zu entschlüsseln.

Originalquelle

Titel: Membrane permeability selection drove the stereochemistry of life

Zusammenfassung: Early in the evolution of life a proto-metabolic network was encapsulated within a membrane compartment. The permeability characteristics of the membrane determined several key functions of this network by determining which compounds could enter the compartment and which compounds could not. One key feature of known life is the utilisation of right-handed D- ribose and deoxyribose sugars and left-handed L- amino acid stereochemical isomers (enantiomers), however, it is not clear why life adopted this specific chirality. We previously demonstrated that an archaeal and an intermediate membrane mimic, bearing a mixture of bacterial and archaeal lipid characteristics (a hybrid membrane), display increased permeability compared to bacterial-like membranes. Here, we investigate if these membranes can drive stereochemical selection on pentose sugars, hexose sugars and amino acids. Using permeability assays of homogenous unilamellar vesicles, we demonstrate that both membranes select for D- ribose and deoxyribose sugars while the hybrid membrane uniquely selects for a reduced alphabet of L- facing amino acids. This repertoire includes alanine, the plausible first L- amino acid utilised. We conclude such compartments could provide stereochemical compound selection thereby demonstrating a solution to the chirality problem during the evolution of life.

Autoren: Stefano Pagliara, O. Goode, U. Lapinska, G. Glover, D. S. Milner, A. E. Santoro, T. Richards

Letzte Aktualisierung: 2024-07-08 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.04.23.590732

Quell-PDF: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.04.23.590732.full.pdf

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

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