Die Geheimnisse von HESS J1813-178: Gammastrahlen aufgedeckt
Wissenschaftler untersuchen HESS J1813-178, um Gammastrahlenquellen und deren Ursprünge zu identifizieren.
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Inhaltsverzeichnis
HESS J1813-178 ist eine helle Quelle von hochenergetischen Gammastrahlen in unserer Galaxie. Wissenschaftler versuchen herauszufinden, ob diese Gammastrahlung von einem Supernova-Überrest, einem Pulsar-Windnebel oder einem jungen Sternhaufen kommt. Diese Frage wird immer noch erforscht.
Indem sie Gammastrahlendaten, die über 14 Jahre mit dem Fermi Large Area Telescope gesammelt wurden, analysierten, fanden die Forscher drei verschiedene Quellen von Gammastrahlen in der Gegend von HESS J1813-178, jede mit ihren eigenen Eigenschaften. Eine dieser Quellen hat ein hartes Spektrum, was bedeutet, dass sie einen bestimmten Energiebereich emittiert. Diese Quelle ist auch klein und stimmt mit dem Standort von HESS J1813-178 überein.
Beobachtungen von Kohlenmonoxid (CO) in der Umgebung zeigen dichte Gasklumpen rund um HESS J1813-178. Dieses Gas könnte eine Rolle bei der Entstehung der Gammastrahlen spielen, die wir sehen. Wissenschaftler ziehen verschiedene Ursprünge für die Gammastrahlen in Betracht, wie einen nahegelegenen Supernova-Überrest, den von einem nahen energiereichen Pulsar betriebenen Pulsar-Windnebel oder den jungen Sternhaufen in der Region. Bis jetzt konnten sie die Quelle jedoch noch nicht klar identifizieren.
Bedeutung der Region
Die umliegende Gegend ist reich an potenziellen Quellen von hochenergetischen Emissionen. Die Studie von HESS J1813-178 ist wichtig, weil das Verständnis dieser hochenergetischen Emissionen den Wissenschaftlern hilft, mehr über Kosmische Strahlen und deren Verhalten in unserer Galaxie zu lernen.
Da 100 GeV ein Mass ist, das in der hochenergetischen Astronomie verwendet wird, haben viele bodengestützte Gammastrahlenobservatorien wie H.E.S.S., MAGIC, HAWC und LHAASO viele Gammastrahlenquellen in diesem Energiebereich gefunden. Diese Observatorien haben über 200 Quellen entdeckt, darunter Pulsar-Windnebel, Supernova-Überreste und andere kosmische Phänomene.
Einige Quellen bleiben jedoch unbekannt, und weitere Beobachtungen in verschiedenen Wellenlängen sind entscheidend, um ihre Natur zu klären. HESS J1813-178 hebt sich als eines der hellsten kompakten Objekte hervor, die fast punktförmig in früheren Umfragen erfasst wurden.
Eigenschaften der Gammastrahlung
Die Gammastrahlung von HESS J1813-178 hat ein Power-Law-Spektrum, was bedeutet, dass die Menge an emittierten Gammastrahlen abnimmt, wenn die Energie zunimmt. Frühere Beobachtungen zeigten ebenfalls einen harten Index im Gammastrahlenspektrum, was auf starke energetische Prozesse hinweist.
Neuere Beobachtungen haben die Grösse von HESS J1813-178 aktualisiert und sein Spektrum verfeinert, was auf eine komplexe Struktur der Emissionen hinweist. Der aktuelle LHAASO-Katalog hat eine weitere Gammastrahlenquelle in der Region identifiziert, die zusätzliche Daten zur Analyse liefert.
Die in HESS J1813-178 detektierten Gammastrahlen sind eng mit einer schalenförmigen Struktur des Supernova-Überrests G12.82-0.02 verbunden. Dieser Überrest befindet sich in der Nähe einer Sternentstehungsregion, und in der Nähe wurden nichtthermische Röntgenemissionen entdeckt, die auf Prozesse wie Teilchenbeschleunigung und energetische Wechselwirkungen hinweisen.
Tiefere Röntgenstudien haben auch einen Pulsar-Windnebel erkannt, der zentral innerhalb des Supernova-Überrests liegt, was die komplexe Natur der Emissionen in der Gegend andeutet.
Mögliche Ursprünge der Gammastrahlung
Diskussionen über den Ursprung der Gammastrahlung von HESS J1813-178 haben mehrere Möglichkeiten hervorgebracht. Die erste betrifft den Supernova-Überrest G12.82-0.02, der eine Quelle kosmischer Strahlen sein könnte. Eine andere Option deutet darauf hin, dass der energiereiche Pulsar PSR J1813-1749 die Emissionen durch seine Wechselwirkungen mit der Umgebung antreibt. Schliesslich ist der junge Sternhaufen Cl 1813-178, der sich in ähnlicher Entfernung befindet, ebenfalls ein möglicher Kandidat als Quelle der Gammastrahlen.
Jede Hypothese hat ihre eigenen Implikationen, und Beobachtungen unterstützen verschiedene Aspekte dieser Szenarien. Die Assoziation zwischen den Gammastrahlen und den umgebenden Molekülwolken ist ebenfalls entscheidend. Beobachtungen zeigen eine riesige Molekülwolke in der Nähe von HESS J1813-178, was auf Wechselwirkungen hindeutet, die die beobachteten Gammastrahlen produzieren könnten.
Datenerhebung
Um die Gammastrahlen aus HESS J1813-178 zu untersuchen, wurden Daten mit dem Fermi-LAT-Instrument gesammelt, das 2008 in Betrieb genommen wurde. Die Analyse konzentrierte sich auf Gammastrahlen im Energiebereich von 500 MeV bis 1 TeV. Verschiedene Setups und Bedingungen wurden angepasst, um Hintergrundgeräusche zu minimieren und die Signalaufnahme zu maximieren.
Ein Verfahren namens Likelihood-Fitting wurde verwendet, um die Daten zu analysieren, was bedeutet, dass ein Modell erstellt wird, wie Quellen Gammastrahlen emittieren, und dieses Modell angepasst wird, um die beobachteten Daten bestmöglich zu berücksichtigen. So können Quellen identifiziert werden, die zur gesamten Gammastrahl-emission in einem Gebiet beitragen.
Räumliche Analyse
Ein wichtiger Aspekt der Analyse war es, die Gammastrahlungsemissionen in verschiedene Quellen zu trennen. Die Daten zeigten eine grössere erweiterte GeV-Emission, die mit der TeV-Emission von HESS J1813-178 übereinstimmt. Durch die Untersuchung der verschiedenen Energiebänder war es möglich, zwischen zwei Gruppen von Gammastrahlungsemissionen zu unterscheiden.
Die identifizierten Quellen wurden SrcA und SrcB genannt. SrcA steht für die weicheren Gammastrahlen, die sich über ein grösseres Gebiet erstrecken, während SrcB aus härteren Gammastrahlen besteht, die eng mit den TeV-Emissionen von HESS J1813-178 verbunden sind.
Eine weitere Quelle, SrcC, wurde in der Region identifiziert, die mit einem anderen Supernova-Überrest übereinstimmte. Jede Quelle wies unterschiedliche Eigenschaften sowohl im Raum als auch in der Energie auf, was half, das Verständnis der Emissionen zu verfeinern.
Spektralanalyse
Eine weitere Analyse konzentrierte sich auf die spektralen Eigenschaften der identifizierten Quellen. Die Emissionen wurden mit verschiedenen Modellen untersucht, um festzustellen, ob sie am besten durch ein Power-Law oder ein komplexeres Log-Parabel-Modell dargestellt werden.
SrcA zeigte ein weicheres Spektrum, das nicht mit den beobachteten Eigenschaften anderer bekannter Quellen übereinstimmte, während SrcB ein hartes Spektrum aufwies, das nahtlos mit den Emissionen von HESS J1813-178 verbunden ist.
Durch die Berechnung des integrierten Photonflusses der Quellen konnten die Forscher quantifizieren, wie viel Gammastrahlenenergie produziert wurde, was wichtig ist, um ihre Ursprünge zu verstehen.
Beobachtungen von Molekülwolken
Getrennt von der Gammastrahlenanalyse wurden Beobachtungen von Molekülwolken in der Nähe von HESS J1813-178 durchgeführt. Diese Wolken sind entscheidend, um die potenziellen Mechanismen hinter den Gammastrahlenemissionen zu verstehen.
Die CO-Emissionen wurden untersucht, um das Vorhandensein von molekularem Gas, das mit den Gammastrahlenquellen assoziiert ist, zu erkennen. Die Daten zeigten unterschiedliche Geschwindigkeitsintervalle, die auf verschiedene physikalische Bedingungen und Strukturen im Bereich der Gammastrahlenemissionen hinweisen.
Die Beziehung zwischen den Molekülwolken und den Gammastrahlenemissionen wurde untersucht, wobei berücksichtigt wurde, wie kosmische Strahlen möglicherweise mit diesen Wolken interagieren, um Gammastrahlen durch hadronische Prozesse zu erzeugen.
Fazit
Zusammenfassend hat die Analyse der Gammastrahlenemissionen von HESS J1813-178 eine komplexe Wechselwirkung von Quellen und Mechanismen aufgezeigt. Die Identifizierung mehrerer distinct Quellen, deren spektrale Eigenschaften und ihre Verbindungen zu nahegelegenen Molekülwolken haben wertvolle Einblicke in die Natur hochenergetischer Prozesse in unserer Galaxie geliefert.
Die Ursprünge der Gammastrahlen sind weiterhin Gegenstand von Untersuchungen, wobei mehrere Szenarien wie Supernova-Überreste, Pulsar-Windnebel und junge Sternhaufen überzeugende Möglichkeiten bieten. Laufende Beobachtungen und Datenanalysen werden weiterhin Licht auf diese faszinierenden himmlischen Phänomene werfen und helfen, unser Verständnis von Gammastrahlenemissionen und kosmischen Strahlen im Allgemeinen zu vertiefen.
Zukünftige Studien, insbesondere solche, die Daten von neuen Observatorien einbeziehen und bestehende Modelle weiter verfeinern, werden entscheidend sein, um die Geheimnisse von HESS J1813-178 und ähnlichen hochenergetischen Quellen in der Galaxie zu entschlüsseln.
Titel: Revision of the GeV $\gamma$-ray Emission in the Region of HESS J1813-178 with Fermi-LAT
Zusammenfassung: HESS J1813-178 is one of the brightest and most compact TeV $\gamma$-ray sources, and whether its $\gamma$-ray emission is associated with supernova remnant (SNR), pulsar wind nebula (PWN) or young stellar cluster (YSC) is still under debate. By analysing the GeV $\gamma$-ray data in the field of HESS J1813-178 using 14 years of PASS 8 data recorded by the Fermi Large Area Telescope (Fermi-LAT), we report the discovery of three different sources with different spectra in this region. The hard source with a power law spectral index of 2.11 $\pm$ 0.08 has a small size extension, which is spatially and spectrally coincident with the TeV $\gamma$-ray emission from HESS J1813-178. CO observations display the dense molecular clouds surrounding HESS J1813-178 in the velocity range of 45-60 km s$^{\rm -1}$. The possible origins of the $\gamma$-ray emission from HESS J1813-178 are discussed, including SNR G12.82-0.02, the PWN driven by the energetic X-ray pulsar PSR J1813-1749, and YSC Cl 1813-178. However, none of them can be ruled out clearly. Note that the maximum energy of protons in the hadronic model should exceed a few hundred TeV, which makes HESS J1813-178 to be a promising PeVatron. The detailed LHAASO data analysis about the morphology and spectrum would be helpful to investigate the origin of the $\gamma$-ray emission in this region and test its PeVatron nature.
Autoren: Xiaolei Guo, Yuliang Xin
Letzte Aktualisierung: 2024-02-19 00:00:00
Sprache: English
Quell-URL: https://arxiv.org/abs/2402.11880
Quell-PDF: https://arxiv.org/pdf/2402.11880
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
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