Steigende Trends bei Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern
Eine Studie zeigt steigende Raten von Herzinsuffizienz und Vorhofflimmern bei gleichzeitig besseren Ergebnissen.
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Inhaltsverzeichnis
Herzinsuffizienz (HF) und Vorhofflimmern (AF) kommen oft zusammen vor, was die Behandlung der Patienten schwieriger macht. Wenn jemand beide Erkrankungen hat, erhöht sich das Risiko zu sterben, im Krankenhaus zu landen oder einen Schlaganfall zu haben. Trotz Verbesserungen in der Behandlung in den letzten zehn Jahren gibt es immer noch Lücken im Verständnis, wie sich diese beiden Erkrankungen gegenseitig beeinflussen und wie die langfristigen Aussichten für die Patienten sind. Dieser Artikel betrachtet die Trends in den Patientenergebnissen und dem Medikamentengebrauch von 1997 bis 2018 für Menschen, bei denen sowohl HF als auch AF diagnostiziert wurde.
Datenquellen
Die Daten für diese Studie stammen aus nationalen Gesundheitsaufzeichnungen in Dänemark. Diese Aufzeichnungen sind durch eine einzigartige persönliche Identifikationsnummer verbunden, die Bürger bei ihrer Geburt oder bei der Einwanderung erhalten. Es wurden mehrere wichtige Register verwendet, um Informationen über die Patienten zu sammeln, einschliesslich ihrer Demografie, Diagnosen und Krankenhausaufenthalte. Die Diagnosen basierten auf einem Kodierungssystem, das Internationale Klassifikation der Krankheiten heisst, um sicherzustellen, dass die Daten korrekt organisiert sind.
Studienpopulation
Wir konzentrierten uns auf Patienten im Alter von 18 bis 90 Jahren, die zwischen 1997 und 2018 erstmals mit HF diagnostiziert wurden. Die Patienten wurden je nach ihrem AF-Status kategorisiert. Diejenigen, bei denen innerhalb von zehn Jahren zuvor AF diagnostiziert wurde, kamen in die Gruppe „Vorhandenes AF“. Wenn sie am selben Tag mit HF und AF diagnostiziert wurden, kamen sie in die Gruppe „Neuauftretendes AF“. Patienten ohne AF wurden in die Gruppe „Kein AF“ eingeteilt. Wir haben auch verschiedene Zeitrahmen betrachtet, um zu sehen, wie sich die Patienteneigenschaften im Laufe der Jahre änderten.
Grundlegende Eigenschaften
Wir definierten grundlegende Eigenschaften anhand von Gesundheitsproblemen, die innerhalb von fünf Jahren vor der HF-Diagnose diagnostiziert wurden. Bei Patienten mit Diabetes schauten wir entweder auf ihre Diagnoseschlüssel oder ihre Medikamentenverschreibungen. Wir berechneten ein Bewertungsystem namens CHA2DS2-VASc Score, um das Schlaganfallrisiko dieser Patienten zu bewerten. Das half uns, den Gesundheitszustand der Patienten besser zu verstehen.
Ergebnisse und Follow-up
Die wichtigsten Ergebnisse, nach denen wir suchten, waren die Sterblichkeit aus allen Ursachen und die Raten von Krankenhausaufenthalten wegen HF oder Schlaganfall von 1997 bis 2018. Ein Krankenhausaufenthalt wegen HF wurde als der erste Übernachtungsaufenthalt im Krankenhaus mit HF als Hauptgrund definiert, während ein Schlaganfall durch spezifische Diagnoseschlüssel identifiziert wurde. Wir verfolgten auch die Verschreibungen von Medikamenten, die mit HF und AF in bestimmten Zeitrahmen zusammenhingen. Die Patienten wurden verfolgt, bis sie ein relevantes Ergebnis erlebten, starben, wegzogen oder der Studienzeitraum endete.
Statistische Methoden
Wir verwendeten einfache statistische Methoden zur Analyse unserer Daten. Kontinuierliche Variablen wurden als Mediane berichtet, während kategoriale Variablen als Zählungen und Prozentsätze dargestellt wurden. Wir schauten uns die Trends im Laufe der Zeit mithilfe von Grafiken an, um die Änderungen der Ergebnisse zu visualisieren. Wir setzten statistische Modelle ein, um die Beziehungen zwischen den Jahrgruppen und verschiedenen Ergebnissen zu analysieren, während wir Alter, Geschlecht und andere Gesundheitsprobleme berücksichtigten.
Ergänzende Analyse
Neben den Hauptausgängen betrachteten wir die fünfjährige Inzidenz von Blutungszuständen, AF-Krankenhausaufenthalten und die Wahrscheinlichkeit, Behandlungen für AF zu erhalten. Wir wollten sehen, wie sich diese Faktoren im Laufe der Jahre änderten und ob sie mit dem Vorhandensein von AF zusammenhingen. Bei allen Analysen stellten wir sicher, dass wir verschiedene Einflussfaktoren berücksichtigten.
Patienteneigenschaften
Unsere Studie umfasste insgesamt 152.059 Patienten, bei denen erstmals HF diagnostiziert wurde. Etwa 60 % dieser Patienten waren männlich, mit einem Medianalter von 74 Jahren. Wir kategorisierten die Patienten basierend auf ihrem AF-Status. Ein erheblicher Teil der Patienten hatte AF, und diejenigen, die später im Studienzeitraum diagnostiziert wurden, waren im Allgemeinen jünger und hatten mehr Gesundheitsprobleme. Patienten mit sowohl HF als auch AF hatten eine höhere Belastung durch Begleiterkrankungen.
Trends über die Zeit
Über die zwei Jahrzehnte von 1997 bis 2018 beobachteten wir einen bemerkenswerten Anstieg der Zahl der Patienten mit sowohl HF als auch AF. Der Anteil der Patienten mit AF stieg von etwa 25 % auf 36 %. Dieser Trend könnte durch ein besseres Bewusstsein für AF und Verbesserungen in den Behandlungen verursacht worden sein, die den Patienten helfen, länger zu leben. Das Durchschnittsalter, in dem Patienten mit HF diagnostiziert wurden, stieg nicht, was darauf hindeutet, dass der Anstieg von AF nicht nur darauf zurückzuführen ist, dass die Leute älter werden.
Mortalitäts- und Krankenhausaufenthalt-Trends
Wir fanden heraus, dass das Risiko, innerhalb von fünf Jahren zu sterben, für alle Patienten von 1997 bis 2018 gesenkt wurde. Diejenigen mit AF hatten das höchste Sterberisiko und auch die meisten Gesundheitsprobleme. Wichtig ist, dass unsere Analyse zeigte, dass AF das Sterberisiko nicht signifikant erhöhte, wenn wir Alter und andere Gesundheitsprobleme berücksichtigten. Das deutet darauf hin, dass Verbesserungen in den Behandlungen für HF und AF wahrscheinlich zu den gesenkten Sterblichkeitsraten beigetragen haben.
Das Risiko, einen Schlaganfall zu haben, ging ebenfalls im Laufe der Jahre zurück, möglicherweise aufgrund einer besseren Nutzung von Antikoagulanzien zur Prävention. Obwohl es einen leichten Anstieg der Blutungsrisiken gab, sank das Gesamt-Schlaganfallrisiko, was Fortschritte im Management beider Erkrankungen zeigt. Im Gegensatz dazu blieb das Risiko für Krankenhausaufenthalte aufgrund von HF konstant, was möglicherweise auf die effektive ambulante Pflege für HF-Patienten in Dänemark zurückzuführen ist.
Medikamenten-Trends
Der Anteil der Patienten, die Medikamente für HF und AF verschrieben bekamen, stieg im Studienzeitraum erheblich an. Der auffälligste Anstieg war bei der Verwendung von Betablockern und Antikoagulanzien für AF-Patienten. Das steht im Einklang mit den Empfehlungen der Richtlinien und zeigt eine bessere Einhaltung der Behandlungsprotokolle. Interessanterweise blieb die Anwendung von Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten niedrig, was darauf hinweist, dass dieses wichtige Medikament möglicherweise nicht so häufig wie nötig eingesetzt wird.
Stärken und Einschränkungen
Unsere Studie hatte mehrere Stärken, darunter eine grosse Stichprobengrösse und hochwertige Daten. Einige Einschränkungen waren jedoch bemerkenswert. Bestimmte wichtige klinische Details, wie Blutdruckwerte und spezifische Arten von AF, waren nicht verfügbar. Das könnte die Fähigkeit beeinflusst haben, bestimmte Schlussfolgerungen zu ziehen.
Klinische Implikationen
Diese Studie hebt einen wichtigen Trend hervor: Immer mehr Patienten leben mit sowohl HF als auch AF. Da diese Patientengruppe wächst, wird es entscheidend sein, dass die Gesundheitsdienstleister ihre Behandlung effektiv managen. Die Ergebnisse zeigen auch eine Abnahme der Mortalität und des Schlaganfallrisikos in den letzten Jahren, was die Bedeutung besserer Behandlungsoptionen unterstreicht. Allerdings deutet die Angleichung des Schlaganfallrisikos bei HF-Patienten, unabhängig vom AF-Status, darauf hin, dass mehr Forschung zur Schlaganfallprävention bei denen ohne AF nötig ist.
Fazit
Zusammenfassend zeigt unsere umfangreiche Studie von 1997 bis 2018, dass die Zahl der Patienten mit sowohl HF als auch AF zunimmt. Das Risiko zu sterben und einen Schlaganfall zu haben, ist im Laufe der Zeit gesunken, was auf positive Veränderungen in der Behandlung und dem Management hinweist. Patienten mit AF erhalten eine umfassendere Versorgung, was gut für ihre langfristige Gesundheit ist. Es besteht weiterhin ein Bedarf, die Behandlung dieser Patienten weiter zu erforschen, um zu verstehen, wie man Komplikationen effektiv verhindern kann.
Titel: Temporal trends in mortality, heart failure hospitalization, and stroke in heart failure patients with and without atrial fibrillation: A nationwide study from 1997-2018 on 152,059 patients
Zusammenfassung: BackgroundGiven the many advances in treating heart failure (HF) and atrial fibrillation (AF) separately over the past decades, it remains unclear how the prognosis of patients diagnosed with both conditions has changed over time. We aimed to investigate the temporal trends in clinical outcomes from 1997 to 2018 in patients diagnosed with both HF and AF. MethodsFrom Danish nationwide registries, we identified 152,059 patients with a first-time HF-diagnosis from 1997 to 2018. Patients were grouped according to year of new-onset HF and AF-status: Prevalent AF (n=34,734), New-onset HF (n=12,691), and No AF (n=104,634). Outcomes of interest were the five-year risk of all-cause mortality, HF-hospitalization, and stroke. ResultsBetween 1997 and 2018, the proportion of patients with prevalent or new-onset AF increased from 24.7% (n=9256) to 35.8% (n=14,970). The five-year risk of all-cause mortality decreased from 69.1% (95% CI): 67.9%-70.2%) to 51.3% (49.9%-52.7%), 62.3% (60.5%-64.4%) to 43.0% (40.5%-45.5%), and 61.9% (61.3%-62.4%) to 36.7% (35.9%-37.6%) for the prevalent AF, new-onset AF, and no AF group, respectively. Minimal changes were observed in the risk of HF-hospitalization. The five-year risk of stroke decreased from 8.5% (7.8%-9.1%) to 5.0% (4.4%-5.5%) in the prevalent AF group, 8.2% (7.2%-9.2%) to 4.6% (3.7%-5.5%) in the new-onset AF group, and 6.3% (6.1%-6.6%) to 4.9% (4.6%-5.3%) in the no AF group. Simultaneously, patients prescribed anticoagulant therapy within 90 days after HF-onset increased from 42.7% to 93.1% in patients with prevalent AF and 41.9% to 92.5% in patients with new-onset AF. ConclusionFrom 1997 to 2018, we observed an increase in patients with HF and coexisting AF. Mortality and stroke risk decreased across all patient groups regardless of AF-status. Anticoagulation therapy increased, and stroke risk in patients with HF and AF was reduced to similar levels as HF patients without AF at the end of the study period. Clinical Perspective What is new?O_LIIn patients with heart failure, an increasing proportion had concomitant atrial fibrillation in 2018 versus 1997. C_LIO_LIThe mortality- and stroke risk decreased for all patients with heart failure over the past two decades, also for patients with coexisting atrial fibrillation, and more patients received guideline-recommended therapy in 2018 versus in 1997. C_LI What are the clinical implications?O_LIThe increasing trend of patients with heart failure and coexisting atrial fibrillation necessitates a better understanding of the coexistence of these two conditions, of which this study provides insight into the evolving prognosis and management landscape of individuals with both heart failure and atrial fibrillation over the past two decades. C_LI Graphical abstract O_FIG O_LINKSMALLFIG WIDTH=200 HEIGHT=113 SRC="FIGDIR/small/24304326v1_ufig1.gif" ALT="Figure 1"> View larger version (44K): [email protected]@1c863a4org.highwire.dtl.DTLVardef@105a6f3org.highwire.dtl.DTLVardef@13af88_HPS_FORMAT_FIGEXP M_FIG C_FIG
Autoren: Marte Austreim, N. Nouhravesh, M. E. Malik, N. K. Abassi, D. Zahir Anjum, C. H. Garred, C. Fuchs Andersen, M. L. Hansen, J. B. Olesen, E. L. Fosbol, L. Ostergaard, L. Kober, M. Schou
Letzte Aktualisierung: 2024-03-16 00:00:00
Sprache: English
Quell-URL: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2024.03.14.24304326
Quell-PDF: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2024.03.14.24304326.full.pdf
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by-nc/4.0/
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