Die Verbindung zwischen dem GBA1-Gen und Parkinson
Erforschen, wie Genetik und Darmgesundheit mit Parkinson zusammenhängen.
Elisa Menozzi, Mallia Geiger, Victoria Meslier, Federico Fierli, Marine Gilles, Kai-Yin Chau, Aymeric David, Revi Shahar Golan, Alexandre Famechon, Sofia Koletsi, Christian Morabito, Benoit Quinquis, Nicolas Pons, Stanislav Dusko Ehrlich, Jane Macnaughtan, Mathieu Almeida, Anthony HV Schapira
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Inhaltsverzeichnis
- Das GBA1-Gen: Das Gute, das Schlechte und das Hässliche
- Die Auswirkungen von GBA1-Varianten auf die Parkinson-Krankheit
- Der Zusammenhang zur Darmgesundheit
- Was im Darm passiert
- Untersuchung von GBA1-Varianten und dem Mikrobiom des Darms
- Ergebnisse der Studie
- Die Dual-Hit-Hypothese
- Einschränkungen und zukünftige Richtungen
- Fazit: Ein Rätsel, das es wert ist, gelöst zu werden
- Originalquelle
- Referenz Links
Die Parkinson-Krankheit (PD) ist eine Gehirnstörung, die zu Zittern, Steifheit und Schwierigkeiten mit Gleichgewicht und Koordination führt. Die Ursache von PD ist nicht einfach; sie wird von einer Mischung aus Genetik und Umweltfaktoren beeinflusst. Einer der wichtigen genetischen Faktoren, die mit PD in Verbindung stehen, ist das GBA1-Gen. Dieses Gen ist wichtig, weil es ein Enzym produziert, das hilft, bestimmte Fette im Körper abzubauen. Wenn es Mutationen in diesem Gen gibt, kann das zu einer Krankheit namens Gaucher-Krankheit führen, die für verschiedene Gesundheitsprobleme bekannt ist, darunter Probleme mit der Milz, der Leber und den Knochen.
Das GBA1-Gen: Das Gute, das Schlechte und das Hässliche
Das GBA1-Gen ist wie ein Rezept für ein wichtiges Enzym namens Glucocerebrosidase (nennen wir es GCase). Denk an GCase als einen kleinen Hausmeister, der den Müll in unseren Zellen aufräumt, speziell eine Art Fett namens Glucosylceramid. Wenn der Hausmeister nicht seinen Job macht – dank lästiger Mutationen – kann das zu einem Aufbau dieser Fette führen, was verschiedene Gesundheitsprobleme verursacht.
Etwa 10-15 % der Menschen mit PD haben GBA1-Mutationen. Während diese Mutationen das Risiko für Parkinson erhöhen, wird nicht jeder mit einer GBA1-Mutation die Krankheit entwickeln. Es ist so, als hätte man einen Schlüssel zu einer Tür, aber man geht nicht unbedingt durch.
Die Auswirkungen von GBA1-Varianten auf die Parkinson-Krankheit
Menschen mit PD, die auch bestimmte GBA1-Mutationen haben, können schwerwiegendere Symptome erleben. Zu diesen Symptomen gehören Probleme mit autonomen Funktionen (wie Herzfrequenz und Blutdruckregulation) und Verlust des Geruchssinns. Studien haben gezeigt, dass Menschen mit schweren Varianten des GBA1-Gens ein viel höheres Risiko haben – bis zu 30 Mal mehr – an PD zu erkranken im Vergleich zu denen ohne die Mutation.
Interessanterweise, obwohl eine GBA1-Variante das Risiko für PD erhöhen könnte, werden die meisten Menschen mit diesen Varianten die Krankheit nicht in ihrem Leben bekommen. Hier wird das Rätsel komplizierter. Welche anderen Faktoren könnten jemanden mit einer GBA1-Mutation über die Kante bringen, um PD zu entwickeln?
Der Zusammenhang zur Darmgesundheit
Jüngste Forschungen haben begonnen, den Darm als möglichen Ausgangspunkt für die Veränderungen zu betrachten, die zu PD führen. Es scheint, dass der Magen-Darm-Trakt nicht nur das Abfallentsorgungssystem des Körpers ist; er könnte auch eine Rolle bei der Entwicklung von PD spielen. Einige Studien haben gezeigt, dass bestimmte Proteine, die mit PD in Verbindung stehen, vom Darm ins Gehirn gelangen könnten. Das ist besonders interessant für diejenigen, die die "Body-First"-Form von PD haben, bei der die Symptome im Darm beginnen, bevor sie ins Gehirn wandern.
Als Forscher tiefer gruben, fanden sie Verbindungen zum Mikrobiom des Darms – der vielfältigen Gemeinschaft von Bakterien, die in unseren Eingeweiden leben. Die Idee ist, dass diese winzigen Wesen die Entwicklung von PD beeinflussen könnten. Denk an das Darmmikrobiom als eine geschäftige Stadt von Bakterien, die jeweils eine Rolle bei der Gesundheit des Körpers spielen. Veränderungen in dieser mikrobiellen Gemeinschaft könnten jedoch zu Problemen führen.
Was im Darm passiert
Forschungen haben gezeigt, dass die Anwesenheit bestimmter Komponenten von Darmbakterien die Spiegel von Proteinen, die mit PD assoziiert sind, erhöhen kann. Ausserdem, als Wissenschaftler fäkales Material von PD-Patienten in Mäuse transplantierten, zeigten die Mäuse motorische Symptome und pathologische Veränderungen, die mit PD verbunden sind.
Studien haben festgestellt, dass es viele auffällige Veränderungen im Mikrobiom des Darms bei PD-Patienten im Vergleich zu gesunden Personen gibt, insbesondere bei denen mit dem "Body-First"-Subtyp von PD. Das hat zu der Spekulation geführt, dass der Darm ein wichtiger Teil des Puzzles sein könnte, wenn es darum geht, GBA1-assoziierte PD zu verstehen.
Untersuchung von GBA1-Varianten und dem Mikrobiom des Darms
Um dieses Thema zu vertiefen, beschlossen Forscher zu untersuchen, wie GBA1-Varianten das Mikrobiom des Darms in Mäusen beeinflussen. Die Studie zielte darauf ab, Mäuse mit einer spezifischen GBA1-Mutation (L444P) mit normalen Mäusen (Wildtyp) zu vergleichen, um zu sehen, ob es Unterschiede in der Zusammensetzung ihrer Darmbakterien gibt.
Die Forschung erforderte sorgfältige Planung. Mäuse wurden unter kontrollierten Bedingungen aufgezogen, um sicherzustellen, dass beobachtete Unterschiede später auf ihre genetische Veranlagung und nicht auf Umweltfaktoren zurückzuführen waren. Sie sammelten Stuhlproben von den Mäusen in verschiedenen Altersphasen, um das Mikrobiom des Darms und eventuelle Veränderungen im Laufe der Zeit zu analysieren.
Ergebnisse der Studie
Die Forscher fanden heraus, dass es nicht viele signifikante Unterschiede zwischen den Mikrobiomen des Darms der beiden Mäusegruppen gab. Tatsächlich war die Artenvielfalt – die Anzahl der verschiedenen Bakterienarten – zwischen Mäusen mit der GBA1-Mutation und denen ohne ziemlich ähnlich.
Mit drei Monaten gab es nur eine Bakterienart, die bei den GBA1-Mäusen häufiger vorkam. Allerdings beobachteten sie mit sechs Monaten einige neue Veränderungen und fanden zehn Arten, die sich in der Häufigkeit zwischen den beiden Gruppen unterschieden, wobei die meisten nur in der einen oder anderen Gruppe vorkamen.
Trotz der begrenzten Variationen in den Darmbakterien bemerkten sie, dass es einige funktionale Unterschiede zwischen den beiden Gruppen gab. Genau wie verschiedene Restaurants in einer Stadt einzigartige Küchen anbieten, können diverse Darmbakterien unterschiedliche Funktionen haben. Sie fanden ein spezifisches funktionales Modul im Zusammenhang mit Darmbakterien, das bei den GBA1-Mäusen häufiger vorkam, was darauf hindeutet, dass die Mutation tatsächlich Auswirkungen darauf haben könnte, wie der Darm funktioniert.
Die Dual-Hit-Hypothese
Die Forscher kamen auf eine Idee namens "Dual-Hit-Hypothese". Im Grunde sagt sie, dass eine GBA1-Mutation Menschen einem Risiko für PD aussetzt, es aber oft einen zweiten "Treffer" braucht – wie die Exposition gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln oder Infektionen – um den Krankheitsprozess zu starten. Man kann sich das vorstellen wie beim Backen eines Kuchens: Man braucht zwei Zutaten, um einen zu machen; nur eine allein bringt nicht viel.
Für diejenigen mit GBA1-Mutationen könnten Faktoren wie Darmentzündungen oder die Exposition gegenüber schädlichen Substanzen mit ihrer genetischen Veranlagung interagieren und PD auslösen.
Einschränkungen und zukünftige Richtungen
Obwohl die Studie ein guter erster Schritt ist, hat sie ihre Einschränkungen. Erstens haben die Forscher nur Mäuse bis zu einem Alter von sechs Monaten untersucht. Wie jeder Elternteil eines Teenagers dir sagen kann, verändern sich Dinge stark, wenn sie älter werden. Die Forscher haben noch nicht untersucht, wie sich das Mikrobiom des Darms mit dem Alter verändern könnte, aber basierend auf vorläufigen Ergebnissen erwarten sie keine grossen Unterschiede.
Ausserdem wurde nicht untersucht, wie Fast Food – oder der Mangel daran – die Gesundheit des Darms beeinflusst. Die Transitzeit im Magen-Darm-Trakt (wie lange es dauert, bis die Nahrung durch das System gelangt) und entzündliche Marker wurden nicht gemessen, sodass es noch Lücken zu füllen gibt.
Fazit: Ein Rätsel, das es wert ist, gelöst zu werden
Was wir über PD, GBA1-Mutationen und das Mikrobiom des Darms wissen, ist nur die Spitze des Eisbergs. Während GBA1-Varianten das Risiko für PD erhöhen können, gibt es ein komplexes Netzwerk von Faktoren, die tatsächlich zur Entwicklung der Krankheit führen.
Was im Darm passiert, scheint ein wichtiger Teil der Geschichte zu sein. Zukünftige Forschung ist nötig, um tiefer zu graben und herauszufinden, wie diese Teile zusammenpassen. Während wir unser Verständnis von PD weiter verfeinern, könnten wir neue Wege zur Prävention oder Behandlung finden. Bis dahin, lasst uns unsere Darmstädte gesund halten und hoffen, dass unser kleiner Hausmeister, GCase, weiterhin seinen Job macht!
Originalquelle
Titel: Exploring the relationship between GBA1 host genotype and gut microbiome in the GBA1L444P/WT mouse model: Implications for Parkinson disease pathogenesis
Zusammenfassung: BackgroundHeterozygous variants in GBA1 are the commonest genetic risk factor for Parkinson disease (PD) but penetrance is incomplete. GBA1 dysfunction can cause gastrointestinal disturbances and microbiome changes in preclinical models. Mounting evidence suggests that the microbiota-gut-brain axis is potentially implicated in PD pathogenesis. Whether the gut microbiome composition is influenced by host GBA1 genetics in heterozygosis has never been explored. ObjectivesTo evaluate whether heterozygosity for the GBA1 pathogenic L444P variant can cause perturbations in gut microbiome composition. MethodsFaecal samples collected from GBA1L444P/WT and GBA1WT/WT mice at 3 and 6 months of age were analysed through shotgun metagenomic sequencing. ResultsNo differences in - and {beta}-diversity were detected between genotyped groups, at either time points. Overall, we found a little variation of the gut microbiome composition and functional potential between GBA1L444P/WT and GBA1WT/WT mice over time. ConclusionHost GBA1 genotype does not impact gut microbiome structure and composition in the presented GBA1L444P/WT mouse model. Studies investigating the effect of a second hit on gut physiology and microbiome composition could explain the partial penetrance of GBA1 variants in PD.
Autoren: Elisa Menozzi, Mallia Geiger, Victoria Meslier, Federico Fierli, Marine Gilles, Kai-Yin Chau, Aymeric David, Revi Shahar Golan, Alexandre Famechon, Sofia Koletsi, Christian Morabito, Benoit Quinquis, Nicolas Pons, Stanislav Dusko Ehrlich, Jane Macnaughtan, Mathieu Almeida, Anthony HV Schapira
Letzte Aktualisierung: 2024-12-15 00:00:00
Sprache: English
Quell-URL: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.12.15.627490
Quell-PDF: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.12.15.627490.full.pdf
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.
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