Simple Science

Hochmoderne Wissenschaft einfach erklärt

# Computerwissenschaften# Rechnen und Sprache# Künstliche Intelligenz# Maschinelles Lernen

Warum Kinder Probleme mit dem Lernen von Verben haben

Ein Blick auf die Herausforderungen beim Erwerb von Verben in der Sprachentwicklung von Kindern.

― 7 min Lesedauer


Verben: Ein kniffligesVerben: Ein kniffligesRätsel für Kidsverstehen.Die Hürden beim Verblernen bei Kindern
Inhaltsverzeichnis

Kinder lernen Substantive oft schneller als Verben. Das wirft die Frage auf, warum Verben generell schwerer zu verstehen sind. Verschiedene Theorien deuten darauf hin, dass das an Unterschieden liegt, wie die Welt visuell kategorisiert wird oder wie Sprache selbst strukturiert ist. Es könnte auch eine Mischung aus beidem sein. In diesem Artikel schauen wir uns drei Hauptbereiche an: Visuelle Komplexität, Sprachliche Komplexität und die Interaktion zwischen beiden, um besser zu verstehen, was Verben für Kinder herausfordernd macht.

Die Herausforderung des Verbenlernens

Wenn Kinder Wörter lernen, fangen sie oft mit Substantiven an. Das ist sinnvoll, weil Substantive normalerweise auf Objekte verweisen, die klare Formen und Merkmale haben. Zum Beispiel kann ein Kind einen Hund leicht erkennen, egal wie gross, farbig oder strubbelig er ist. Verben, die sich auf Aktionen beziehen, sind dagegen komplizierter. Die Aktionen können je nachdem, wer sie ausführt, wie schnell sie gemacht werden oder in welche Richtung sie gehen, variieren, was sie weniger konstant macht als Substantive.

Die Variabilität bei Verben fügt eine weitere Schwierigkeit hinzu, wenn Kinder versuchen, diese Wörter ihren Bedeutungen zuzuordnen. Zum Beispiel kann das Wort „laufen“ viele verschiedene Arten des Laufens beschreiben, abhängig davon, wer läuft und wie.

Visuelle und sprachliche Komplexität

Visuelle Komplexität bezieht sich darauf, wie unterschiedlich die visuellen Darstellungen von Wörtern in der realen Welt sind. In diesem Zusammenhang haben Substantive oft eine stabilere visuelle Referenz im Vergleich zu Verben. Wenn Kinder ein Substantiv wie „Katze“ lernen, begegnen sie vielen ähnlichen Katzen, was ihnen hilft zu verstehen, was eine Katze ist. Beim Lernen eines Verbs wie „rennen“ sehen sie hingegen viele verschiedene Beispiele des Rennens, was es schwieriger macht, die Bedeutung festzulegen.

Sprachliche Komplexität betrifft, wie Wörter in Sätzen verwendet werden und wie ihre Bedeutungen je nach Kontext variieren können. Bei Verben können die umgebenden Wörter die Sache kompliziert machen. Verben erscheinen normalerweise in verschiedenen Sätzen, und das Verständnis, was sie bedeuten, erfordert oft das Wissen um die beteiligten Substantive und die Beziehungen zwischen ihnen.

Die Bedeutung des Kontexts

Der Kontext spielt eine entscheidende Rolle beim Wortlernen. Wenn Kinder Substantive lernen, ist der Kontext oft einfach, da sie ein Wort direkt mit einem Objekt verbinden können. Wenn sie das Wort „Ball“ lernen, können sie einen Ball sehen und anfassen. Bei Verben kann der Kontext jedoch mehrdeutiger sein. Die Aktion könnte je nach Satz auf viele verschiedene Arten beschrieben werden. Das bedeutet, dass Kinder Schwierigkeiten haben, Verben zu verstehen, wenn sie nur ein Beispiel haben oder wenn es in einem komplizierten Satz präsentiert wird.

Eine Theorie besagt, dass Verben, da sie von Beziehungen zwischen Substantiven abhängen, ein höheres Mass an kognitiver Anstrengung erfordern. Das ist anders als bei Substantiven, die als klare Referenzen allein stehen können. Daher müssen Kinder möglicherweise mehr auf die Beziehungen und Kontexte achten, um ihre Bedeutungen zu erfassen.

Die Schwierigkeit beim Lernen quantifizieren

Um zu verstehen, warum Verben schwerer zu lernen sind, müssen wir messen, wie schwierig jeder Faktor ist. Das beinhaltet, die Variabilität in den visuellen Darstellungen zu betrachten und wie diese visuellen Aspekte mit den sprachlichen Darstellungen der Wörter verbunden sind. Forschungen haben gezeigt, dass Verben tendenziell variabler und weniger eindeutig sind als Substantive.

Wenn du dir zum Beispiel eine Reihe von Bildern von Hunden anschaust, findest du viele Ähnlichkeiten zwischen ihnen, was es dem Kind erleichtert, sie als „Hunde“ zu kategorisieren. Im Gegensatz dazu, wenn ein Kind verschiedene Laufbewegungen sieht, könnten diese nicht so miteinander verwandt sein, was es schwieriger macht, zu erkennen, was all die Beispiele von „Laufen“ gemeinsam haben.

Die Rolle der Lerninstanzen

Auch die Anzahl der Beispiele, die Kinder sehen, ist wichtig. Wenn ein Kind nur ein Bild sieht oder ein Beispiel für ein Verb hört, könnte das nicht ausreichen, um die Bedeutung zu lernen. Bei Substantiven reicht manchmal ein Beispiel aus, aber bei Verben können mehrere Beispiele ein klareres mentales Bild davon vermitteln, was das Verb bedeutet. Je mehr Beispiele ein Kind in verschiedenen Kontexten zu einem Verb sieht, desto besser versteht es, wie das Verb mit seiner Bedeutung verbunden ist.

Ausserdem ist die Übereinstimmung zwischen visuellen und sprachlichen Darstellungen entscheidend. Wenn Kinder ein Wort lernen, hilft es, wenn sie sehen können, wie das Objekt aussieht und wie es in der Sprache beschrieben wird. Wenn sie ein visuelles Beispiel für ein Verb sehen, das gut mit seinem Kontext in der Sprache übereinstimmt, lernen sie es wahrscheinlich schneller.

Regressionsanalyse des Wortlernens

Um herauszufinden, welche Faktoren zum Lernen von Verben beitragen, haben Forscher verschiedene statistische Methoden verwendet. Sie bewerten die relative Bedeutung verschiedener Elemente, wie visuelle Variabilität, sprachliche Variabilität und wie oft Wörter in der Sprache verwendet werden.

Die Ergebnisse zeigen oft, dass visuelle Variabilität ein starker Indikator dafür ist, wann ein Kind ein Wort lernen wird. Mit anderen Worten, je konsistenter die visuellen Darstellungen eines Wortes sind, desto früher lernen Kinder sie wahrscheinlich. Bei Verben gilt: Je grösser die visuelle Variabilität, desto herausfordernder ist es für Kinder, ihre Bedeutungen zu lernen.

Die Wirkung des Worttyps

Auch die Art des Wortes spielt eine Rolle beim Lernen. Generell führt das Wissen, dass ein Wort ein Verb ist, dazu, dass das Alter, in dem ein Kind es lernt, steigt. Das bedeutet, dass Verben einfach schwerer zu erwerben sind, aufgrund der Natur dessen, was sie darstellen.

Im Vergleich dazu sind Substantive an konkrete Objekte gebunden, die Kinder direkt sehen und mit denen sie interagieren können. Diese greifbare Verbindung macht Substantive einfacher zu lernen, da Kinder nicht die Komplexität der Beziehungen navigieren müssen, wie sie es bei Verben tun.

Visuelle und sprachliche Übereinstimmung

Ein weiterer kritischer Aspekt des Sprachenlernens ist die Übereinstimmung zwischen visuellen und sprachlichen Informationen. Wenn ein Kind ein Verb hört, hilft es, wenn es dieses Wort leicht mit dem verbindet, was es sieht. Bei Substantiven ist diese Übereinstimmung oft stärker, was ein leichteres Verständnis ermöglicht. Im Gegensatz dazu haben Verben oft eine geringere Übereinstimmungsstärke, was es für Kinder schwieriger macht, ihre Bedeutungen allein anhand visueller Beispiele zu erfassen.

Die Übereinstimmung von visuellen und sprachlichen Informationen hilft Lernenden, die Beziehungen zu verstehen, die bei Aktionen beteiligt sind. Wenn diese beiden Informationsquellen nicht gut übereinstimmen, kann der Lernprozess kompliziert werden und zu Verwirrung führen.

Die Vorteile der Aggregation von Beispielen

Eine Möglichkeit, Kindern beim Lernen von Verben zu helfen, ist es, ihnen mehrere Beispiele zu geben. Durch das Aggregieren mehrerer Instanzen eines Wortes können Kinder anfangen, Muster zu erkennen. Wenn sie beispielsweise immer wieder verschiedene Aktionen sehen, die „springen“ beinhalten, werden sie beginnen zu verstehen, was „springen“ im Allgemeinen bedeutet, trotz der Variationen.

Forschungen haben gezeigt, dass, wenn Kinder mehr Instanzen eines Verbs begegnen, die Übereinstimmung zwischen visuellen Darstellungen und dem sprachlichen Kontext verbessert wird. Das zeigt, dass sich die Mühe beim Lernen auszahlen kann, da Kinder besser darin werden, die Bedeutungen von Verben zu erkennen und zu verstehen, wenn sie in verschiedenen Kontexten damit konfrontiert werden.

Fazit

Zusammenfassend stellen Verben einzigartige Herausforderungen für Kinder dar, die die Sprache lernen. Ihre visuellen und sprachlichen Komplexitäten tragen zu den Schwierigkeiten beim Verstehen dieser Wörter bei. Substantive, die sich auf spezifische Objekte beziehen, sind für Kinder oft leichter zu erwerben, aufgrund ihrer Konsistenz und direkten Verbindungen zur visuellen Darstellung.

Wenn Kinder älter werden und mehr Erfahrung mit der Sprache sammeln, lernen sie, die Komplexitäten der Verb-Bedeutungen effektiver zu navigieren. Durch das Verständnis der Faktoren, die zum Lernen von Verben beitragen, können Betreuer und Pädagogen Kinder besser in ihrer Sprachentwicklung unterstützen, was den Prozess reibungsloser und angenehmer macht.

Originalquelle

Titel: Quantifying the Roles of Visual, Linguistic, and Visual-Linguistic Complexity in Verb Acquisition

Zusammenfassung: Children typically learn the meanings of nouns earlier than the meanings of verbs. However, it is unclear whether this asymmetry is a result of complexity in the visual structure of categories in the world to which language refers, the structure of language itself, or the interplay between the two sources of information. We quantitatively test these three hypotheses regarding early verb learning by employing visual and linguistic representations of words sourced from large-scale pre-trained artificial neural networks. Examining the structure of both visual and linguistic embedding spaces, we find, first, that the representation of verbs is generally more variable and less discriminable within domain than the representation of nouns. Second, we find that if only one learning instance per category is available, visual and linguistic representations are less well aligned in the verb system than in the noun system. However, in parallel with the course of human language development, if multiple learning instances per category are available, visual and linguistic representations become almost as well aligned in the verb system as in the noun system. Third, we compare the relative contributions of factors that may predict learning difficulty for individual words. A regression analysis reveals that visual variability is the strongest factor that internally drives verb learning, followed by visual-linguistic alignment and linguistic variability. Based on these results, we conclude that verb acquisition is influenced by all three sources of complexity, but that the variability of visual structure poses the most significant challenge for verb learning.

Autoren: Yuchen Zhou, Michael J. Tarr, Daniel Yurovsky

Letzte Aktualisierung: 2023-04-05 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://arxiv.org/abs/2304.02492

Quell-PDF: https://arxiv.org/pdf/2304.02492

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

Vielen Dank an arxiv für die Nutzung seiner Open-Access-Interoperabilität.

Mehr von den Autoren

Ähnliche Artikel