Bewertung von gelernten Indizes für Joins im externen Speicher
Studie untersucht die Leistung von gelernten Indizes bei Joins mit extern gespeicherten Daten.
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Inhaltsverzeichnis
Die Join-Operation spielt eine wichtige Rolle in Datenbanken, da sie verschiedene Datensätze aus mehreren Tabellen basierend auf gemeinsamen Attributen kombiniert. Allerdings kann das Durchführen von Joins langsam sein und erfordert viel Datenverarbeitung. Das gilt besonders für grosse Datenbanken, in denen die Daten möglicherweise nicht vollständig im Hauptspeicher des Computers passen.
Neue Fortschritte im Machine Learning haben dazu geführt, dass Forscher neue Arten von Indizes entwickelt haben, die den Join-Prozess beschleunigen und dabei kleiner und schneller sind. Diese neuen gelernten Indizes, die auf gelernten Modellen basieren, sind besonders effektiv bei speicherintensiven Operationen. Wie gut sie jedoch mit gross angelegten Datenbanken funktionieren, in denen die Daten extern gespeichert sind, ist noch unklar.
In diesem Papier schauen wir uns an, wie effektiv gelernten Indizes für Joins sind, wenn die Daten ausserhalb des Hauptspeichers gespeichert sind. Wir konzentrieren uns auf bestimmte Methoden, um zu prüfen, ob die Vorteile, die in kleineren, im Speicher befindlichen Datenbanken zu sehen sind, auf grössere externe Datenbanken übertragbar sind. Wir führen Experimente durch, um zu sehen, wie diese gelernten Indizes in verschiedenen Szenarien mit sowohl realen als auch simulierten Daten abschneiden.
Hintergrund zu Joins
Joins sind eine gängige Operation in Datenbankmanagementsystemen. Sie ermöglichen die Kombination von Daten, die in verschiedenen Tabellen gespeichert sind, basierend auf einem gemeinsamen Attribut. Joins effizient auszuführen, ist jedoch herausfordernd. Joins erfordern oft das Scannen durch viele Datensätze, was zu Verzögerungen und übermässigem Einsatz von Computerressourcen führen kann. Das gilt besonders für Systeme, die Online-Analyseverarbeitung (OLAP) durchführen, bei denen gross angelegte Datenabfragen üblich sind.
Im Laufe der Jahre haben viele Forscher daran gearbeitet, Join-Operationen zu optimieren, indem sie die benötigte Zeit und die Ressourcen für die Ausführung reduzieren. Kürzlich wurden Techniken des maschinellen Lernens genutzt, um traditionelle Datenbankfunktionen, einschliesslich Indizierung, zu verbessern.
Was sind gelernte Indizes?
Gelernt Indizes nutzen Modelle des maschinellen Lernens, um vorherzusagen, wo Daten in einer Datenbank zu finden sind. Durch die Annäherung an die kumulative Verteilungsfunktion (CDF) der Daten können diese Modelle Suchvorgänge schneller und speichereffizienter machen. Einfacher gesagt, gelernten Indizes sagen voraus, wo bestimmte Daten zu finden sind, was den Zugriff darauf beschleunigt.
Traditionelle Indizes wie B-Bäume und Hash-Tabellen haben Einschränkungen hinsichtlich Effizienz und Platz. Gelernten Indizes hingegen zielen darauf ab, eine bessere Leistung zu bieten, indem sie modellieren, wie Daten organisiert und abgerufen werden. Neuere Studien haben gezeigt, dass gelernten Indizes in bestimmten Szenarien, insbesondere für speicherintensive Operationen, traditionelle Indizes übertreffen können.
Aktuelle Erkenntnisse zu gelernten Indizes
Neueste Bewertungen zeigen, dass gelernten Indizes gut abschneiden, wenn die Daten im Hauptspeicher gehalten werden. Die Situation ändert sich jedoch, wenn die Daten extern gespeichert sind. Das liegt daran, dass der Zugriff auf Daten von der Festplatte im Allgemeinen langsamer ist und eigene Kosten, insbesondere in Bezug auf Ein-/Ausgabeoperationen (I/O), mit sich bringt.
Es sind verschiedene Typen von gelernten Indizes entstanden, die jeweils darauf ausgelegt sind, die Leistung in bestimmten Kontexten zu maximieren. Während einige Forschungen versucht haben, gelernte Modelle auf externe Speichermedien anzuwenden, bleibt dieses Gebiet weitgehend unerforscht.
Ziel der Studie
Unser Ziel ist es zu untersuchen, wie gelernten Indizes effektiv für Joins in externen Speichereinstellungen eingesetzt werden können. Insbesondere wollen wir folgende Fragen klären:
- Funktionieren gelernte Indizes, die im Speicher eine überlegene Leistung zeigen, auch gut mit extern gespeicherten Daten?
- Können Erkenntnisse aus dem Sortieren im Speicher helfen, Joins mit unsortierten Daten im externen Speicher zu verbessern?
- Wie schneiden gelernten Indizes im Vergleich zu traditionellen Join-Methoden wie Sort-Join und Hash-Join ab?
- Wie verhalten sich gelernten Indizes im Hinblick auf verschiedene Faktoren wie Speichertyp, Datengrösse und Schlüsseltypen?
Methodik
Wir haben umfassende Experimente durchgeführt, um die Leistung von gelernten Indizes für Joins im externen Speicher zu bewerten. Wir konzentrierten uns auf indizierte verschachtelte Schleifen-Joins, Hash-Joins und Sort-Joins und verwendeten sowohl reale als auch synthetische Datensätze. Unsere Bewertung berücksichtigte verschiedene Dimensionen, einschliesslich unterschiedlicher Speichermedien (HDDs und SSDs), verschiedener Schlüsseltypen, Daten Sortierung und Bedingungen mit begrenztem Speicher.
Zuerst implementierten wir gelernten Indizes und Verbesserungen für den Einsatz im externen Speicher und führten dann eine Reihe von Tests durch, um Daten über deren Leistung zu sammeln.
Wichtige Erkenntnisse
Ähnliche Performance: In unseren Experimenten zeigten gelernten Indizes eine vergleichbare Leistung zu traditionellen Indizes bei externen Speicher-Joins. Während gelernten Indizes in einigen Szenarien Vorteile zeigen, begrenzen die allgemeinen I/O-Kosten ihre Leistungsgewinne in vielen Fällen.
Konstruktionszeit: Während gelernten Indizes erheblich kleiner sein können als traditionelle Indizes, dauert ihre Konstruktion länger. Dies kann ein entscheidender Faktor für die Leistung sein, insbesondere bei grossen Datensätzen.
Fehlerfenstergrösse: Ein grösseres Fehlerfenster bei gelernten Indizes kann die Effizienz der Festplattenspeicherung verbessern. Wenn Join-Operationen keine sequenzielle I/O erfordern, kann dies die Leistung steigern.
Partitionierung von Daten: Die Verwendung von gelernten Indizes zur Partitionierung von Daten kann die Join-Leistung in Szenarien verbessern, in denen die Daten unsortiert sind. Diese Methode kann helfen, besser handhabbare Datensegmente zu schaffen.
Nutzung in verschiedenen Einstellungen: Die Leistung variiert je nach Threadanzahl, Speicherarten und Dateneigenschaften. Zum Beispiel schnitten gelernten Indizes auf HDDs gut ab, während ihre Wirksamkeit auf SSDs unterschiedlich war und zu variierenden Ergebnissen führte.
Fazit
Insgesamt deutet unsere Studie darauf hin, dass gelernten Indizes einige Vorteile für Joins im externen Speicher bieten können, aber sie übertreffen traditionelle Methoden nicht konsistent. Ihre Leistung wird stark von den Kosten im Zusammenhang mit I/O-Operationen beeinflusst, was zeigt, dass trotz ihrer kleineren Grösse und schnelleren Suchen diese Vorteile in vielen Situationen mit externem Speicher möglicherweise nicht ausreichen.
Zukünftige Forschungen sollten weiterhin die praktischen Anwendungen von gelernten Indizes bewerten und die I/O-Kosten umfassender berücksichtigen. Indem man sich auf die Leistungsab trade-offs konzentriert, die mit Indizierungsmethoden im externen Speicher verbunden sind, können Forscher bessere Lösungen für gross angelegte Datenbanken entwickeln.
Implikationen für zukünftige Arbeiten
Diese Studie öffnet die Tür für weitere Erkundungen zur Nutzung von gelernten Modellen für externe Speicheranwendungen. Forscher sollten neue Strategien in Betracht ziehen, um die I/O-Kosten zu minimieren und gleichzeitig die Effizienz gelernten Indizes zu maximieren. Ausserdem wird eine weitere Untersuchung zur Optimierung der Konstruktionszeiten und zum Verständnis der Auswirkungen verschiedener Parameter die Entwicklung praktischer gelernten Indizes für reale Datenbanksysteme verbessern.
Abschliessende Gedanken
Das Feld des Datenbankmanagements entwickelt sich ständig weiter, und gelernten Indizes haben das Potenzial, die Leistung in vielen Bereichen erheblich zu verbessern. Doch wie diese Studie zeigt, bringt der Übergang vom Hauptspeicher zum externen Speicher Herausforderungen mit sich, die angegangen werden müssen. Die weiterhin erforderliche Überbrückung dieser Lücke wird entscheidend sein, um Datenbanktechnologien voranzubringen.
Titel: Evaluating Learned Indexes for External-Memory Joins
Zusammenfassung: In this paper, we investigate the effectiveness of utilizing CDF-based learned indexes in indexed-nested loop joins for both sorted and unsorted data in external memory. Our experimental study seeks to determine whether the advantages of learned indexes observed in in-memory joins by Sabek and Kraska (VLDB 2023) extend to the external memory context. First, we introduce two optimizations for integrating learned indexes into external-memory joins. Subsequently, we conduct an extensive evaluation, employing hash join, sort join, and indexed-nested loop join with real-world and simulated datasets. Furthermore, we independently assess the learned index-based join across various dimensions, including storage device types, key types, data sorting, parallelism, constrained memory settings, and increasing model error. Our experiments indicate that B-trees and learned indexes exhibit largely similar performance in external-memory joins. Learned indexes offer advantages in terms of smaller index size and faster lookup performance. However, their construction time is approximately $1000\times$ higher. While learned indexes can be significantly smaller ($2\times$-$4\times$) than the internal nodes of a B-tree index, these internal nodes constitute only 0.4 to 1% of the data size and typically fit in main memory in most practical scenarios. Additionally, unlike in the in-memory setting, learned indexes can prioritize faster construction over accuracy (larger error window) without significantly affecting query performance.
Autoren: Yuvaraj Chesetti, Prashant Pandey
Letzte Aktualisierung: 2024-07-07 00:00:00
Sprache: English
Quell-URL: https://arxiv.org/abs/2407.00590
Quell-PDF: https://arxiv.org/pdf/2407.00590
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.
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