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# Gesundheitswissenschaften# Öffentliche und globale Gesundheit

Die Herausforderungen der TB-Versorgung in Nigeria angehen

Nigeria hat Probleme mit dem TB-Fallmanagement, besonders im privaten Sektor.

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NigeriasNigeriasTB-Management-Kriseprivaten Kliniken.bestehen weiterhin, besonders inErhebliche Lücken in der TB-Versorgung
Inhaltsverzeichnis

Nigeria hat ein ernsthaftes Tuberkulose (TB) Problem, denn es gehört zu den acht Ländern weltweit mit den meisten neuen TB-Fällen. Im Jahr 2021 wurden in Nigeria 467.000 neue TB-Fälle gemeldet, aber nur 44 % davon wurden diagnostiziert und den Gesundheitsbehörden gemeldet. Das zeigt einen klaren Unterschied zwischen den Leuten, die an TB erkranken, und denen, die tatsächlich erfasst werden. Glücklicherweise gibt es seit 2018 jedes Jahr einen Anstieg der TB-Meldungen in Nigeria.

Die Rolle der privaten Gesundheitsversorgung

Ein grosses Problem ist, dass viele Gesundheitsdienstleister in Nigeria im privaten Sektor arbeiten und nicht gut mit den offiziellen TB-Programmen des Landes verbunden sind. Ein grosser Teil der Menschen, die Hilfe bei Atemwegserkrankungen suchen, geht zu privaten Kliniken. Allerdings machten private Anbieter 2018 nur 12 % der TB-Meldungen aus. Das Bundesministerium für Gesundheit setzt sich dafür ein, die Zusammenarbeit mit dem privaten Sektor zu verbessern, um mehr TB-Fälle zu finden und eine bessere Behandlung anzubieten. Bis 2020 stieg der Anteil privater Anbieter bei den TB-Meldungen auf 26 %. Es ist entscheidend, sicherzustellen, dass private Anbieter TB-Fälle richtig identifizieren und diagnostizieren können, um die Qualität der Versorgung zu verbessern.

Standardisierte Patienten als Instrument zur Qualitätsmessung

Um die Qualität der Gesundheitsversorgung zu bewerten, wird zunehmend eine Methode namens "standardisierte Patienten" (SPs) eingesetzt. SPs sind Personen, die darauf trainiert sind, den gleichen medizinischen Fall unterschiedlichen Anbietern zu präsentieren, ohne ihre wahre Identität zu offenbaren. Diese Methode hilft zu evaluieren, wie gut Anbieter bei der Untersuchung und Behandlung von Gesundheitszuständen abschneiden.

In einer im Jahr 2019 in Nigeria durchgeführten Studie besuchten SPs sowohl private als auch öffentliche Gesundheitseinrichtungen. Die Ergebnisse zeigten, dass viele Anbieter TB korrekt screeneten, aber nur eine kleinere Anzahl die Fälle richtig verwaltete.

Auswirkungen von COVID-19 auf TB-Dienste

Die COVID-19-Pandemie hat die Gesundheitsdienste weltweit gestört, einschliesslich der TB-Versorgung. Während der Lockdowns scheuten viele Patienten den Gang zum Arzt aus Angst, sich mit dem Virus anzustecken. In Nigeria hingegen gingen die TB-Meldungen während der Pandemiejahre 2020 bis 2022 nicht zurück. Das könnte an mehreren Faktoren liegen, wie einer niedrigeren Inzidenz von COVID-19 in der Region im Vergleich zu anderen Teilen der Welt. Ausserdem versuchten die Gesundheitsbehörden, die Suche nach TB-Fällen mit COVID-19-Aufklärungsaktivitäten zu kombinieren.

Trotz der Vermeidung eines Rückgangs der TB-Meldungen stellte COVID-19 dennoch Herausforderungen für die Qualität der TB-Versorgung dar. Änderungen im Suchverhalten der Patienten sowie Stigmatisierungen im Zusammenhang mit COVID-19 beeinflussten die TB-Diagnose und -Behandlung. Gesundheitsdienstleister könnten TB-Symptome fälschlicherweise als COVID-19 eingestuft haben oder waren zögerlich, gründliche Untersuchungen durchzuführen, aus Angst vor einer Ansteckung.

Studienumgebung und Methodik

Die aktuellste Studie fand in städtischen Gebieten von Lagos und Kano statt, zwei der grössten Bundesstaaten Nigerias. Diese Regionen haben Unterstützung von internationalen Programmen erhalten, die darauf abzielen, die Beteiligung des privaten Sektors an Gesundheitsdiensten zu verbessern. Verschiedene Arten von privaten Gesundheitseinrichtungen wurden einbezogen, darunter Kliniken, Labore, Apotheken und Arzneimittelverkäufer. Die Anbieter in diesen Einrichtungen wurden in den Standards für TB-Screening und -Management geschult.

Die Studie konzentrierte sich darauf, wie private Einrichtungen TB während der Pandemie verwalteten, indem Daten aus der Zeit vor und während COVID-19 verglichen wurden. SPs wurden an verschiedenen Standorten geschickt, um die Versorgung, die sie erhielten, zu bewerten.

Datensammlung und Analyse

Die SP-Besuche fanden im Jahr 2021 statt, und alle Interaktionen waren unangekündigt. Die SPs präsentierten Symptome, die typisch für TB sind, wie einen Husten, der wochenlang anhält. Nach jedem Besuch sammelten Feldsupervisoren Informationen darüber, wie gut die Anbieter nach TB screeneten und ob sie COVID-19 in ihren Bewertungen berücksichtigten.

Die Studie hatte zum Ziel zu bestimmen, wie viele Anbieter die nationalen TB-Richtlinien für Screening und Fallmanagement einhielten. Dazu gehörte die Überprüfung, ob sie Symptome bestätigten, angemessene Tests empfahlen und davon abgesehen, unnötige Medikamente zu verschreiben.

Ergebnisse der Studie

Von allen Besuchen wurden nur 28 % gemäss den nationalen TB-Richtlinien behandelt. Es gab einen bemerkenswerten Leistungsunterschied zwischen den verschiedenen Arten von Einrichtungen, wobei die Anbieter, die am SHOPS Plus-Programm beteiligt waren, besser abschnitten als andere. Die Anbieter schafften es grösstenteils, TB-Symptome zu bestätigen, ein wichtiger Schritt im Prozess, mit einer Erfolgsquote von 71 %. Allerdings mangelte es an der Angebot von diagnostischen Tests, nur etwa ein Drittel der Besuche endete mit einem empfohlenen Test.

Die meisten Anbieter machten einen guten Job, keine Antibiotika oder andere Medikamente zu verschreiben, die den TB-Diagnoseprozess behindern könnten. Es gab nur einen kleinen Prozentsatz unangemessener Verschreibungen, was einen positiven Trend darstellt.

Trotz der Erwartungen, dass COVID-19 während der Konsultationen mehr Beachtung finden würde, erwähnten nur sehr wenige Anbieter das Virus oder fragten die SPs danach. Das könnte entweder auf mangelndes Interesse oder auf die Fähigkeit hinweisen, TB- von COVID-19-Symptomen effektiv zu unterscheiden.

Vergleich von Vor-COVID und während COVID

Wenn man die Ergebnisse dieser Studie mit denen vergleicht, die vor der Pandemie durchgeführt wurden, gab es nur wenige wesentliche Unterschiede in der Gesamtqualität des Managements. Allerdings ging die Fähigkeit, Tests für TB zu empfehlen, während der Pandemie zurück. Diese Zurückhaltung könnte aus der Sorge resultieren, Patienten während der Pandemie zusätzlichen Gesundheitsrisiken auszusetzen.

Auf der positiven Seite zeigten die Anbieter während der Pandemie verbesserte Praktiken, unnötige Medikamentenverschreibungen zu vermeiden. Das könnte auf eine bessere Schulung und einen Fokus auf den verantwortungsvollen Einsatz von Medikamenten hindeuten.

Fazit und Zukunftsperspektiven

Zusammenfassend zeigt die Studie, dass es zwar Fortschritte in der TB-Versorgung gibt, aber noch viel zu tun ist in Nigeria, insbesondere im privaten Gesundheitssektor. Der niedrige Prozentsatz an korrektem Fallmanagement erinnert daran, dass mehr Schulung und Ressourcen benötigt werden, um die TB-Versorgung zu verbessern.

Eine stärkere Einbindung der privaten Gesundheitsanbieter wird entscheidend sein, um die Lücke zwischen der geschätzten Anzahl von TB-Fällen und denen, die in Gesundheitsberichten erfasst werden, zu schliessen. Es können Initiativen ergriffen werden, um Anbieter zu ermutigen, Patienten als Standardpraxis zur Testung zu überweisen. Durch die Verstärkung dieser Bemühungen kann Nigeria auf eine bessere TB-Behandlung hinarbeiten und sicherstellen, dass kein TB-Patient übersehen wird.

Originalquelle

Titel: Private sector tuberculosis care quality during the COVID-19 pandemic: A repeated cross-sectional standardized patients study of adherence to national TB guidelines in urban Nigeria

Zusammenfassung: Only a third of TB cases in Nigeria in 2020 were diagnosed and notified, in part due to low detection and underreporting from the private health sector. Using a standardized patient (SP) survey approach, we assessed how management of presumptive TB in the private sector aligns with national guidelines and whether this differed from a study conducted before the start of the COVID-19 pandemic. Thirteen standardized patients presented a presumptive TB case to 511 private providers in urban areas of Lagos and Kano states in May and June 2021. Private provider case management was compared with national guidelines divided into three main steps: SP questioned about cough duration; sputum collection attempted for TB testing; and non-prescription of anti-TB medications, antibiotics, and steroids. SP visits conducted in May-June 2021 were directly compared to SP visits conducted in the same areas in June-July 2019. Overall, only 145 of 511 (28%, 95% CI: 24.5-32.5%) interactions were correctly managed according to Nigerian guidelines, as few providers completed all three necessary steps. Providers in 71% of visits asked about cough duration (362 of 511, 95% CI: 66.7-74.7%), 35% tested or recommended a sputum test (181 of 511, 95% CI: 31.3-39.8%), and 79% avoided prescribing or dispensing unnecessary medications (406 of 511, 95% CI: 75.6-82.8%). COVID-19 related questions were asked in only 2.4% (12 of 511, 95% CI: 1.3-4.2%) of visits. During the COVID-19 pandemic, few providers completed all steps of the national guidelines. Providers performed better on individual steps, particularly asking about symptoms and avoiding prescription of harmful medications. Comparing visits conducted before and during the COVID-19 pandemic showed that COVID-19 did not significantly change the quality of TB care. Key MessagesO_ST_ABSWhat is already known on this topicC_ST_ABSO_LILess than half of new TB cases in Nigeria are diagnosed and notified. As most initial health care seeking for TB in Nigeria occurs in the private sector, increasing the quality of TB care in the private sector is of great importance. C_LIO_LICOVID-19 may have put further stressors on TB care quality due to changes in care seeking behavior, stigma against COVID-19, and disproportionate attention at the health system level on pandemic control. C_LIO_LIThis study explored whether private providers practices are in alignment with national standards for TB screening in Nigeria, how these practices have changed following the onset of the COVID-19 pandemic, and what factors are associated with providers that deliver clinically correct TB screening services. C_LI What this study addsO_LIFewer than one-third of the SP visits conducted in this study were correctly managed according to the Nigerian National TB and Leprosy Control Program guidelines. C_LIO_LIClinical correctness of TB care in the private sector of urban Nigeria has not been majorly affected by COVID-19 according to our study results. C_LIO_LIOur results indicate that very little observed attention was paid to COVID-19 in this sample of private facilities. C_LI How this study might affect research, practice or policyO_LIIncreased efforts to engage and support private providers, and implementing solutions such as working with drug shop proprietors to make referring for testing a standard part of their practice may help reduce the testing bottleneck at drug shops. C_LIO_LIAlthough Nigeria has maintained pre-pandemic levels of TB notification, it is important to establish high-quality screening by all providers to find the missing patients with TB and close the gap in TB notification. C_LI

Autoren: Charity Oga-Omenka, A. Sassi, L. Rosapep, B. Olusola-Faleye, E. Baruwa, B. Johns, M. A. H. Kafi, L. Huria, N. Aguilera Vasquez, B. Daniels, J. Das, C. Anyaike, O. Chijioke-Akaniro, M. Pai

Letzte Aktualisierung: 2024-02-20 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2024.02.17.24302708

Quell-PDF: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2024.02.17.24302708.full.pdf

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

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