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Alterungen des Arbeitsgedächtnisses im Alter

Ein Blick darauf, wie sich das Arbeitsgedächtnis im Laufe des Alters verändert.

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Wenn Leute älter werden, erleben sie einen grossen Wandel, und zwar einen Rückgang des Arbeitsgedächtnisses. Arbeitsgedächtnis ist die Fähigkeit, Informationen für kurze Zeit zu speichern und zu verarbeiten. Es ist super wichtig für Aufgaben wie Neues lernen, Entscheidungen treffen und Probleme lösen. Zu verstehen, warum das Arbeitsgedächtnis mit dem Alter verändert wird, kann uns helfen, Wege zu finden, um die kognitive Funktion bei älteren Erwachsenen zu verbessern.

Was ist Arbeitsgedächtnis?

Um das Arbeitsgedächtnis besser zu untersuchen, teilen Forscher es oft in kleinere Teile, die man Subprozesse nennt. Wenn man sich diese Subprozesse einzeln anschaut, sieht man, wie jeder einzelne mit dem Alter reagiert. Die Hauptsubprozesse des Arbeitsgedächtnisses sind Informationen aktualisieren, neue Informationen durch alte ersetzen, das Tor öffnen, um neue Informationen reinzulassen, und das Tor schliessen, um bestehende Informationen zu schützen.

Referenzrück-Verfahren

Eine nützliche Methode, um diese Subprozesse zu erkunden, ist eine Aufgabe namens Referenzrück-Verfahren. Dabei sehen die Teilnehmer Buchstabenfolgen und müssen entscheiden, ob ein jetzt gezeigter Buchstabe der gleiche ist wie einer, den sie zuvor gesehen haben. Der entscheidende Unterschied in den Tests ist, ob die Buchstaben in rot oder blau gerahmt sind. Rote Rahmen signalisieren, dass die Teilnehmer ihr Gedächtnis aktualisieren müssen, während blaue Rahmen bedeuten, dass sie nur auf Übereinstimmung prüfen müssen. So können Forscher untersuchen, wie gut die Teilnehmer verschiedene Gedächtnisaufgaben bewältigen.

Die Rolle der Gehirnstrukturen

Bestimmte Gehirnregionen sind verantwortlich für das Management dieser Subprozesse. Ein wichtiger Bereich ist der präfrontale Kortex, der hilft, das Arbeitsgedächtnis aufrechtzuerhalten. Die Basalganglien spielen auch eine wichtige Rolle dabei, welche Informationen durchkommen. Wenn das Gehirn neue Informationen erhält, öffnen die Basalganglien das Tor, um Aktualisierungen zu ermöglichen. Umgekehrt, wenn wir Informationen vor Veränderungen schützen wollen, schliesst sich das Tor und schützt das bestehende Gedächtnis.

Ergebnisse von Gehirnbildungsstudien

Studien, die Gehirnbildungsverfahren wie fMRI verwenden, haben gezeigt, dass verschiedene Gehirnregionen während der verschiedenen Subprozesse des Arbeitsgedächtnisses aktiviert werden. Diese Studien fanden heraus, dass die Basalganglien besonders aktiv sind, wenn das Tor geöffnet wird oder wenn ein Austausch stattfindet. Der präfrontale Kortex und andere Regionen zeigen auch unterschiedliche Aktivitätsniveaus, je nachdem, welcher Subprozess genutzt wird.

Die Bedeutung des Timings

Zusätzlich zur Betrachtung, wo die Aktivität im Gehirn stattfindet, ist es auch wichtig zu verstehen, wann sie passiert. Hier kommt eine andere Technik ins Spiel, die man ereignisbezogene Potenziale (ERPs) nennt. ERPs ermöglichen es Forschern zu sehen, wie schnell verschiedene Gehirnregionen während Aufgaben reagieren. Studien mit ERPs haben gezeigt, dass bestimmte Gehirnwellen mit verschiedenen Subprozessen des Arbeitsgedächtnisses verbunden sind.

Subprozesse mit ERPs erkunden

Durch die Analyse des Timings von ERPs während der Referenzrück-Aufgabe können Forscher Einblicke gewinnen, wie das Arbeitsgedächtnis in verschiedenen Altersgruppen funktioniert. Zum Beispiel könnten bestimmte Gehirnwellen anzeigen, wann die Teilnehmer erfolgreich ihr Gedächtnis aktualisieren oder Informationen ersetzen.

Altersunterschiede im Arbeitsgedächtnis

Ältere Erwachsene zeigen oft langsamere Reaktionszeiten als jüngere Menschen, wenn sie Aufgaben durchführen, die das Arbeitsgedächtnis umfassen. Diese Verzögerung kann beeinflussen, wie gut sie Informationen aktualisieren, neue Informationen durch alte ersetzen oder die Torfunktionen im Arbeitsgedächtnis effizient verwalten. Forschungen legen nahe, dass ältere Erwachsene mit dem Subprozess des Austauschs mehr Schwierigkeiten haben als jüngere Erwachsene, was darauf hindeutet, dass unsere Fähigkeit, neue Informationen zu integrieren, mit dem Alter abnehmen kann.

Wie ältere Erwachsene Gehirnressourcen nutzen

Um zu verstehen, wie ältere Erwachsene während dieser Aufgaben ihre Gehirnressourcen nutzen, schauen Forscher auch auf die Quellen der Gehirnaktivität. Indem sie herausfinden, welche Bereiche beteiligt sind, können sie feststellen, ob ältere Erwachsene Rückgänge im Arbeitsgedächtnis durch die Nutzung anderer Gehirnregionen kompensieren.

Überblick über das Experiment

In einem aktuellen Experiment haben Forscher die Subprozesse des Arbeitsgedächtnisses bei jüngeren und älteren Erwachsenen verglichen. Sie testeten zwei Gruppen – eine Gruppe jüngerer Erwachsenen und eine Gruppe älterer Erwachsenen. Jeder Teilnehmer führte eine Reihe von Aufgaben durch, die entwickelt wurden, um die verschiedenen Subprozesse des Arbeitsgedächtnisses zu messen.

Teilnehmer und Aufgabendesign

Die Teilnehmer sassen in einem bequemen Stuhl und bekamen visuelle Reize auf einem Bildschirm angezeigt. Sie mussten auf Buchstaben reagieren, die in roten oder blauen Rahmen präsentiert wurden, und angeben, ob der aktuelle Buchstabe mit dem zuletzt gesehenen Referenzbuchstaben übereinstimmte. Die Aufgabe umfasste mehrere Übungsblöcke, um den Teilnehmern zu helfen, sich mit dem Verfahren vertraut zu machen.

Aufzeichnung der Gehirnaktivität

Forscher zeichneten die Gehirnaktivität mit einem Elektroenzephalogramm (EEG) auf, das die elektrische Aktivität im Gehirn misst. Diese Informationen ermöglichten es ihnen, zu analysieren, wie verschiedene Subprozesse unterschiedliche Gehirnregionen in jeder Teilnehmergruppe aktivieren.

Verhaltensergebnisse des Experiments

Die Gesamtleistung bei den Aufgaben war für beide Altersgruppen relativ hoch. Jüngere Teilnehmer schnitten tendenziell etwas besser ab als ältere Teilnehmer, wobei ältere Erwachsene eine höhere Rate an verpassten oder falschen Antworten zeigten. Die Reaktionszeiten waren auch bei der älteren Gruppe langsamer, ein Trend, der ihre Zögerlichkeit oder Schwierigkeiten während der Aufgaben bestätigte.

Detaillierte Analyse der Subprozesse

Bei der Analyse der Subprozesse beobachteten die Forscher signifikante Unterschiede zwischen den beiden Altersgruppen. Beim Aktualisieren zeigten ältere Erwachsene ähnliche Reaktionszeitkosten wie jüngere Erwachsene, aber die spezifischen zugrunde liegenden Prozesse unterschieden sich.

Bei den Austauschaufgaben wiesen ältere Erwachsene grössere Verzögerungen bei den Antworten im Vergleich zu jüngeren Teilnehmern auf, wenn sie bestehende Informationen ersetzen sollten. Das deutete darauf hin, dass die Fähigkeit, Informationen effektiv auszutauschen, für ältere Personen herausfordernder ist.

Bei den Aufgaben zum Öffnen des Tors gab es ebenfalls Unterschiede, wobei ältere Erwachsene langsamere Reaktionszeiten als ihre jüngeren Kollegen zeigten, was auf Schwierigkeiten beim Zulassen neuer Informationen in ihr Arbeitsgedächtnis hindeutet.

Bei den Aufgaben zum Schliessen des Tors gab es keine nennenswerten Unterschiede zwischen den Altersgruppen. Das deutete darauf hin, dass sowohl jüngere als auch ältere Erwachsene ihr aktuelles Arbeitsgedächtnis effektiv vor störenden Informationen schützen konnten.

Implikationen für zukünftige Forschung

Die Ergebnisse dieser Studie unterstreichen die Notwendigkeit zukünftiger Forschung, die darauf abzielt, zu verstehen, wie das Arbeitsgedächtnis mit dem Alter verändert wird. Sie hebt die Bedeutung hervor, effektive Strategien und Interventionen zu entwickeln, die die kognitive Funktion bei älteren Erwachsenen verbessern könnten. Indem man sich auf die Subprozesse konzentriert, die anfälliger für das Altern sind, könnten Forscher gezielte Ansätze entwickeln, um die Gedächtnisleistung zu unterstützen.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Rückgang des Arbeitsgedächtnisses mit dem Alter ein komplexer Prozess ist, der in Subprozesse wie Aktualisierung, Austausch, Toröffnen und Torschliessen zerlegt werden kann. Verschiedene Gehirnregionen steuern diese Subprozesse, und bestimmte Gehirnwellen zeigen, wie diese Prozesse in der Praxis funktionieren. Das Verstehen dieser Veränderungen kann helfen, die kognitive Leistung bei älteren Erwachsenen zu verbessern und Strategien zur Erhaltung der kognitiven Gesundheit zu fördern.

Originalquelle

Titel: Age-related differences in working memory subprocesses decomposed by the reference-back paradigm

Zusammenfassung: We used a data-driven approach to study the electrophysiological correlates of the working memory subprocesses revealed by the reference-back paradigm. In the absence of prior research, we focused on how aging affects the four subprocesses: updating, substitution, gate opening, and gate closing. We conducted our experiment with 25 younger adults (M=20.17{+/-}1.47) and 23 older adults (M=67.35{+/-}4.01) using the reference-back paradigm. Significant reaction time costs were observed for all four subprocesses, but age-related differences were found only in substitution, which was larger in older than younger adults, indicating it as being the most vulnerable subprocess in aging. Using difference waves, we identified event-related potential components that characterize the subprocesses we studied. Regarding updating: three occipital negativities between 80-180 ms, 300-400 ms, and 400-1,000 ms were observed, with only the latter range showing age group differences. Source analysis showed larger activity differences in the right frontal and temporal areas for younger adults. Regarding substitution: a frontal positivity between 250-600 ms emerged in younger adults, while a posterior positivity between 550-750 ms was found in older adults indicating different underlying processes supported by sLORETA results. Regarding gate opening: three parieto-occipital components were identified: a negativity between 150-250 ms, a positivity between 300-500 ms, and a positivity between 500-700 ms, all showing age-related differences. Regarding gate closing: we found an occipital negativity between 150-300 ms and a frontal positivity between 300-600 ms, neither of which changed between the age groups. From our findings, we conclude that the process of protecting information (gate closing) remains stable with age, despite older adults sensitivity to interference. Conversely, gate opening is sensitive to age-related changes, likely to be resulting in different brain activity patterns during substitution being the updating of working memory with new information.

Autoren: Zsófia Anna Gaál, Z. A. Gaal, B. Nagy, I. Czigler, P. Csizmadia, B. Petro, P. Kojouharova

Letzte Aktualisierung: 2024-07-09 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.07.04.602161

Quell-PDF: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.07.04.602161.full.pdf

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

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