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Bekämpfung von Anämie in der Schwangerschaft in Ghana

Anämie stellt ernsthafte Risiken für schwangere Frauen im Kassena-Nankana West Bezirk in Ghana dar.

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Die Auswirkungen vonDie Auswirkungen vonAnämie auf werdendeMütterGhana; dringend handeln ist nötig.Anämie bedroht schwangere Frauen in
Inhaltsverzeichnis

Anämie ist ein häufiges Gesundheitsproblem, das viele Menschen weltweit betrifft, besonders Schwangere Frauen und Frauen, die schwanger werden können. Es ist ein ernstes Problem, vor allem in ärmeren Ländern. Die Weltgesundheitsorganisation sagt, dass Anämie in der Schwangerschaft auftritt, wenn das Blut einer Frau zu wenig Hämoglobin hat, das nötig ist, um Sauerstoff im Körper zu transportieren. Wenn die Hämoglobinwerte unter 11 Gramm pro Deziliter fallen, gilt es als Anämie, und sie kann als mild, moderat oder schwer eingestuft werden. Jedes Jahr verlieren rund 50.000 junge Frauen während der Schwangerschaft und Geburt wegen Anämie ihr Leben. In Regionen wie Subsahara-Afrika und Südasien macht Anämie etwa 20% der Todesfälle unter Müttern und Babys aus.

Anämie kann es schwangeren Frauen schwerer machen, zu arbeiten, und kann zu ernsthaften Problemen während der Schwangerschaft führen. Zu diesen Problemen gehören niedriges Geburtsgewicht, Frühgeburten, Totgeburten, starke Blutungen nach der Geburt und andere Gesundheitsprobleme. Man schätzt, dass zwischen 40% und 60% der schwangeren Frauen in einkommensschwachen und mittleren Ländern an Anämie leiden, wobei Eisenmangel in über der Hälfte dieser Fälle die Hauptursache ist. Das betrifft weltweit fast zwei Milliarden Menschen. Studien in bestimmten Ländern zeigen, dass die Prävalenz von Anämie unter schwangeren Frauen alarmierend hoch sein kann, und es ist wichtig herauszufinden, welche Faktoren zu diesem Zustand beitragen.

Faktoren, die zur Anämie führen

Es gibt mehrere Faktoren, die zu Anämie während der Schwangerschaft führen. Diese können in fünf Kategorien unterteilt werden: individuelle Faktoren, kulturelle Aspekte, Ernährung, wirtschaftliche Probleme und Infektionen. In einigen Studien, die in weniger entwickelten Ländern durchgeführt wurden, wurden Faktoren wie HIV-Infektion, Erstgeburten, Mehrlingsschwangerschaften und junge Mütter als signifikante Risikofaktoren für die Entwicklung von Anämie festgestellt. In Ghana sind ältere schwangere Frauen, Frauen aus ärmeren Haushalten und Frauen ohne formale Bildung ebenfalls einem höheren Risiko ausgesetzt.

Im Kassena-Nankana West-Distrikt in Ghana gibt es nicht genug Informationen darüber, welche Faktoren Anämie bei schwangeren Frauen verursachen könnten. Dieser Mangel an Daten macht es schwieriger, effektive Lösungen zu finden. Ausserdem berücksichtigen viele Studien in Ghana nicht, wie Gesundheitsdienste mit Anämie zusammenhängen könnten, was entscheidend für informierte Entscheidungen zur Bekämpfung dieses Problems ist. Daher ist es wichtig, zu forschen und sowohl gesundheitsdienstbezogene Faktoren als auch persönliche Bedingungen zu identifizieren, die zur Anämie während der Schwangerschaft beitragen könnten.

Studienentwurf und Gebiet

Diese Studie hatte zum Ziel, zu untersuchen, wie häufig Anämie unter schwangeren Frauen im Kassena-Nankana West-Distrikt in der Upper East Region von Ghana ist. Das Gebiet wurde 2007 gegründet und hat etwa 89.000 Einwohner. Die meisten Menschen im Distrikt leben von Landwirtschaft und kleinem Handel. Die verfügbaren Gesundheitsdienste umfassen mehrere Gesundheitszentren, ein Bezirkskrankenhaus und eine Reihe privater Einrichtungen.

Die Studie befragte 395 schwangere Frauen, die die Schwangerenvorsorge in den Gesundheitszentren des Distrikts in Anspruch nahmen. Diese Frauen befanden sich alle im dritten Trimester der Schwangerschaft. Frauen mit schweren Gesundheitsproblemen oder solchen, die keine Gesundheitsunterlagen hatten, wurden nicht in die Studie einbezogen. Das Ziel war es, zu verstehen, wie verbreitet Anämie ist und welche Faktoren dazu beitragen.

Datensammlung

Die Daten wurden mit einem strukturierten Fragebogen gesammelt, der vorher getestet wurde, um seine Wirksamkeit sicherzustellen. Dieser Fragebogen wurde verwendet, um Informationen nicht nur von Gesundheitsdiensten, sondern auch während Interviews mit schwangeren Frauen in ihren Häusern zu sammeln. Die Forschungsassistenten, unterstützt von Hebammen, kontaktierten diese Frauen, um Daten über ihre Gesundheit zu sammeln, einschliesslich ihrer Hämoglobinwerte und anderer relevanter Details wie sozioökonomischen Hintergrund.

Die Studie konzentrierte sich auf mehrere Schlüsselfaktoren. Das Hauptaugenmerk lag darauf, ob die Frauen Anämie basierend auf ihren Hämoglobinwerten hatten. Andere Variablen umfassten Dinge wie den Sauerstoffgehalt in ihrem Blut, ob sie in ärmeren Haushalten lebten, ihren Bildungsstand und ihren Zugang zu medizinischen Ressourcen wie Eisenpräparaten.

Gesamtprävalenz von Anämie

Die Ergebnisse zeigten, dass der durchschnittliche Hämoglobinwert unter den schwangeren Frauen niedrig war, was darauf hindeutet, dass Anämie ziemlich verbreitet war. Mehr als die Hälfte der Teilnehmerinnen wurde als anämisch eingestuft, wobei ein erheblicher Teil als mild, moderat und eine kleine Anzahl als schwer anämisch klassifiziert wurde. Diese Prävalenz ist höher als die in vielen anderen Studien weltweit und sogar innerhalb Ghanas. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass verschiedene Faktoren wie kulturelle Überzeugungen, persönliche Gesundheitsbedingungen und mangelnder Zugang zu hochwertigen Gesundheitsdiensten zu dieser Situation beitragen.

Identifizierung wichtiger Zusammenhänge

Die Studie zeigte mehrere wichtige Verbindungen zwischen Anämie und verschiedenen Faktoren. Beispielsweise hatten bestimmte ethnische Gruppen niedrigere Anämieraten, während Frauen, die während der Schwangerschaft Malaria erlebten, eher anämisch waren. Zudem hatten Frauen, die Gesundheitsdienste in Anspruch nahmen, wo es an Laborleistungen oder geschultem Laborpersonal mangelte, ein höheres Risiko, an Anämie zu erkranken.

Interessanterweise hatten schwangere Frauen, die Gesundheitsdienste ohne ausreichenden Vorrat an Malaria-Präventionsmitteln aufsuchten, eine geringere Wahrscheinlichkeit, anämisch zu sein. Diese unerwartete Erkenntnis deutet darauf hin, dass der Zugang zu Medikamenten und die Qualität der angebotenen Versorgung die Gesundheitsresultate erheblich beeinflussen können.

Empfehlungen

Angesichts der hohen Anämielevels im Kassena-Nankana West-Distrikt ist es wichtig, die Malariapräventionsstrategien zu verbessern und sicherzustellen, dass die Gesundheitsdienste über geeignete Laborleistungen verfügen. Der Ghana Health Service sollte in Betracht ziehen, mehr geschultes Laborpersonal einzustellen und die Gesundheitsdienste mit notwendiger Testausstattung zur frühzeitigen Erkennung von Anämie auszustatten. Ausserdem sollte die Bereitstellung essentieller Medikamente wie Malariapräventionsmittel Priorität haben.

Es ist wichtig, dass zukünftige Studien weiterhin untersuchen, wie gesundheitsdienstbezogene Faktoren Anämie während der Schwangerschaft beeinflussen. Ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge kann helfen, bessere Gesundheitspolitiken zu entwickeln, die direkt die Ursachen dieses Problems angehen.

Fazit

Anämie während der Schwangerschaft ist ein bedeutendes Gesundheitsproblem, besonders im Kassena-Nankana West-Distrikt in Ghana. Viele Faktoren tragen zu diesem Problem bei, einschliesslich individueller Umstände, kultureller Praktiken und der Gesundheitsdienste, die schwangeren Frauen zur Verfügung stehen. Dieses Problem anzugehen erfordert einen vielschichtigen Ansatz, der verbesserten Zugang zu Gesundheitsversorgung, gezielte Bildung und verbesserte Dienstleistungen für schwangere Frauen kombiniert. Indem wir uns auf diese Bereiche konzentrieren, können wir daran arbeiten, Anämie zu reduzieren und die Gesundheitsresultate für Mütter und ihre Babys in der Region zu verbessern.

Originalquelle

Titel: Risk factors for anaemia among pregnant women: A cross-sectional study in Upper East Region, Ghana

Zusammenfassung: BackgroundAnaemia in pregnancy (AIP) is a public health concern due to its devastating effects on women and their unborn babies, resulting in increased maternal and neonatal deaths in developing countries. Despite several Ghanaian health policies to combat AIP, AIP is still on the rise. It becomes imperative to identify geographic-specific factors for developing appropriate interventions for the management of AIP. However, Kassena Nankana West District (KNWD) in the Upper East Region of Ghana lacks a study on anaemia risk factors, therefore, this study estimated the prevalence and risk factors for anaemia among pregnant women in the district. MethodsA household-based cross-sectional study was conducted on 376 pregnant women in their third trimester from February to March 2023. Anthropometric, obstetric, sociodemographic, and health facility resource characteristics were collected using structured questionnaires and antenatal records. Mixed-effect logistic regression was used to identify independent factors of anaemia at 95% confidence interval. ResultsPrevalence of AIP was 53.9%. Mild, moderate, and severe anaemia prevalence was 16.9%, 35.3%, and 1.7% respectively. Malaria infection during pregnancy (aOR=1.563; 95%CI:1.087 - 2.475) and accessing health facilities without trained laboratory personnel (aOR=5.271; 95%CI:1.641 - 16.93) were associated with increased odds of AIP. Belonging to the major ethnic group (aOR=0.431; 95%CI:0.280 - 0.675), accessing health facilities without laboratory services (aOR=0.151; 95%CI:0.047 - 0.487), and accessing health facilities without sulphadoxine-pyrimethamine drugs (aOR=0.234; 95%CI:0.061 - 0.897) in KNWD were also associated with decreased odds of AIP. ConclusionAIP prevalence remains high in the KNWD. Maternal and health facility-related factors were responsible for anaemia in the district. These factors are preventable. Therefore, health facility strengthening and enhanced strategies for malaria prevention are recommended for anaemia control in the district.

Autoren: Clotilda Asobuno, S. Adjei-Gyamfi, F. G. Aabebe, J. Hammond, C. Taikeophithoun, N. N. Amuna, T. Aoki, H. Aiga

Letzte Aktualisierung: 2024-03-24 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2024.03.21.24304692

Quell-PDF: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2024.03.21.24304692.full.pdf

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

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