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Die Überlegung neuer Ansätze in der Softwareentwicklung

Vereinfachte Methoden schlagen komplexe Agenten bei der Problemlösung in Software.

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Inhaltsverzeichnis

Grosse Sprachmodelle sind mittlerweile echt nützliche Werkzeuge in der Softwareentwicklung. Die helfen dabei, verschiedene Aufgaben zu automatisieren, wie Code schreiben, Bugs beheben und Tests durchführen. In letzter Zeit haben sich viele Entwickler und Forscher an diese Modelle gewandt, um Software-Agenten zu erstellen, die ganze Softwareprojekte von Anfang bis Ende managen können. Diese Agenten sind so programmiert, dass sie Werkzeuge nutzen, Befehle ausführen, aus ihrer Umgebung lernen und zukünftige Aktionen planen. Aber die Komplexität dieser Agenten und ihre Einschränkungen werfen eine wichtige Frage auf: Brauchen wir so komplizierte Software-Agenten, um unsere Probleme zu lösen?

In diesem Artikel wird ein neuer Ansatz vorgestellt, der ohne autonome Software-Agenten auskommt. Stattdessen wird eine einfachere Methode vorgeschlagen, um Herausforderungen in der Softwareentwicklung anzugehen. Diese Methode basiert auf einem zweistufigen Prozess: Zuerst wird herausgefunden, wo ein Problem im Code liegt (Lokalisierung), und dann wird das identifizierte Problem behoben (Reparatur). Die Ergebnisse zeigen, dass diese einfachere Methode genauso gut, wenn nicht sogar besser, als die komplexen agentenbasierten Methoden abschneidet.

Der Aufstieg der grossen Sprachmodelle

Grosse Sprachmodelle sind die bevorzugte Wahl für Codierungsaufgaben, einschliesslich Codegenerierung. Diese Modelle, wie GPT-4 und andere, haben beeindruckende Fähigkeiten gezeigt, um Code-Schnipsel basierend auf Benutzeranfragen zu verstehen und zu generieren. Die meisten Studien haben sich jedoch auf kleinere, einfachere Coding-Probleme konzentriert. Es gibt noch viel zu lernen darüber, wie diese Modelle grössere Softwareprojekte angehen können, die viele Dateien und komplexe Abhängigkeiten beinhalten.

Wenn es um die echte Softwareentwicklung geht, werden Probleme oft als GitHub-Issues zusammen mit dem Python-Code, der geändert werden muss, präsentiert. Das Ziel ist es, den Code anzupassen, um Bugs zu beheben oder neue Features hinzuzufügen. Ein Benchmark namens "SWEBench" wurde kürzlich erstellt, um die Fähigkeit verschiedener Modelle zu bewerten, diese realen Probleme anzugehen. Der Benchmark umfasst eine Vielzahl herausfordernder Aufgaben, bei denen das Modell sowohl das Problem als auch den dazugehörigen Code verstehen muss.

Aktuelle agentenbasierte Ansätze

Viele Forscher haben Software-Agenten entwickelt, die grosse Sprachmodelle nutzen, um Software-Engineering-Aufgaben zu erledigen. Diese Agenten sind mit einer Reihe von Werkzeugen und einem Plan ausgestattet, um autonom Aktionen auszuführen. Sie können Dateien öffnen, Befehle ausführen, nach Code suchen und ihre Ergebnisse testen. Jeder Versuch, ein Problem zu beheben, erfordert in der Regel mehrere Schritte, in denen der Agent aus seinen vorherigen Aktionen lernt.

Auf den ersten Blick scheinen agentenbasierte Systeme logisch, da auch menschliche Programmierer aus ihren Aktionen und Beobachtungen lernen. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen der Arbeitsweise von Menschen und der aktuellen Software-Agenten. Diese Diskrepanz führt zu mehreren Einschränkungen:

  1. Komplexe Werkzeugnutzung: Die Agenten benötigen eine Einrichtung, die kompliziert sein kann und möglicherweise nicht immer die Werkzeuge richtig nutzt. Diese Werkzeuge und deren Interaktionen mit den Agenten zu entwerfen, kann mühsam sein. Agenten sind auf abstrakte Anweisungen angewiesen, um die richtigen Aufrufe zu machen, was zu Fehlern führen kann.

  2. Mangel an Kontrolle: Der Entscheidungsprozess liegt grösstenteils bei den Agenten. Sie bestimmen, welche Aktionen basierend auf früheren Interaktionen und Feedback ergriffen werden, oft ohne angemessene Kontrollen. Das kann zu Verwirrung und ineffizienten Problemlösungsstrategien führen.

  3. Eingeschränkte Selbstreflexion: Aktuelle Agenten haben Schwierigkeiten, falsche oder irrelevante Informationen zu erkennen. Wenn Agenten einen Bug oder Testfall reproduzieren, können sie Ungenauigkeiten erzeugen, die zukünftige Aktionen beeinflussen.

Vor dem Hintergrund dieser Probleme argumentiert der Artikel, dass wir anstelle des Aufbaus immer komplexerer Agenten überdenken sollten, ob wir sie überhaupt brauchen.

Ein einfacher agentenloser Ansatz

Um diese Frage anzugehen, haben die Autoren eine neue Methode namens "Lokalisierung und Reparatur" entwickelt. Dieser agentenlose Ansatz ist darauf ausgelegt, Probleme in der Softwareentwicklung effizient zu lösen, ohne die komplexen Setups, die mit autonomen Agenten verbunden sind. Die Methode funktioniert in zwei Phasen:

Lokalisierung

In der Lokalisierungsphase identifiziert die Methode die Dateien und spezifischen Stellen im Code, die wahrscheinlich das Problem enthalten. Dies geschieht durch einen strukturierten dreistufigen Prozess:

  1. Verdächtige Dateien finden: Die Methode beginnt damit, die Struktur der Projektdateien und -ordner zu kartieren. Sie erstellt eine vereinfachte Darstellung, die es ermöglicht, die obersten verdächtigen Dateien zu identifizieren, die möglicherweise geändert werden müssen.

  2. Verwandte Codeelemente identifizieren: Nachdem die verdächtigen Dateien gefunden wurden, wird die Methode auf spezifische Klassen, Funktionen oder Variablen innerhalb dieser Dateien eingegrenzt. Dieser Schritt sorgt dafür, dass sich der Agent auf die richtigen Teile des Codes konzentriert, die Aufmerksamkeit benötigen.

  3. Änderungsorte festlegen: Schliesslich bestimmt die Methode die genauen Zeilen oder Elemente im Code, die geändert werden müssen. Dieser hierarchische Ansatz minimiert die Menge des verarbeiteten Codes und sorgt gleichzeitig für Genauigkeit.

Reparatur

Sobald die potenziellen Probleme lokalisiert sind, beginnt die Reparaturphase. Das Ziel hier ist es, einen Patch zu erstellen, der das Problem löst:

  1. Patch-Generierung: Die Methode erstellt mehrere Kandidaten-Patches basierend auf den identifizierten Änderungsorten. Anstatt grosse Teile des Codes umzuschreiben, konzentriert sie sich darauf, kleine, präzise Änderungen vorzunehmen, wobei ein einfaches Format für Ersetzungen verwendet wird.

  2. Filtern: Alle generierten Patches, die Fehler enthalten oder zu Testfehlern führen, werden herausgefiltert. Die Methode führt einen Regressionstest durch, um sicherzustellen, dass der neue Code die bestehende Funktionalität nicht stört.

  3. Patch-Auswahl: Die verbleibenden Patches werden dann eingestuft, und der am höchsten eingestufte wird ausgewählt, um das Problem zu beheben. Dieser unkomplizierte Auswahlprozess ermöglicht eine bessere Genauigkeit und Effizienz.

Experimentelle Ergebnisse

Die Autoren haben diesen neuen agentenlosen Ansatz mit dem SWEBench-Benchmark evaluiert und seine Leistung mit bestehenden agentenbasierten Lösungen verglichen. Überraschenderweise erzielte die einfachere Methode eine Top-Performance und verursachte geringere Kosten im Vergleich zu ihren komplexeren Pendants.

Die Forschung umfasste eine detaillierte Klassifizierung der Probleme im Benchmark, um verschiedene Arten von Herausforderungen zu verstehen, die bei der Bearbeitung realer Probleme auftreten. Sie stellten fest, dass viele vorhandene Probleme keine klaren Beschreibungen hatten oder irreführende Lösungen lieferten, was den Prozess der Patch-Generierung komplizierte.

Die Ergebnisse zeigten, dass, während komplexere Agenten eine Vielzahl von Problemen lösen konnten, der einfachere Ansatz in der Lage war, zahlreiche Probleme zu beheben, die andere Open-Source-Modelle nicht lösen konnten. Dies hebt die Vorteile hervor, die ein geradliniger Ansatz bietet, der sich auf Klarheit und Effektivität konzentriert.

Problemklassifikation und Qualität der Beschreibungen

Um tiefere Einblicke zu gewinnen, klassifizierten die Autoren die Probleme im Datensatz. Sie schauten sich Faktoren wie die Qualität der Problemstellungen, ob Lösungen angeboten wurden und die Klarheit der Standortinformationen innerhalb der Aufgaben an.

Beschreibungsqualität

Sie stellten fest, dass viele Issues ausreichende Informationen enthielten, aber eine beträchtliche Anzahl an klaren Details mangelte. Einige Probleme wurden vage angefragt, was zu Schwierigkeiten führte, genaue Lösungen zu bestimmen. Ausserdem konnten irreführende Beschreibungen die Agenten fehlleiten und dazu führen, dass sie falsche Patches generierten.

Lösungen in Beschreibungen

Eine interessante Erkenntnis war, dass ein erheblicher Teil der Probleme entweder die exakte Lösung oder Schritte zur Erreichung einer Lösung innerhalb ihrer Beschreibungen enthielt. Das machte diese Probleme leichter zu handhaben. Allerdings gab es auch viele Fälle, in denen die angegebenen Lösungen nicht mit der beabsichtigten Behebung übereinstimmten, was zu Verwirrung führte.

Standortinformationen

Die Genauigkeit der bereitgestellten Standortinformationen wurde ebenfalls analysiert. Nur ein kleiner Prozentsatz der Probleme enthielt genaue Zeilennummern, die anzeigten, wo Änderungen notwendig waren. Dennoch gaben mehr Probleme Datei- oder Funktionsnamen an, die nützlich sein könnten, um Probleme zu lokalisieren.

Diese Klassifizierungen halfen, die Notwendigkeit besserer Problembeschreibungen in Benchmarks zu unterstreichen. Sie identifizierten die entscheidende Rolle, die klare und präzise Informationen bei der erfolgreichen Lösung von Softwareproblemen spielen.

Fazit

Die Forschung hebt nicht nur das Potenzial grosser Sprachmodelle für Codierungsaufgaben hervor, sondern auch die Bedeutung von Einfachheit im Design von Werkzeugen für die Softwareentwicklung. Während komplexe Agenten viele Probleme lösen können, können ihre komplizierten Setups zu Verwirrung und Ineffizienz führen.

Der hier vorgestellte einfache agentenlose Ansatz zeigt, dass eine geradlinige Methode vergleichbare, wenn nicht verbesserte Leistungen zu niedrigeren Kosten erzielen kann. Während sich die Landschaft der Softwareentwicklung weiter entwickelt, wird es entscheidend sein, sich auf klare, interpretierbare Methoden zu konzentrieren, um das Feld voranzubringen.

Indem wir uns die Zeit nehmen, unsere Herangehensweise an die Problemlösung in der Softwareentwicklung zu überdenken, können wir Innovationen fördern, die Klarheit und Effektivität priorisieren und letztlich zu besseren Ergebnissen in der Softwaretechnik führen. Während sich die Werkzeuge weiter verbessern, ist es wichtig, den Fokus auf das zu richten, was wirklich zählt: reale Probleme effizient und genau zu lösen.

Diese Forschung reset nicht nur die Erwartungen an die Fähigkeiten autonomer Agenten, sondern setzt auch einen neuen Standard für zukünftige Arbeiten im Bereich Softwareengineering.

Originalquelle

Titel: Agentless: Demystifying LLM-based Software Engineering Agents

Zusammenfassung: Recent advancements in large language models (LLMs) have significantly advanced the automation of software development tasks, including code synthesis, program repair, and test generation. More recently, researchers and industry practitioners have developed various autonomous LLM agents to perform end-to-end software development tasks. These agents are equipped with the ability to use tools, run commands, observe feedback from the environment, and plan for future actions. However, the complexity of these agent-based approaches, together with the limited abilities of current LLMs, raises the following question: Do we really have to employ complex autonomous software agents? To attempt to answer this question, we build Agentless -- an agentless approach to automatically solve software development problems. Compared to the verbose and complex setup of agent-based approaches, Agentless employs a simplistic three-phase process of localization, repair, and patch validation, without letting the LLM decide future actions or operate with complex tools. Our results on the popular SWE-bench Lite benchmark show that surprisingly the simplistic Agentless is able to achieve both the highest performance (32.00%, 96 correct fixes) and low cost ($0.70) compared with all existing open-source software agents! Furthermore, we manually classified the problems in SWE-bench Lite and found problems with exact ground truth patch or insufficient/misleading issue descriptions. As such, we construct SWE-bench Lite-S by excluding such problematic issues to perform more rigorous evaluation and comparison. Our work highlights the current overlooked potential of a simple, interpretable technique in autonomous software development. We hope Agentless will help reset the baseline, starting point, and horizon for autonomous software agents, and inspire future work along this crucial direction.

Autoren: Chunqiu Steven Xia, Yinlin Deng, Soren Dunn, Lingming Zhang

Letzte Aktualisierung: 2024-10-29 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://arxiv.org/abs/2407.01489

Quell-PDF: https://arxiv.org/pdf/2407.01489

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

Vielen Dank an arxiv für die Nutzung seiner Open-Access-Interoperabilität.

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