Mütterliche psychische Gesundheit: Umgang mit Suizidgedanken in der Schwangerschaft
Untersuchung der Häufigkeit von suizidalen Gedanken bei schwangeren Frauen in Bangladesch.
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Inhaltsverzeichnis
- Das Problem der psychischen Gesundheit von Müttern
- Psychische Gesundheit bei schwangeren Frauen
- Fokus der Studie
- Studiendesign und Setting
- Studienteilnehmer
- Stichprobengrösse und Sampling-Technik
- Datenakquise-Tools
- Datenmanagement und Analyseplan
- Ethische Überlegungen
- Hintergrund der Teilnehmer
- Prävalenz von Depressionen
- Prävalenz von Suizidgedanken
- Vergleich mit anderen Studien
- Fazit
- Originalquelle
Eine Schwangerschaft kann für viele Frauen eine herausfordernde Zeit sein. Neben den körperlichen Veränderungen können einige Frauen auch emotionale Schwierigkeiten haben, darunter Gedanken an Selbstverletzung oder Suizid. Dieses Problem ist in einigen Regionen, besonders bei schwangeren Frauen, verbreiteter.
Das Problem der psychischen Gesundheit von Müttern
Suizid ist in bestimmten Gebieten eine der häufigsten Ursachen für materne Sterblichkeit. Weltweit versuchen etwa 680 Frauen von 100.000 während der Schwangerschaft, sich das Leben zu nehmen. In Südostasien ist die Situation noch schlimmer, mit etwa 2,19 % der schwangeren Frauen, die Suizidgedanken haben. In den Vereinigten Staaten zeigen die Zahlen, dass 1,6 bis 4,5 Frauen von 100.000 Lebendgeburten mit diesem Thema während der Schwangerschaft oder kurz nach der Geburt konfrontiert sind. Alarmierend ist, dass 20 % aller Todesfälle bei Frauen nach der Geburt mit Suizid zusammenhängen.
Mehrere Faktoren tragen zu dieser Zunahme von Suizidgedanken während der Schwangerschaft bei, darunter Angstzustände, schwere Depressionen und ungeplante Schwangerschaften.
Psychische Gesundheit bei schwangeren Frauen
Laut Statistiken aus dem Jahr 2015 lebten weltweit etwa 322 Millionen Menschen mit Depressionen, wobei eine signifikante Anzahl in Südostasien lebt. Frauen sind im Vergleich zu Männern anfälliger für psychische Gesundheitsprobleme, einschliesslich Depressionen. Während der Schwangerschaft können hormonelle Veränderungen das Risiko für die Entwicklung von Depressionen erhöhen, was Schwangere Frauen verletzlicher macht als nicht schwangere.
Die Raten für Depressionen während der Schwangerschaft variieren stark und liegen weltweit zwischen 15 % und 65 %. In einkommensstarken Ländern liegt die Prävalenz zwischen 5 % und 30 %. In einkommensschwachen Ländern sind die Raten höher, bei etwa 15,6 % bis 31,1 %.
In ländlichem Bangladesch erleben etwa 39 % der schwangeren Frauen Depressionen, was ihre psychische Gesundheit erheblich beeinträchtigt. Faktoren wie fehlende Unterstützung von Partnern oder Familie, Gewalt im häuslichen Umfeld und kultureller Druck können diese Gefühle verschärfen. Die Komplexität der Familiendynamik kann beeinflussen, wie Frauen sich während ihrer Schwangerschaft fühlen.
Fokus der Studie
Trotz des bekannten Zusammenhangs zwischen Depression und Suizidgedanken gab es in Bangladesch nur begrenzte Forschung zu diesen Themen bei schwangeren Frauen. Diese Studie sollte untersuchen, wie verbreitet Suizidgedanken bei schwangeren Frauen sind, sowohl bei depressiven als auch bei nicht depressiven.
Durch das Verständnis des Anteils schwangerer Frauen mit Suizidgedanken können Gesundheitsdienstleister bessere Unterstützungssysteme schaffen, um werdenden Müttern zu helfen, ihre psychische Gesundheit aufrechtzuerhalten und gefährliche Entscheidungen zu vermeiden.
Studiendesign und Setting
Die Studie fand zwischen dem 8. und 17. Januar 2024 in zwei Krankenhäusern in Lohagara, einem ländlichen Gebiet in Narail, Bangladesch, statt. Die Forscher wollten Informationen von schwangeren Frauen sammeln, die zur Vorsorgeuntersuchung kamen.
Studienteilnehmer
Die Teilnehmerinnen umfassten schwangere Frauen in jeder Phase der Schwangerschaft, die die Gesundheitszentren für Untersuchungen besuchten.
Stichprobengrösse und Sampling-Technik
Basierend auf früheren Forschungen wurde geschätzt, dass 14 % der schwangeren Frauen in ländlichem Bangladesch Suizidgedanken haben. Die Studie erwartete eine Prävalenzrate von 9 % für nicht-depressive schwangere Frauen. Um Daten zu sammeln, wurden 351 Frauen mittels einer systematischen Sampling-Methode ausgewählt, die darauf abzielte, Verzerrungen zu reduzieren, indem jede dritte Frau, die die Untersuchungen besuchte, einbezogen wurde.
Datenakquise-Tools
Um die psychische Gesundheit zu bewerten, verwendete die Studie eine ins Bengalische übersetzte Version eines Depressionsfragebogens. Dieses Tool besteht aus 10 Fragen, wobei höhere Punktzahlen eine grössere Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Depressionen anzeigen. Eine bestimmte Frage im Test fragte nach Suizidgedanken. Zusätzlich wurde ein separater Fragebogen erstellt, um demografische Informationen über die Teilnehmerinnen zu sammeln. Vor der Datenerhebung wurden die Fragebögen an einer ähnlichen Gruppe von Frauen getestet, um die Klarheit sicherzustellen.
Datenmanagement und Analyseplan
Die gesammelten Daten wurden mithilfe eines Softwareprogramms analysiert. Ein statistischer Test wurde verwendet, um mögliche Verbindungen zwischen Depressionen und Suizidgedanken zu erkunden.
Ethische Überlegungen
Vor Beginn der Studie wurde die ethische Genehmigung des zuständigen Gremiums eingeholt. Auch die Erlaubnis der beteiligten Gesundheitseinrichtungen wurde eingeholt. Alle Teilnehmerinnen gaben ihre informierte Zustimmung, wodurch ihre Privatsphäre während der Studie sichergestellt wurde. Frauen unter 18 Jahren liessen sich von ihren gesetzlichen Vertretern vertreten.
Teilnehmer
Hintergrund derInsgesamt nahmen 351 Frauen an der Studie teil, was zu einer hohen Rücklaufquote von 98,5 % führte. Das Durchschnittsalter der Teilnehmerinnen betrug 23 Jahre, die meisten Frauen waren zwischen 18 und 30 Jahren alt. Alle Frauen waren verheiratet, und die Mehrheit war Hausfrau, mit nur einem kleinen Prozentsatz, der beschäftigt war.
Die Einkommensniveaus der Familien variierten, einige verdienten weniger als 10.000 BDT pro Monat, während andere höhere Beträge erzielten. In Bezug auf die Religion identifizierten sich die meisten Teilnehmerinnen als Muslime, während eine kleinere Anzahl Hinduismus praktizierte.
Prävalenz von Depressionen
Die Ergebnisse zeigten, dass etwa 39 % der Teilnehmerinnen während ihrer Schwangerschaft Anzeichen einer Depression zeigten. Diese Zahl ist signifikant, da sie darauf hindeutet, dass fast vier von zehn Frauen möglicherweise mit ihrer psychischen Gesundheit zu kämpfen haben.
Prävalenz von Suizidgedanken
Von den 351 Teilnehmerinnen berichteten 40 Frauen von Suizidgedanken während der Schwangerschaft, was eine allgemeine Prävalenz von 11,4 % anzeigt. Bei den depressiven Frauen lag die Rate bei 10,2 %, während 12,2 % der nicht-depressiven Frauen ähnliche Gedanken äusserten.
Dieses Ergebnis ist besorgniserregend und zeigt, dass Suizidgedanken während der Schwangerschaft Frauen betreffen können, unabhängig von ihrem psychischen Gesundheitsstatus.
Vergleich mit anderen Studien
Die in dieser Studie festgestellte Prävalenz von Suizidgedanken ist ähnlich wie in anderen Ländern, wo die Raten zwischen etwa 2,73 % und 18 % lagen. Zum Beispiel lag die Rate in Äthiopien bei etwa 11,8 %. In einigen anderen Ländern, wie Brasilien und Sri Lanka, waren die Raten niedriger, da weniger Frauen während der Schwangerschaft Suizidgedanken äusserten.
Höhere Raten von Depressionen werden oft in einkommensschwachen Ländern im Vergleich zu einkommensmittelmässigem Ländern beobachtet. In Bangladesch ist die Prävalenz von Depressionen unter schwangeren Frauen signifikant, was darauf hinweist, dass es einen besseren Unterstützungsbedarf in der psychischen Gesundheit gibt.
Fazit
Die Studie zeigt, dass eine bemerkenswerte Zahl von schwangeren Frauen in Bangladesch Suizidgedanken hat, wobei die Raten zwischen depressiven und nicht depressiven Frauen ähnlich sind. Das deutet darauf hin, dass möglicherweise andere Faktoren einen Einfluss auf die Entwicklung dieser Gedanken während der Schwangerschaft haben.
Angesichts der hohen Anzahl von berichteten Suizidgedanken bei schwangeren Frauen in ländlichen Gebieten ist es wichtig, ausreichende Unterstützung und Beratung in dieser kritischen Zeit bereitzustellen. Es muss mehr Aufmerksamkeit auf die psychischen Gesundheitsbedürfnisse dieser Frauen gerichtet werden, um tragische Ergebnisse zu verhindern und notwendige Hilfe anzubieten.
Zusammenfassend unterstreicht diese Forschung die Bedeutung, psychische Gesundheitsprobleme unter schwangeren Frauen in Bangladesch anzugehen, und hebt den Bedarf an effektiven Strategien zur Unterstützung ihres Wohlbefindens während der Schwangerschaft hervor.
Titel: A comparative analysis of the prevalence of suicidal ideation among depressed and non-depressed pregnant women in rural Bangladesh
Zusammenfassung: BackgroundMore than 300 million people all over the world succumbed to depressive disorders in 2015. 680 per 100,000 expectant mothers worldwide bear suicidal ideation during the antenatal period. Despite suicidal ideation being a consequence of antenatal depression, there is a scarcity of information on the prevalence of suicidal ideation in depressed and non-depressed pregnant women in rural Bangladesh. ObjectiveThis study is directed to evaluate the point prevalence of suicidal ideation and compare the prevalence between depressed and non-depressed pregnant women in rural Bangladesh. MethodA cross-sectional study was performed in Lohagara, a rural subdistrict in Bangladesh between January 08 and 17, 2024. 351 pregnant women of various trimesters were recruited for the study. The Bengali-translated version of the Edinburgh Postnatal Depression Scale (EPDS) and another structured questionnaire were used for data collection. Data analyses were done by STATA version 17. ResultThe point prevalence of suicidal ideation is 11.4% (95% CI: 8.5% to 15.2%). It reveals a similarity between depressed and non-depressed pregnant women. The prevalence of suicidal thoughts in antenatally depressed women accounts for 10.2% (95% CI: 6.1% to 16.6%) and in non-depressed pregnant women it is 12.2% (95% CI: 8.4% to 17.3%) -obtained after analysis. ConclusionThe considerable prevalence of suicidal thoughts among depressed and non-depressed rural pregnant women in Bangladesh underscores the necessity of ensuring additional counseling, care, and support to expectant mothers during their antepartum.
Autoren: Rifa Tamanna Mumu, M. P. Shaikh, D. K. Mitra
Letzte Aktualisierung: 2024-07-15 00:00:00
Sprache: English
Quell-URL: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2024.07.15.24310425
Quell-PDF: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2024.07.15.24310425.full.pdf
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
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