Psychedelika: Ein neuer Blick auf die psychische Gesundheit
Die Möglichkeiten von Psychedelika bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen und dem Egoauflösen erkunden.
Clayton R. Coleman, Kenneth Shinozuka, Robert Tromm, Ottavia Dipasquale, Mendel Kaelen, Leor Roseman, Suresh Muthukumaraswamy, David J. Nutt, Lionel Barnett, Robin Carhart-Harris
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Inhaltsverzeichnis
- Andere Behandlungen für psychische Gesundheit
- Das Erlebnis der Egoschmelzung
- Die Forschungsstudie
- Datenerhebung und Analyse
- Die Ergebnisse: Wie das Gehirn sich verbindet
- Die Rolle der Granger-Kausalität
- Das Verständnis der Lateralisation der DLPFC-Funktionen
- Abschliessende Gedanken: Das Potenzial von Psychedelika
- Originalquelle
Psychedelika sind ne coole Gruppe von Substanzen, die Wahrnehmung, Stimmung und Gedanken verändern können. Die wurden schon seit Jahren in verschiedenen Kulturen genutzt, oft in spirituellen oder heilenden Kontexten. In letzter Zeit haben Wissenschaftler angefangen, ihr Potenzial zur Behandlung von psychischen Problemen wie Depressionen, Angstzuständen und Sucht zu erforschen. Zu den bekanntesten Psychedelika gehören LSD und Psilocybin, das in bestimmten Pilzen vorkommt.
In den letzten zehn Jahren gab's einen Aufschwung in der Forschung zu diesen Substanzen, was zu neuen klinischen Studien geführt hat. Diese Studien deuten darauf hin, dass Psychedelika Menschen helfen könnten, die mit psychischen Erkrankungen kämpfen. Zum Beispiel hat Psilocybin vielversprechende Ergebnisse bei Menschen gezeigt, die sich mit End-of-Life-Beschwerden, beim Aufhören mit dem Rauchen und bei schweren Depressionen auseinandersetzen. Auf der anderen Seite hat LSD in klinischen Studien positive Ergebnisse bei generalisierten Angststörungen und Major Depression gezeigt.
Andere Behandlungen für psychische Gesundheit
Während Psychedelika gerade in aller Munde sind, gibt's auch andere bewährte Methoden, um psychische Probleme zu behandeln. Eine davon ist die Transkranielle Magnetstimulation (TMS), eine nicht-invasive Therapie, die Magnetfelder nutzt, um Nervenzellen im Gehirn zu stimulieren. Eine spezielle Form davon, die Theta Burst Stimulation (iTBS), hat eine Erfolgsquote von etwa 90 % bei der Behandlung von Major Depression. Diese Technik zielt auf einen bestimmten Teil des Gehirns ab, die linke dorsolaterale präfrontale Rinde (lDLPFC), die wichtig für die Stimmungskontrolle ist.
Eine andere Variante von TMS, bekannt als rTMS, hat sich als hilfreich erwiesen, um manische Symptome in Kombination mit Medikamenten zu reduzieren. Dieser Ansatz wird jetzt in Kanada als dritte Behandlungsoption für Manie angesehen. Verschiedene Frequenzen von TMS können die Gehirnaktivität in spezifischen Bereichen anregen oder hemmen, was eine Lateralisation der Funktion zeigt, was bedeutet, dass verschiedene Seiten des Gehirns bestimmte Rollen bei der Regulierung von Stimmung und emotionalen Reaktionen haben.
Das Erlebnis der Egoschmelzung
Ein faszinierender Aspekt von Psychedelika ist die Erfahrung der Egoschmelzung, die die Stimmung einer Person drastisch verändern kann. Diese Erfahrung beinhaltet oft das Gefühl, mit allem um einen herum verbunden zu sein, wo die Unterscheidung zwischen Selbst und anderen verschwommen wird. Manche finden es erhebend und euphorisch, während andere sich ängstlich fühlen. Die emotionale Ladung während psychedelischer Erfahrungen kann Symptome von Manie oder sogar Psychose ähneln, besonders bei Leuten mit Bedingungen wie bipolarer Störung oder Schizophrenie, die oft Schwierigkeiten haben, ihre Emotionen zu regulieren.
Wie jemand Emotionale Erregung unter Psychedelika erlebt, kann durch Fragebögen gemessen und verstanden werden, die darauf ausgelegt sind, veränderte Bewusstseinszustände zu bewerten. Diese Masse können Einblicke geben, wie Psychedelika emotionale Zustände und das Selbstgefühl beeinflussen.
Die Forschungsstudie
Um besser zu verstehen, wie Psychedelika das Gehirn und die Erfahrung der Egoschmelzung beeinflussen, führten Forscher eine Studie mit gesunden Freiwilligen durch. Die Teilnehmer erhielten sowohl LSD als auch ein Placebo in getrennten Sitzungen, während ihre Gehirnaktivität mit modernen Bildgebungstechniken überwacht wurde. Nach jeder Sitzung füllten sie einen Fragebogen aus, um ihre Gefühle zu berichten, einschliesslich Stimmung, Egoschmelzung und emotionaler Erregung.
Die Forscher wollten Verbindungen zwischen diesen subjektiven Erfahrungen und der funktionalen Konnektivität des Gehirns finden. Sie schauten sich speziell die linke und rechte DlPFC an, zwei wichtige Regionen, die normalerweise mit der Stimmungskontrolle in Verbindung gebracht werden. Die Hypothese war, dass LSD die Konnektivität dieser Bereiche verändern würde, was mit reported changes in mood and ego dissolution korrelieren würde.
Datenerhebung und Analyse
Die Gehirndaten wurden mit verschiedenen Bildgebungstechniken gesammelt, wie funktioneller Magnetresonanztomographie (fMRI) und Magnetoenzephalographie (MEG). Während sich die Studie hauptsächlich auf fMRI-Daten konzentrierte, um die Ruhe-Gehirnaktivität zu bewerten, lieferte die MEG-Daten Informationen über das Timing der Gehirnkonnektivität.
Die Teilnehmer durchliefen zwei unterschiedliche Scansitzungen, einmal unter dem Einfluss von LSD und einmal mit einem Placebo. Nach den Sitzungen füllten sie einen visuellen Analogskalenfragebogen mit sechs Bereichen aus, die ihre subjektiven Erfahrungen betrafen.
Die Datenerhebung umfasste eine sorgfältige Vorverarbeitung, um sicherzustellen, dass die Ergebnisse genau und zuverlässig waren. Dazu gehörte das Entfernen irrelevanter Daten, die durch Bewegungen und verschiedene Störfaktoren verursacht wurden, was einen Datensatz hinterliess, der für die Analyse geeignet war.
Die Ergebnisse: Wie das Gehirn sich verbindet
Die Analyse der Studie ergab, dass LSD die funktionale Konnektivität zwischen der DLPFC und Teilen des Default Mode Networks (DMN) signifikant erhöhte, einem Gehirnnetzwerk, das mit selbstreferentiellen Gedanken und Gedankenabschweifungen verbunden ist. Das deutet darauf hin, dass Psychedelika einen Rahmen für miteinander verbundene Gehirnaktivität schaffen könnten, was zu neuen Erfahrungen und Wahrnehmungen führt.
Interessanterweise entdeckte die Forschung, dass Egoschmelzung signifikant mit bestimmten Gehirnregionen verbunden war. Eine erhöhte Konnektivität wurde zwischen der DLPFC und Bereichen wie dem Thalamus und dem fusiformen Gyrus gefunden. Diese Ergebnisse bestätigen, dass Egoschmelzung komplexe Gehirnnetzwerke involvieren könnte, anstatt isolierte Regionen.
Darüber hinaus korrelierte die emotionale Erregung mit der Aktivität in der rechten DLPFC, was darauf hindeutet, dass dieser Bereich eine bedeutende Rolle bei der Verarbeitung emotionaler Reaktionen während psychedelischer Erfahrungen spielen könnte.
Die Rolle der Granger-Kausalität
Neben der Untersuchung der funktionalen Konnektivität verwendeten die Forscher auch die Granger-Kausalitätsanalyse, um gerichtete Verbindungen zwischen Gehirnregionen zu bewerten. Diese Analyse ermöglicht es Wissenschaftlern zu sehen, ob die Aktivität in einer Gehirnregion die Aktivität in einer anderen über die Zeit vorhersagen kann.
Die Ergebnisse zeigten, dass LSD die gerichtete Konnektivität vom Thalamus zur rechten DLPFC und vom inferioren frontalen Gyrus zur rechten DLPFC in spezifischen Frequenzbändern erhöhte. Das deutet darauf hin, dass Psychedelika möglicherweise beeinflussen, wie Informationen im Gehirn fliessen, was auf eine dynamischere Interaktion zwischen verschiedenen Regionen hindeutet.
Das Verständnis der Lateralisation der DLPFC-Funktionen
Insgesamt beleuchten die Ergebnisse die unterschiedlichen Rollen der linken und rechten DLPFC bei der Stimmungskontrolle und emotionalen Reaktionen. Die linke DLPFC wird oft mit der Reduzierung depressiver Symptome in Verbindung gebracht, während die rechte DLPFC möglicherweise mehr mit dem Management von Manie beschäftigt ist. Die Ergebnisse der Studie stimmen mit der Idee überein, dass Egoschmelzung beide Seiten der DLPFC einbezieht, da sie sowohl mit emotionaler Erregung als auch mit dem Selbstgefühl in Verbindung steht.
Wichtig ist, dass die Fähigkeit von Psychedelika, die Grenzen der Selbstidentität und emotionalen Erfahrung zu verwischen, therapeutische Implikationen haben könnte. Wenn Egoschmelzung dazu beiträgt, Symptome von Depressionen zu lindern, könnte das für den Behandlungsprozess von Vorteil sein, da es den Menschen ermöglicht, über ihre üblichen Grenzen hinauszugehen und neue Möglichkeiten zu erkunden.
Abschliessende Gedanken: Das Potenzial von Psychedelika
Das wachsende Interesse an Psychedelika und ihren Auswirkungen auf das Gehirn zeigt einen Wandel in der Art und Weise, wie wir psychische Gesundheitstherapien verstehen. Während traditionelle Therapien sich auf die Symptomverwaltung konzentrieren, könnten Psychedelika einen tiefergehenden Ansatz bieten, indem sie es den Menschen ermöglichen, über ihre selbstauferlegten Grenzen hinauszusehen.
Wenn wir weiterhin die komplexen Verbindungen im Gehirn während psychedelischer Erfahrungen erkunden, könnten wir neue Wege finden, um Menschen zu helfen, die mit psychischen Gesundheitsproblemen kämpfen. Vielleicht könnten diese faszinierenden Substanzen eines Tages, mit der richtigen Anleitung und dem richtigen Verständnis, unser Verständnis von "Selbst" neu gestalten und unsere emotionalen Landschaften erweitern.
Also, während vielleicht nicht jeder bereit ist, eine Reise auf einer psychedelischen Achterbahn zu machen, ist es klar, dass diese Substanzen vielversprechend sind und es wert sind, untersucht zu werden, indem sie neue Farben zu den Farben hinzufügen, mit denen wir das komplexe Porträt des menschlichen Geistes malen.
Originalquelle
Titel: The Role of the Dorsolateral Prefrontal Cortex in Ego Dissolution and Emotional Arousal During the Psychedelic State
Zusammenfassung: Lysergic acid diethylamide (LSD) is a classic serotonergic psychedelic that induces a profoundly altered conscious state. In conjunction with psychological support, it is currently being explored as a treatment for generalized anxiety disorder and depression. The dorsolateral prefrontal cortex (DLPFC) is a brain region that is known to be involved in mood regulation and disorders; hypofunction in the left DLPFC is associated with depression. This study investigated the role of the DLPFC in the psycho-emotional effects of LSD with functional magnetic resonance imaging (fMRI) and magnetoencephalography (MEG) data of healthy human participants during the acute LSD experience. In the fMRI data, we measured the correlation between changes in resting-state functional connectivity (RSFC) of the DLPFC and post-scan subjective ratings of positive mood, emotional arousal, and ego dissolution. We found significant, positive correlations between ego dissolution and functional connectivity between the left & right DLPFC, thalamus, and a higher-order visual area, the fusiform face area (FFA). Additionally, emotional arousal was significantly associated with increased connectivity between the right DLPFC, intraparietal sulcus (IPS), and the salience network (SN). A confirmational "reverse" analysis, in which the outputs of the original RSFC analysis were used as input seeds, substantiated the role of the right DLPFC and the aforementioned regions in both ego dissolution and emotional arousal. Subsequently, we measured the effects of LSD on directed functional connectivity in MEG data that was source-localized to the input and output regions of both the original and reverse analyses. The Granger causality (GC) analysis revealed that LSD increased information flow between two nodes of the ego dissolution network, the thalamus and the DLPFC, in the theta band, substantiating the hypothesis that disruptions in thalamic gating underlie the experience of ego dissolution. Overall, this multimodal study elucidates a role for the DLPFC in LSD-induced states of consciousness and sheds more light on the brain basis of ego dissolution.
Autoren: Clayton R. Coleman, Kenneth Shinozuka, Robert Tromm, Ottavia Dipasquale, Mendel Kaelen, Leor Roseman, Suresh Muthukumaraswamy, David J. Nutt, Lionel Barnett, Robin Carhart-Harris
Letzte Aktualisierung: 2024-12-15 00:00:00
Sprache: English
Quell-URL: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.12.09.627609
Quell-PDF: https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2024.12.09.627609.full.pdf
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
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