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# Physik# Quantenphysik# Hochenergiephysik - Experiment

Fortschritte bei der Teilchenverfolgung mit Quantencomputing

Diese Studie untersucht den Einsatz von Quantencomputing für besseres Teilchen-Tracking bei Beschleunigern.

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Die Rekonstruktion der Wege geladener Teilchen ist eine grosse Herausforderung in der Physik, besonders bei Experimenten an grossen Teilchenbeschleunigern. Mit dem schnellen Wachstum der Quantencomputing-Technologie gibt es ein grosses Interesse, diese Technologie zu nutzen, um bei solchen komplexen Problemen zu helfen. Ein Weg, diesem Problem zu begegnen, ist eine mathematische Methode namens quadratische unbeschränkte binäre Optimierung, kurz QUBO. Diese Methode kann mit einer Quantencomputing-Technik namens variational quantum eigensolver, oder VQE, angegangen werden.

Teilchenverfolgung bei Beschleunigern

Bei Teilchenbeschleunigern werden bei Kollisionen zweier Protonenstrahlen tausende Teilchen erzeugt. Diese Kollisionen werden mit ausgeklügelten Geräten erfasst, die Schichten aus Silizium enthalten, um die Wege der Teilchen zu verfolgen. Ein wesentlicher Teil des Prozesses besteht darin, diese Wege anhand kleiner Energiesignale zu identifizieren, die im Gerät als Treffer (hits) erfasst werden. Diese Treffer genau den Wegen der Teilchen zuzuordnen, ist entscheidend, wird aber immer schwieriger, je mehr Teilchen produziert werden.

Die Rolle des Quantencomputings

Quantencomputing ist eine aufkommende Technologie, die bei bestimmten Arten von Berechnungen erhebliche Geschwindigkeitsvorteile bieten könnte. Aktuelle Quanten-Geräte, die als noisy intermediate-scale quantum (NISQ) Computer bekannt sind, haben begrenzte Fähigkeiten und sind empfindlich gegenüber Fehlern durch Rauschen. Trotzdem haben diese Computer das Potenzial, komplexe Probleme in der Physik zu lösen. Die VQE ist eine quanten-klassische Methode, die ursprünglich entwickelt wurde, um die niedrigsten Energiestufen von Molekülen zu berechnen. Diese Studie konzentriert sich darauf, die VQE für die Teilchenverfolgung anzupassen.

Aufteilung des QUBO für die Quantenverarbeitung

Aufgrund der Einschränkungen der aktuellen Quanten-Geräte ist es notwendig, das grössere QUBO-Problem in kleinere Teile, sogenannte Sub-QUBOS, aufzuteilen, die von diesen Maschinen bearbeitet werden können. Eine effektive Möglichkeit, das QUBO aufzuteilen, basiert auf den Winkeln der Triplet-Kandidaten, das sind Gruppen von drei Treffern, die möglicherweise zum gleichen Teilchenweg gehören. Indem wir überlappende Schnitte dieser Triplets erstellen, können wir Sub-QUBOs entwickeln, was die Informationsverarbeitung machbarer macht.

Layer Variational Quantum Eigensolver (L-VQE)

Der Layer VQE-Ansatz ermöglicht komplexere Schaltkreisstrukturen im Quantencomputing. Diese Methode beginnt mit einer einfachen Anfangsstellung und fügt dann bei Bedarf mehr Schichten von Operationen hinzu. Jede Schicht verbessert die Fähigkeit der variational Methode, das Problem zu lösen, wodurch sie lokale Optimierungen umgehen kann, die das Finden der besten Lösung behindern könnten.

Conditional Value at Risk (CVaR) Kostenfunktion

Um die Effektivität der VQE zur Lösung von Problemen zu bewerten, wird die CVaR-Kostenfunktion eingeführt. Diese Funktion konzentriert sich auf den untersten Teil der Messungen, anstatt alle Proben zu mitteln. Die Verwendung von CVaR hilft dabei, die wesentlichen Aspekte der optimalen Lösung zu erfassen, besonders in rauschenden Umgebungen. Daher hat sich diese Technik als vorteilhaft erwiesen, wenn die VQE für die Teilchenverfolgung angewendet wird.

Leistungskennzahlen zur Bewertung

Um die Effektivität des Verfolgungsalgorithmus zu messen, betrachten wir spezifische Leistungskennzahlen. Diese Kennzahlen berücksichtigen wahre positive, falsche positive und falsche negative aus dem Datensatz. Um zu bewerten, wie gut die VQE bei kleineren QUBOs abschneidet, berechnen wir, wie viele Fälle mindestens einen kleinen Anteil der Grundzustandskomponente zeigen, was auf eine gute Lösung hinweist.

Einfluss der Sub-QUBO-Grösse auf die Leistung

Die Grösse der Sub-QUBOs beeinflusst direkt die Effizienz und Genauigkeit des Teilchenverfolgungsprozesses. Verschiedene Grössen von Sub-QUBOs wurden analysiert, um zu sehen, wie gut sie bei verschiedenen Berechnungsmethoden abschneiden. Es wurde festgestellt, dass grössere Sub-QUBOs im Allgemeinen bessere Ergebnisse liefern, insbesondere bei hohen Teilchendichten.

Experimentelle Szenarien für die VQE-Leistung

Die Studie umfasste die Durchführung des VQE-Algorithmus in verschiedenen Szenarien, um dessen Leistung zu beurteilen. Dazu gehörten Simulationen, bei denen das Quanten-Gerät ideal ohne Rauschen betrieben wurde, sowie Szenarien mit Rauschen, die reale Bedingungen nachahmten. Ausserdem wurden Ergebnisse von tatsächlicher Quantenhardware erfasst, um zu sehen, wie gut die theoretischen Vorhersagen mit der Realität übereinstimmen.

Ergebnisse der Studie

In der idealen Simulation konnte die VQE Lösungen für die Mehrheit der kleinen Sub-QUBOs finden. Die Einführung von Rauschen brachte jedoch Herausforderungen mit sich, da die Ergebnisse erheblich variieren konnten. Die Hinzufügung zusätzlicher Schichten zur VQE zeigte vielversprechende Verbesserungen in der Leistung, besonders unter rauschenden Bedingungen.

Fehlerbewältigung und zukünftige Arbeiten

Angesichts der negativen Auswirkungen von Rauschen wird die zukünftige Forschung darauf abzielen, Wege zur Reduzierung dieser Fehler zu finden. Effektive Strategien zur Fehlerbewältigung sind notwendig, um sicherzustellen, dass Quanten-Geräte zuverlässig bei komplexen Aufgaben arbeiten können.

Fazit

Diese Studie bestätigt, dass die VQE tatsächlich auf die Aufgabe der Teilchenverfolgung angewendet werden kann. Durch die Aufteilung des Problems in kleinere Teile, die für aktuelle Quantencomputer handhabbar sind, können angemessene Effizienz und Genauigkeit erreicht werden. Die Forschung hebt das Potenzial des Quantencomputings in der Hochenergiephysik hervor und öffnet die Tür für weitere Erkundungen und Verfeinerungen dieser Methoden.

Unterstützung für die Forschung

Diese Arbeit wurde von verschiedenen wissenschaftlichen Institutionen und Organisationen unterstützt, die in die Forschung zur Quanten-Technologie und deren Anwendungen investieren. Mit dem wachsenden Interesse am Quantencomputing werden die Grundlagen, die in dieser Studie gelegt wurden, dazu beitragen, zukünftige Fortschritte auf diesem Gebiet zu gestalten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass, während sich das Quantencomputing weiterentwickelt, seine Anwendungen zur Lösung komplexer Probleme wie der Teilchenverfolgung wahrscheinlich zunehmen werden, was dazu beiträgt, unser Verständnis der grundlegenden Physik zu vertiefen.

Originalquelle

Titel: Particle track reconstruction with noisy intermediate-scale quantum computers

Zusammenfassung: The reconstruction of trajectories of charged particles is a key computational challenge for current and future collider experiments. Considering the rapid progress in quantum computing, it is crucial to explore its potential for this and other problems in high-energy physics. The problem can be formulated as a quadratic unconstrained binary optimization (QUBO) and solved using the variational quantum eigensolver (VQE) algorithm. In this work the effects of dividing the QUBO into smaller sub-QUBOs that fit on the hardware available currently or in the near term are assessed. Then, the performance of the VQE on small sub-QUBOs is studied in an ideal simulation, using a noise model mimicking a quantum device and on IBM quantum computers. This work serves as a proof of principle that the VQE could be used for particle tracking and investigates modifications of the VQE to make it more suitable for combinatorial optimization.

Autoren: Tim Schwägerl, Cigdem Issever, Karl Jansen, Teng Jian Khoo, Stefan Kühn, Cenk Tüysüz, Hannsjörg Weber

Letzte Aktualisierung: 2023-03-23 00:00:00

Sprache: English

Quell-URL: https://arxiv.org/abs/2303.13249

Quell-PDF: https://arxiv.org/pdf/2303.13249

Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/

Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.

Vielen Dank an arxiv für die Nutzung seiner Open-Access-Interoperabilität.

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