Eine neue Methode, um Quantenprozesse zu vergleichen
Dieser Artikel presentsiert eine effiziente Methode zum Vergleichen von Quantencomputing-Systemen.
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Inhaltsverzeichnis
In den letzten Jahren hat das Quantencomputing viel Aufmerksamkeit bekommen, weil es komplexe Probleme effizienter lösen kann als klassische Computer. Da immer mehr Firmen und Forschungseinrichtungen ihre eigenen Quantencomputer entwickeln, wird es immer wichtiger, die Leistung dieser Systeme effektiv zu vergleichen. Dieser Artikel stellt eine neue Methode vor, um Quantenprozesse zwischen verschiedenen Plattformen zu vergleichen.
Einführung ins Quantencomputing
Quantencomputing basiert auf den Prinzipien der Quantenmechanik, die das Verhalten von Materie auf sehr kleinen Skalen regelt. Im Gegensatz zu klassischen Computern, die Bits als kleinste Dateneinheit (0 und 1) verwenden, nutzen Quantencomputer Qubits. Ein Qubit kann in den Zuständen 0, 1 oder beidem gleichzeitig existieren, was Quantencomputern ermöglicht, Informationen auf eine Weise zu verarbeiten, die klassischen Computern nicht möglich ist.
Der Bedarf an Vergleich
Während sich das Feld des Quantencomputings weiterentwickelt, werden viele verschiedene Arten von Quantencomputern entwickelt. Jedes dieser Systeme kann verschiedene Technologien nutzen, was zu Unterschieden in der Leistung führt, bedingt durch Faktoren wie Rauschen und Fehlerraten. Daher ist es wichtig, diese Quantenvorrichtungen zu vergleichen, um ihre Effektivität und Zuverlässigkeit zu verstehen.
Quantenprozesse vergleichen
Ein Quantenprozess, auch als Quantenoperation bekannt, beschreibt, wie sich ein Quantenstatus im Laufe der Zeit entwickelt. Um Quantenprozesse von verschiedenen Plattformen zu vergleichen, brauchen wir eine zuverlässige Metrik. Ein häufig verwendetes Mass ist die Fidelity, die quantifiziert, wie ähnlich sich zwei Quantenstates sind.
Traditionelle Vergleichsmethoden
Traditionelle Methoden zum Vergleich von Quantenprozessen beinhalten oft eine Technik namens Quanten-Tomographie. Dieser Ansatz rekonstruiert die vollständigen Informationen des zu bewertenden Quantenstatus. Allerdings kann diese Methode zeitaufwendig und ressourcenintensiv sein, besonders bei komplexeren Quanten-systemen.
Die Herausforderung der Quanten-Tomographie
Quanten-Tomographie erfordert zahlreiche Messungen, um einen Quantenstatus genau zu rekonstruieren. Für Systeme mit einer grösseren Anzahl von Qubits wird dieser Prozess zunehmend schwieriger. Selbst wenn Forscher versuchen, den Prozess zu vereinfachen, treten Herausforderungen auf, besonders wenn die Anzahl der Qubits wächst.
Neues Protokoll zum Vergleich
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, haben Forscher ein effizienteres Protokoll zum Vergleich von Quantenprozessen entwickelt. Diese neue Methode nutzt Lokale Operationen und klassische Kommunikation (LOCC), was einen Vergleich mit weniger Messungen ermöglicht.
So funktioniert das Protokoll
Das neue Protokoll besteht aus mehreren Schritten:
Sampling lokaler unitarer Operatoren: Zuerst werden lokale unitäre Operatoren gesammelt. Das sind Operationen, die den Zustand von Qubits kontrolliert verändern können.
Klassische Kommunikation: Die gesampelten unitären Operatoren werden über klassische Methoden an jede Quantenplattform kommuniziert. So können verschiedene Quantencomputer Quantenstates basierend auf demselben Satz an Anweisungen vorbereiten und messen.
Implementierung des Protokolls: Jeder Quantencomputer führt die lokalen unitaren Operationen aus und macht Messungen. Die Ergebnisse dieser Messungen ergeben Wahrscheinlichkeitsverteilungen, die die Leistung jedes Quantenprozesses darstellen.
Schätzung der Fidelity: Durch die Analyse der erhaltenen Wahrscheinlichkeitsverteilungen schätzt das Protokoll die Fidelity der Quantenprozesse. Diese Schätzung quantifiziert, wie ähnlich die Prozesse sind.
Vorteile des neuen Protokolls
Das neue Vergleichsprotokoll bringt mehrere Vorteile im Vergleich zu traditionellen Methoden:
Weniger Messungen: Das Protokoll benötigt deutlich weniger Messungen, um die Fidelity im Vergleich zur Quanten-Tomographie zu schätzen. Das macht den Prozess schneller und weniger ressourcenintensiv.
Anwendbarkeit über Plattformen hinweg: Die Fähigkeit, Quantenvorrichtungen von verschiedenen Herstellern und Standorten zu vergleichen, macht dieses Protokoll besonders wertvoll, da die Anzahl der verfügbaren Quantencomputer steigt.
Anpassungsfähigkeit für Prozess-Tomographie: Neben dem Vergleich von Prozessen kann das Protokoll auch für die vollständige Quantenprozess-Tomographie angepasst werden, wodurch es vielseitig bleibt.
Experimentelle Umsetzung
Um die Wirksamkeit des neuen Protokolls zu validieren, wurden experimentelle Tests mit fünf verschiedenen Quantenvorrichtungen von IBM und dem von Baidu entwickelten "Qianshi"-Quantencomputer durchgeführt. Die Ergebnisse zeigten, dass das Protokoll die Leistung dieser Quanten-systeme mit erheblich weniger Messungen als traditionelle Methoden genau vergleichen konnte.
Überwachung von Quantenvorrichtungen über die Zeit
Neben dem Vergleich unterschiedlicher Quantencomputer kann das Protokoll auch verwendet werden, um die Stabilität eines einzelnen Quanten Geräts über die Zeit zu überwachen. Indem regelmässig die Leistung eines Quantencomputers bewertet wird, können Forscher potenzielle Probleme identifizieren und die Zuverlässigkeit des Systems verbessern.
Herausforderungen in der Zukunft
Trotz seiner Vorteile hat das neue Protokoll noch Bereiche, die weiter erforscht werden müssen. Zum Beispiel könnte die Stichprobenkomplexität des Protokolls theoretische Garantien fehlen, was empirische Anpassungen erforderlich macht. Ausserdem sollten die Protokolle robust gegen Fehler in der Zustandvorbereitung und -messung gemacht werden.
Fazit
Da sich das Quantencomputing weiter entwickelt, wird der Bedarf an effektiven Vergleichsmethoden immer wichtiger. Das neue vergleichsübergreifende Protokoll bietet einen vielversprechenden Ansatz, um die Leistung verschiedener Quantenprozesse mit weniger Messungen zu bewerten und die Zusammenarbeit in der Quantenforschung zu erleichtern. Frühere Erfahrungen und Fortschritte in diesem Bereich werden dazu beitragen, diese Methoden zu verfeinern und sicherzustellen, dass der Fortschritt in der Quantentechnologie auf einer soliden Grundlage bleibt.
Titel: Cross-Platform Comparison of Arbitrary Quantum Processes
Zusammenfassung: In this work, we present a protocol for comparing the performance of arbitrary quantum processes executed on spatially or temporally disparate quantum platforms using Local Operations and Classical Communication (LOCC). The protocol involves sampling local unitary operators, which are then communicated to each platform via classical communication to construct quantum state preparation and measurement circuits. Subsequently, the local unitary operators are implemented on each platform, resulting in the generation of probability distributions of measurement outcomes. The max process fidelity is estimated from the probability distributions, which ultimately quantifies the relative performance of the quantum processes. Furthermore, we demonstrate that this protocol can be adapted for quantum process tomography. We apply the protocol to compare the performance of five quantum devices from IBM and the "Qianshi" quantum computer from Baidu via the cloud. Remarkably, the experimental results reveal that the protocol can accurately compare the performance of the quantum processes implemented on different quantum computers, requiring significantly fewer measurements than those needed for full quantum process tomography. We view our work as a catalyst for collaborative efforts in cross-platform comparison of quantum computers.
Autoren: Congcong Zheng, Xutao Yu, Kun Wang
Letzte Aktualisierung: 2023-03-24 00:00:00
Sprache: English
Quell-URL: https://arxiv.org/abs/2303.13911
Quell-PDF: https://arxiv.org/pdf/2303.13911
Lizenz: https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Änderungen: Diese Zusammenfassung wurde mit Unterstützung von AI erstellt und kann Ungenauigkeiten enthalten. Genaue Informationen entnehmen Sie bitte den hier verlinkten Originaldokumenten.
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